• 30.07.2014, 10:03:06
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Kreditstandards der österreichischen Banken für KMU-Finanzierungen und Wohnbaukredite unverändert

Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2014

Utl.: Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das
Kreditgeschäft vom Juli 2014 =

Wien (OTS) - Im zweiten Quartal 2014 hat sich die
Kreditvergabepolitik der österreichischen Banken in Summe nur wenig
verändert. Im Firmenkundengeschäft war eine geringfügige Verschärfung
der Kreditrichtlinien zu verzeichnen. Für Wohnbaukredite an private
Haushalte blieben die Standards unverändert, für Konsumkredite wurden
sie nur minimal gelockert. Diese Ansicht vertraten die Kreditmanager
führender Banken im Rahmen der vierteljährlichen Umfrage, in der sie
ihre Einschätzungen zur Kreditentwicklung im abgelaufenen Quartal
sowie einen Ausblick auf das laufende Quartal gaben.

Wie beim vorangegangenen Befragungstermin wurde auch im zweiten
Quartal 2014 im Firmenkundengeschäft eine geringfügige Verschärfung
der Kreditrichtlinien verzeichnet, die jedoch ausschließlich
Ausleihungen an Großbetriebe betraf; für KMU-Finanzierungen blieben
die Standards unverändert. Für das laufende Quartal erwarten die
Umfrageteilnehmer eine weitere leichte Straffung der
Kreditrichtlinien. Kreditrichtlinien sind interne Kriterien, die
bestimmen, welche Art von Krediten eine Bank vergeben möchte.

Die Kreditnachfrage der Unternehmen änderte sich nach Einschätzung
der Umfrageteilnehmer im abgelaufenen Quartal per saldo nicht, für
das dritte Quartal 2014 erwarten die Banken eine minimale Abflachung.

Im Privatkundengeschäft nahmen die Banken bei den Kreditrichtlinien
für Wohnbaufinanzierungen im zweiten Quartal 2014 keine Veränderungen
vor, hingegen wurden die Vergabestandards für Konsumkredite minimal
gelockert. Für das laufende Quartal wird eine leichte Lockerung der
Standards für Kredite an Haushalte erwartet - sowohl für Wohnbau- als
auch für Konsumkredite.

Im Hinblick auf die Kreditnachfrage der privaten Haushalte
verzeichneten die befragten Institute im zweiten Quartal 2014 einen
moderaten Anstieg, der sich im dritten Quartal 2014 fortsetzen
dürfte.

Die Refinanzierungssituation der Banken gestaltete sich im zweiten
Quartal 2014 weiterhin relativ stabil. Vereinzelt wurden leichte
Beeinträchtigungen der Mittelaufnahme auf dem Geld- und Anleihemarkt
sowie bei den Kundeneinlagen konstatiert, die Entwicklung auf den
europäischen Staatsanleihemärkten hatte jedoch kaum einen Einfluss
auf die Refinanzierungssituation der österreichischen Banken. In
Vorbereitung auf die bevorstehenden Änderungen der
Eigenkapitalbestimmungen haben die befragten Institute eigenen
Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2014 ihre Eigenkapitalposition
durch die Ausgabe von Kapitalinstrumenten und einbehaltene Gewinne
gestärkt und gleichzeitig ihre risikogewichteten Aktiva geringfügig
erhöht. Diese Entwicklung dürfte nach Angaben der Umfrageteilnehmer
im zweiten Halbjahr 2014 fortbestehen.

Die Zentralbanken des Euroraums - in Österreich die
Oesterreichische Nationalbank (OeNB) - führen gemeinsam mit der
Europäischen Zentralbank (EZB) seit Anfang 2003 viermal jährlich eine
Umfrage über das Kreditgeschäft im Euroraum durch, um ihren
Informationsstand über die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen
und Haushalte zu verbessern. Dabei werden mehr als 130 führende
Banken aus allen Ländern des Euroraums befragt, darunter sieben
Institute aus Österreich.

Eine ausführlichere Darstellung der österreichischen Ergebnisse wird
in Statistiken - Daten & Analysen Q3/2014 veröffentlicht. Die
Resultate für den Euroraum werden von der EZB auf ihrer Website
publiziert: http://www.ecb.int.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.oenb.at/Geldpolitik/Erhebungen/umfrage-ueber-das-kreditges
chaeft.html

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