- 13.08.2014, 10:44:37
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Mehr Holzbau führt zu mehr Bioenergie
Österreichische Biomasse-Branche steht auf soliden Beinen
Utl.: Österreichische Biomasse-Branche steht auf soliden Beinen =
Wien (OTS) - "Während unsere Erdgasversorgung mit der Entwicklung in
der Ukraine am seidenen Faden hängt und ‚mordende Horden’ im Irak ein
Ölfeld nach dem anderen erobern, möchte man in Österreich wieder
einmal den weiteren Ausbau der Bioenergie mit fadenscheinigen
Argumenten untergraben", erklärt Horst Jauschnegg, Vorsitzender des
Österreichischen Biomasse-Verbandes. "Damit nicht der russische
Präsident Vladimir Putin bestimmt, ob es in unseren Haushalten im
Winter warm bleibt, müssen wir die Zuwächse in unseren Wäldern nutzen
und den Holzbau sowie die Bioenergie massiv forcieren. Ein modernes
Holzhaus kann mit den Nebenprodukten aus dessen Herstellung 70 Jahre
lang beheizt werden", illustriert Jauschnegg. "Die Errichtung und der
Ausbau von Biomasseheizwerken sind in den vergangenen Jahren in
Österreich zügig vorangeschritten. Die bei weitem überwiegende
Mehrheit der Anlagen steht wirtschaftlich auf soliden Beinen",
ergänzt Ludwig Schurm, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft
Biomasse-Nahwärme.
Ziel ist die kostengünstige Wärmeversorgung
Viele Ortschaften und Gemeinden im ländlichen Raum konnten durch den
Mut und Innovationsgeist von engagierten Betreibergruppen auf
umweltfreundliche, CO2-neutrale Nahwärmeversorgung umgestellt werden.
Derzeit gibt es in Österreich mehrere tausend
Biomasse-Nahwärmeanlagen, die zehntausende Haushalte mit sauberer und
umweltfreundlicher Biowärme versorgen. Kleinere und mittlere
Biomasse-Anlagen lassen sich einfach und sicher mit Biomasse aus der
Region versorgen, schaffen Arbeitsplätze vor der Haustüre sowohl in
der Land- und Forstwirtschaft als auch im Gewerbe und in der
Industrie. Die Anlagen genießen hohe Akzeptanz in der Bevölkerung.
Dazu Schurm: "Die Nahwärmebranche für bankrott zu erklären, weil
einige große Anlagen Probleme haben, ist absurd. Es sieht ja auch
niemand die Automobilbranche untergehen, wenn ein großer Autohändler
zusperrt." Vielfach werden Biomasse-Nahwärmeanlagen als
Genossenschaft geführt. Ziel der Betreiber ist somit nicht die
Gewinnmaximierung, sondern eine nachhaltige und sichere Versorgung
der KundenInnen mit leistbarer Wärme. "Biomasse-Heizwerke müssen sich
gegen die fossile Konkurrenz durchsetzen, die seit Jahrhunderten mit
Milliarden gefördert wurde und noch immer subventioniert wird. Dies
erfordert im Umkehrschluss auch die Förderung der Nahwärmeanlagen",
erklärt Schurm.
Förderungen werden immer zielgerichteter
Durch das im Jahr 2007 eingeführte Qualitätsmanagementsystem für
Biomasseheizwerke konnten die Förderungen noch zielgerichteter und
ergebnisorientierter vergeben werden. "Durch das Qualitätsmanagement
kann sichergestellt werden, dass nur noch rentable Anlagen eine
Förderung erhalten. Somit konnte die finanzielle Lage aller
geförderten Anlagen verbessert werden", ist Schurm überzeugt. Der
kürzlich vorgestellte Bericht des Salzburger Landesrechnungshofes
stellt zudem den Emissionen der Biomasse-Anlagen ein gutes Zeugnis
aus. Bei allen im Jahr 2013 untersuchten Anlagen lagen die Emissionen
unter den geforderten, ohnehin sehr strengen Werten der
Feueranlagenverordnung.
Arbeitsgemeinschaft Biomasse-Nahwärme
In der Arbeitsgemeinschaft Biomasse-Nahwärme (ABiNa) sind unter dem
Dach des Österreichischen Biomasse-Verbandes die
Landes-Heizwerksverbände von Oberösterreich, Steiermark, Kärnten,
Niederösterreich, Salzburg, Burgenland und Tirol vertreten. Ziel der
ABiNa ist eine starke Interessensvertretung für alle Heiz-werke auf
Bundesebene. Ein weiteres Ziel der ARGE ist, den
Informationsaustausch zwischen den einzelnen Heizwerken sowie den
Heizwerksverbänden zu verstärken. Die ABiNa vertritt mehr als 600
Nahwärme-Anlagen mit einer installierten Kesselleistung von ca. 800
MW. Mit der bereitgestellten Wärme können 80.000 Haushalte mit
nachhaltiger und umweltfreundlicher Energie versorgt, 580.000 Tonnen
CO2 vermieden und 220 Millionen Liter Heizöl eingespart werden. Die
Ab-nahme von 3 Millionen Schüttraummeter Hackgut und der Betrieb der
Anlagen sichern etwa 1.300 Arbeitsplätze.
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