• 28.07.2014, 13:11:24
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ÖBB: Semmering-Basistunnel bringt Nutzen für Kunden, Standort und Wirtschaftlichkeit

Wien (OTS) - Infrastruktur ist überall auf der Welt eine Investition,
für die eine volkswirtschaftliche Rendite zählt und die nicht nur
unter betriebswirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden kann. Nicht
einmal der Eurotunnel zwischen London und Paris, wo die Bahn 80
Prozent Marktanteil hat, "rechnet" sich. Trotzdem spricht der Erfolg
für das Projekt des Tunnels unter dem Meer und zeigt, was mit
optimaler Infrastruktur möglich ist.

Investitionen in die Infrastruktur sind ein entscheidender
Wachstumsfaktor: Wie eine aktuelle Studie des Economica Institutes
zeigt, sichern die ÖBB-Investitionen in die Infrastruktur 24.000
Arbeitsplätze im Jahr und leisten rund 0,6 Prozent Beitrag zum BIP.
Das BIP Wachstum Österreichs im Jahr 2013 lag bei 0,3 Prozent - das
zeigt die Relevanz dieser ÖBB-Investitionen.

Der Semmering-Basistunnel (SBT) wird für eine zeitgemäße Verbindung
zwischen Wien und Graz entlang der neuen Südstrecke sorgen, wo das
gleiche Fahrgastpotenzial wie auf der Weststrecke vorhanden ist.
Fahrgaststeigerungen von 7 Prozent im Jahr 2012 und 4 Prozent im Jahr
2013 zeigen deutlich den Nutzen von Investitionen in Infrastruktur.
Kunden werden nach der Fertigstellung des Tunnel von signifikanten
Fahrzeitverkürzungen profitieren. Benötigt man für die Strecke
Wien-Graz heute noch 2 Stunden 40 Minuten, wird die Fahrzeit durch
den Semmering-Basistunnel nur mehr 1 Stunde 50 Minuten betragen.

Auch im Güterverkehr wird der SBT einen wesentlichen Beitrag für
Kapazitätssteigerungen und Wirtschaftlichkeit leisten. Wenn das
Gesamtprojekt fertig gestellt ist, wird sich für den Güterverkehr
eine erhebliche Effizienzsteigerung ergeben, da auch schwere
Güterzüge durch die flachere Neigung mit nur einer Lok den Semmering
queren können. In der zweiten Jahreshälfte 2013 ist laut
Schienen-Control das Güterverkehrsaufkommen gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres in Österreich um fünf Prozent
gestiegen. Auch über einen längeren Zeitraum misst der
Schienenregulator starkes Wachstum in Österreich: Mit einer
Steigerung von mehr als 4,5 Millionen Tonnen (+ 4 Prozent) liegt das
Aufkommen deutlich über dem Wert von 2009. Die aktuellsten Daten
zeigen ein enorm starkes erstes Quartal 2014: Über 6 Prozent plus für
den ÖBB-Güterverkehr und seine Mitbewerber auf der Schiene. Alleine
die Rail Cargo Group der ÖBB hat im ersten Quartal 2014 mit plus 9
Prozent die höchste Steigerung in der Geschichte des Güterverkehrs
gehabt.

Weiters leistet der SBT auch einen Beitrag zu mehr
Umweltfreundlichkeit. Für jede Tonne Fracht, die mit dem
ÖBB-Güterverkehr auf der Schiene transportiert wird, werden um etwa
15mal weniger CO2-Emissionen emittiert, als das beim Gütertransport
mit einem durchschnittlichen LKW der Fall wäre. Auch Steuermittel
können zukünftig durch deutlich geringere Instandhaltungskosten der
Strecke eingespart werden. Der Güterverkehr benötigt starke Achsen
Richtung Süden, wo mit den Häfen der Adria noch hohes Potenzial für
Hinterlandverkehre gegeben ist, die den Standort Österreich enorme
Chancen als Logistikdrehscheibe bieten.

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