Neues Volksblatt: "Rote Rochaden" von Markus EBERT

Ausgabe vom 18. August 2014

Linz (OTS) - Dass sich an den kolportierten Personalrochaden bei der SPÖ bis zur offiziellen Beschlussfassung am 25. August noch viel ändert, ist nicht anzunehmen. Immerhin, so wird auch kolportiert, habe SPÖ-Chef Faymann das Personalpaket höchstselbst medial lanciert, um die Granden vor vollendete Tatsachen zu stellen. Und der oberösterreichische SPÖ-Chef Entholzer fände den für seinen Landsmann Stöger angedachten Wechsel vom Gesundheits- ins Infrakstrukturressort, sollte er so beschlossen werden, "absolut in Ordnung".
Dahingestellt sei, ob Faymann mit Oberhausers Hereinnahme die roten Gewerkschafter im Hinblick auf den November-Parteitag gnädig stimmen will - oder er sich damit nur noch mehr den Gewerkschaftswünschen zu beugen hat. Als ziemlich gesichert hingegen gilt, dass nunmehr Neo-Präsidentin Bures auch im Zug in Richtung Bundespräsidentschaft sitzt. Denn dass sich eine andere SPÖ-Frau für die Fischer-Nachfolge stärker profilieren könnte als Bures, ist unwahrscheinlich. Eines freilich hat die SPÖ verabsäumt - nämlich einen Neubeginn für das Bildungsministerium. Nach Claudia Schmied hat dort auch Gabriele Heinisch-Hosek so ziemlich jeden Kredit verspielt, dass sie dennoch ausharren muss, bedeutet nur, dass die SPÖ niemanden hat, der diese Baustelle übernehmen könnte. Wie wäre es mit einem der selbsternannten Bildungsexperten - Androsch, Salcher oder Schilcher?

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