• 15.07.2014, 13:13:28
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Waffenruhe im Nahen Osten ist nur sinnvoll wenn Raketen der Hamas zerstört werden

Wien (OTS) - Es ist sehr bedauerlich wenn die österreichischen Grünen
bzw. deren außenpolitische Sprecherin meinen, den Israelis ginge es
um Rache oder um Vergeltung. Seit Israel den Gazastreifen zur Gänze
verlassen hat, inklusive der Räumung von 21 Siedlungen, haben die
Hamas 14.000 Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung
abgeschossen. Davon allein 1000 in der letzten Woche. Alle 10 Minuten
müssen in Israel Männer, Frauen und Kinder die Luftschutzkeller
aufsuchen um sich vor dem Hamas-Raketenterror in Sicherheit zu
bringen. Die militärischen Aktionen der Israelis haben nur einen
Hintergrund: das Raketenarsenal der Hamas, das hauptsächlich aus Iran
und Syrien stammt, zu zerstören und die Terrorisierung von 8,2
Millionen Israelis, Juden, Arabern und Christen zu beenden. Wenn die
Europäer, Amerikaner, Russen und UNO die Ruhe wirklich herstellen
wollen, müssen sie das Hamas-Raketenarsenal vernichten oder zumindest
aus Gaza entfernen, so wie sie es mit den Chemiewaffen in Syrien
getan haben. Tun sie das nicht, sondern verlangen sie nur einen
raschen Waffenstillstand, so sind das lediglich scheinheilige
Alibiaktionen. Bereits eine Woche später würde die Hamas mit ihrem
Terror gegen die israelische Bevölkerung fortfahren. Hat sie ja auch
in der Vergangenheit einen Waffenstillstand nicht eingehalten. Die
Hamas will - ich zitiere Christian Ortner - "das Vorhaben Adolf
Hitlers das jüdische Volk zu vernichten lediglich mit anderen Mitteln
zu Ende bringen."

Die Lösung des palästinensischen/israelischen Konflikts, eine
Zweistaatenlösung, könnte sehr rasch erfolgen. Weder die Siedlungen
noch die zukünftige Grenze oder Jerusalem sind das Problem. Israel
(70 - 80% seiner Bevölkerung) wünscht sich einen Staat für die Juden,
in dem 1,6 Millionen Araber als gleichberechtigte Bürger leben können
und ein Staat für die Palästinenser, in dem auch Juden als
gleichberechtigte Bürger leben können. Israel will
Sicherheitsgarantien, die nur durch die eigene Armee gewährleistet
sind und Israel will schließlich, dass ein Friedensvertrag auch eine
endgültige Streitbeilegung des 100-jahre alten Konflikts beinhaltet.

Die Palästinenser wollen einen palästinensischen Staat, der
"judenrein" sein muss, die Rückkehr von Millionen Palästinensern nach
Israel, keine Konfliktbeendigung und keine Sicherheitsgarantie durch
israelisches Militär in der Jordansenke.

Im Übrigen ist der Nahe Osten nicht Europa. Wer die Videobotschaft
der ISIS sieht, wo Moslems anderen Moslems die Köpfe abschlagen und
sich dabei in Jubelpose werfen, wird rasch verstehen, dass es einen
fundamentalen Unterschied zwischen christlich-jüdischen Werten und
den Islamisten á la ISIS, Hamas und Co. gibt. Diese Kluft ist nicht
mit europäischen Maßnahmen der Menschlichkeit, des Humanismus und der
Demokratie zu überbrücken.

Dr. Ariel Muzicant
Vizepräsident des European Jewish Congress

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