Breitband-Internet: Startschuss für flächendeckenden Ausbau

LH Kaiser nach Gipfel in Wien: Breitband-Milliarde wichtige Zukunftsinvestition in Unternehmensstandort Österreich. Richtiger Schritt zur Schließung der digitalen Kluft

Klagenfurt (OTS/LPD) - Das Förder- und Ausbauvakuum im Bereich des Breitband-Internet-Ausbaus in Österreich ist in absehbarer Zeit vorbei. Bis 2020 soll Österreich flächendeckend mit ultraschnellem Internet ausgestattet sein. Beim heutigen Gipfel im Finanzministerium in Wien wurde die lange diskutierte Breitband-Milliarde beschlossen. 200 Millionen stehen in einer ersten Tranche bereit. Die detaillierte Abstimmung kann nun zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Anbietern stattfinden, die zuständige Landesreferenten sollen in einer Tagung den jeweiligen Bedarf klären.

"Österreich darf den Anschluss nicht verlieren. Deswegen ist die Freigabe der bereits reservierten Mittel durch den Finanzminister ein erfreulicher und überfälliger Schritt. Damit können die Planungen für ein flächendeckendes, leistungsstarkes Breitbandnetz bundesweit und auf Länderebene endlich konkretisiert werden", sagt Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, derzeit auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz.

Nach den Planungen, Kärnten wird den Masterplan Breitband 2020 bis Ende 2014 abgeschlossen haben, können 2015 die Ausschreibungen und 2016 die Auftragsvergaben beginnen. Wie beim heutigen Gipfel, an dem auch Infrastrukturministerin Doris Bures, Gmemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer, Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Vertreter der Telekommunikationsbranche teilnahmen, betont wurde, werden die Bundesmittel durch die Kommunikationsanbieter verdoppelt, die Länder müssen ihrerseits als Co-Finanziers auftreten. Die Höhe der Mittel der Länder kann nun rechtzeitig in den Budgets festgelegt werden. Landeshauptmann Kaiser regte beim Gipfel an, dass die in den Bundesländern verantwortlichen Referenten in einer Konferenz die entsprechenden Abstimmungen vorbereiten sollten.

Kaiser erinnert daran, dass die letzte Breitbandoffensive mit 31.12.2013 geendet hat und seitdem ein unproduktiver Leerlauf geherrscht habe. "Gerade für den Wirtschafts- und Unternehmensstandort Österreich mit seinen wie in Kärnten teils herausfordernden topografischen Voraussetzungen ist es unerlässlich, das vorhandene Breitbandnetz auszubauen und leistungsstärker zu machen", macht Kaiser, der sich insbesondere bei Ministerin Bures für ihr Engagement bedankt, deutlich. Nur mit Unterstützung des Ausbaus durch die öffentliche Hand könne die digitale Kluft zwischen städtischem und ländlichen Bereich aber auch vorhandene soziale Kluften geschlossen werden.

"Schnelles, leistiungsfähiges Internet für und im ländlichen Bereich ist ebenso eine wichtige Maßnahme gegen die Abwanderung von Unternehmen und Menschen wie auch eine wichtige sozial- und demokratiepolitische Aufgabe", erklärt Kaiser. Er betont, dass Breitband eine Schlüsselinfrastruktur für Arbeitsplätze, Neuansiedelungen und Erhaltung von Betrieben sei. In Zukunft sei mit einem sich ändernden Arbeitsmarkt zu rechnen, der neue Möglichkeiten und Notwendigkeiten bereit halte.

"Die Zahl grafischer und digitaler Unternehmen, die sich mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern via Internet vernetzen und die vermehrt Arbeiten an mobilen Arbeitsplätzen ermöglichen, werden steigen", sieht Kaiser große Chancen, auch ländliche Bereiche zu stärken und attraktive Lebensbedingungen zu schaffen. Immerhin würde laut anerkannten Studien Breitband-Investitionen in Höhe von 1,5 Miliarden in Österreich einen Beschäftigungseffekt von 64.200 neuen Arbeitsplätzen bewirken.
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