• 30.07.2014, 17:10:52
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Österreichische Ärztekammer bedauert Ableben von Expräsident Richard Piaty

Wechselberger: Arztpersönlichkeit mit standes- und gesundheitspolitischem Weitblick

[Modellfreigabe auf Anfrage].[Keine
Werbefreigabe].Dr. Richard Piaty, .Graz, Steiermark, Oesterreich,
Europa, .1993/01/20

Utl.: Wechselberger: Arztpersönlichkeit mit standes- und
gesundheitspolitischem Weitblick =

Wien (OTS) - Mit großem Bedauern reagierte die Österreichische
Ärztekammer (ÖÄK) auf den Tod von Richard Piaty, der der
Standesvertretung zwölf Jahre lang, von 1974 bis 1986, als Präsident
vorgestanden hatte.

Piaty habe es verstanden, Innovationsgeist und das Bewahren von
Traditionen zu vereinen, sagte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger am
Mittwoch in einer Aussendung. Mit dem Ableben von Richard Piaty
verliere die österreichische Ärzteschaft eine große
Arztpersönlichkeit von außerordentlichem standes- und
gesundheitspolitischem Weitblick.

Ära Piaty: Mutter-Kind-Pass, Gesundenuntersuchung, Lehrpraxis

In Piatys Amtszeit fiel die Einführung des Mutter-Kind-Passes, der
zwischen der Ärztekammer und dem neu geschaffenen
Gesundheitsministerium verhandelt worden war und auf dessen
40-jährige Erfolgsgeschichte die ÖÄK heuer mit einer Enquete
hingewiesen hatte. Ein weiteres elementares Instrument der Prävention
- die Gesundenuntersuchung - sei ebenfalls eine Errungenschaft der
Ära Piaty, betonte Wechselberger. Wie weitreichend das Wirken seines
Amtsvorgängers war, lasse sich auch daran erkennen, dass die derzeit
wieder in der Diskussion stehende Lehrpraxis bereits unter Richard
Piaty 1984 im Ärztegesetz verankert worden sei.

Aus standespolitischer Sicht war die Ära Piaty von Konflikten, vor
allem mit der Sozialversicherung, geprägt. Zu den Kernpunkten der
Auseinandersetzungen zählten die Vertragsautonomie der
Landesärztekammern, der Kündigungsschutz für Kassenärzte oder die
Schaffung von neuen Kassenstellen bzw. von Kassenambulatorien.
Kammerintern stand für Richard Piaty die Solidarität des
Berufsstandes an oberster Stelle: Der gebürtige Wiener, der im
Burgenland zur Schule gegangen war und in Graz promoviert hatte, wo
er bis 1995 als Internist tätig gewesen war, trachtete stets danach,
dass Föderalismus nicht zu Separatismus führte. (ar)

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