- 23.07.2014, 12:02:12
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Breitband-Internet: Startschuss für flächendeckenden Ausbau
LH Kaiser nach Gipfel in Wien: Breitband-Milliarde wichtige Zukunftsinvestition in Unternehmensstandort Österreich. Richtiger Schritt zur Schließung der digitalen Kluft
Utl.: LH Kaiser nach Gipfel in Wien: Breitband-Milliarde wichtige
Zukunftsinvestition in Unternehmensstandort Österreich.
Richtiger Schritt zur Schließung der digitalen Kluft =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Das Förder- und Ausbauvakuum im Bereich des
Breitband-Internet-Ausbaus in Österreich ist in absehbarer Zeit
vorbei. Bis 2020 soll Österreich flächendeckend mit ultraschnellem
Internet ausgestattet sein. Beim heutigen Gipfel im Finanzministerium
in Wien wurde die lange diskutierte Breitband-Milliarde beschlossen.
200 Millionen stehen in einer ersten Tranche bereit. Die detaillierte
Abstimmung kann nun zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Anbietern
stattfinden, die zuständige Landesreferenten sollen in einer Tagung
den jeweiligen Bedarf klären.
"Österreich darf den Anschluss nicht verlieren. Deswegen ist die
Freigabe der bereits reservierten Mittel durch den Finanzminister ein
erfreulicher und überfälliger Schritt. Damit können die Planungen für
ein flächendeckendes, leistungsstarkes Breitbandnetz bundesweit und
auf Länderebene endlich konkretisiert werden", sagt Kärntens
Landeshauptmann Peter Kaiser, derzeit auch Vorsitzender der
Landeshauptleutekonferenz.
Nach den Planungen, Kärnten wird den Masterplan Breitband 2020 bis
Ende 2014 abgeschlossen haben, können 2015 die Ausschreibungen und
2016 die Auftragsvergaben beginnen. Wie beim heutigen Gipfel, an dem
auch Infrastrukturministerin Doris Bures, Gmemeindebundpräsident
Helmut Mödlhammer, Tirols Landeshauptmann Günther Platter und
Vertreter der Telekommunikationsbranche teilnahmen, betont wurde,
werden die Bundesmittel durch die Kommunikationsanbieter verdoppelt,
die Länder müssen ihrerseits als Co-Finanziers auftreten. Die Höhe
der Mittel der Länder kann nun rechtzeitig in den Budgets festgelegt
werden. Landeshauptmann Kaiser regte beim Gipfel an, dass die in den
Bundesländern verantwortlichen Referenten in einer Konferenz die
entsprechenden Abstimmungen vorbereiten sollten.
Kaiser erinnert daran, dass die letzte Breitbandoffensive mit
31.12.2013 geendet hat und seitdem ein unproduktiver Leerlauf
geherrscht habe. "Gerade für den Wirtschafts- und
Unternehmensstandort Österreich mit seinen wie in Kärnten teils
herausfordernden topografischen Voraussetzungen ist es unerlässlich,
das vorhandene Breitbandnetz auszubauen und leistungsstärker zu
machen", macht Kaiser, der sich insbesondere bei Ministerin Bures für
ihr Engagement bedankt, deutlich. Nur mit Unterstützung des Ausbaus
durch die öffentliche Hand könne die digitale Kluft zwischen
städtischem und ländlichen Bereich aber auch vorhandene soziale
Kluften geschlossen werden.
"Schnelles, leistiungsfähiges Internet für und im ländlichen Bereich
ist ebenso eine wichtige Maßnahme gegen die Abwanderung von
Unternehmen und Menschen wie auch eine wichtige sozial- und
demokratiepolitische Aufgabe", erklärt Kaiser. Er betont, dass
Breitband eine Schlüsselinfrastruktur für Arbeitsplätze,
Neuansiedelungen und Erhaltung von Betrieben sei. In Zukunft sei mit
einem sich ändernden Arbeitsmarkt zu rechnen, der neue Möglichkeiten
und Notwendigkeiten bereit halte.
"Die Zahl grafischer und digitaler Unternehmen, die sich mit ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern via Internet vernetzen und die
vermehrt Arbeiten an mobilen Arbeitsplätzen ermöglichen, werden
steigen", sieht Kaiser große Chancen, auch ländliche Bereiche zu
stärken und attraktive Lebensbedingungen zu schaffen. Immerhin würde
laut anerkannten Studien Breitband-Investitionen in Höhe von 1,5
Miliarden in Österreich einen Beschäftigungseffekt von 64.200 neuen
Arbeitsplätzen bewirken.
(Schluss)
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