• 04.08.2014, 13:58:22
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Vergebliches Hoffen der Gemeinden - Temelinbetreiber CEZ stoppt Gelder

Freistadt (OTS) - Im März haben 26 Bürgermeister rund um Temelin in
einem offenen Brief von der tschechischen Regierung den Ausbau von
Temelin gefordert, weil diese Gemeinden allesamt Geldempfänger vom
Temelinbetreiber CEZ sind. Nach dem vorläufigen Aus für den Ausbau
stoppt CEZ jetzt Geldflüsse an die Gemeinden.

In diesem Brief betonten die Bürgermeister, dass die meisten
Bewohner in diesen Gemeinden den Ausbau der Atomkraft in Tschechien
befürworten würden, weil alle Gemeinden ihre Pläne für den Ausbau der
Infrastruktur an den Temelinausbau angepasst hätten. So legt ein sog.
Rahmenabkommen fest, dass vom Temelinbetreiber CEZ bis zum Jahr 2018
fast 4 Milliarden Kronen (fast 160.000.000 Euro) in die Gemeinden
rund um Temelin fließen sollten.

"Es war klar, dass CEZ diese Fördermittel nach dem vorläufigen
Ende der Ausbaupläne von Temelin diese Förderungen an die Gemeinden
stoppen würde. Egal, ob die Renovierung einer Straße, beim Neubau
eines Schwimmbades oder das Gratisessen in Kindergärten, diese
Investitionen sind nur möglich, wenn wieder Geld von CEZ fließt,
alles ist von den Zahlungen von CEZ abhängig. Damit erkauft sich CEZ
auch die Zustimmung der Leute zu Temelin und alles auf Kosten der
tschechischen Stromkunden", so Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.
Laut der tschechischen Tageszeitung "MF DNES" vom 4.8.2014 bestätigte
CEZ, dass diese Investitionen drastisch reduziert werden würden und
auch der südböhmische Kreishauptmann Jiri Zimola sei deswegen
entrüstet. Letztes Jahr seien 106 Millionen Kronen in die Gemeinden
geflossen, davon 41 Mio. mit der Bedingung, dass die Gemeinden
Werbung für Temelin machen.

"Diese Vorgangsweise von CEZ zeigt deutlich, worum es der
Atomlobby in Tschechien, aber genauso anderwo, letztlich geht - um
die eigenen Vorteile und Profite. Jetzt wird deutlich, dass die
geplanten Umfahrungsstraßen in den Gemeinden nur dem reibungslosen
Baustellenverkehr dienen sollten", so Manfred Doppler weiter und er
ergänzt abschließend: "Die Bürgermeister bekommen jetzt die Quittung
für die Abhängigkeit von der Atomlobby präsentiert, weil von den
Bürgermeistern auch, die Unwirtschaftlichkeit des Temelinausbaus
ignoriert wurde, der nur durch massive Investitionskredite an den
Betreiber und wertgesicherte Preisgarantien für Strom aus AKWs über
mehrere Jahrzehnte und auf Kosten der Steuerzahler möglich wäre.
Dadurch wurde deutlich, dass Atomstrom alles andere als billig ist.
Die Atomgegner haben das immer betont, aber nun haben es die
Atomlobbyisten auch zugegeben."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AAK

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