Waffenruhe im Nahen Osten ist nur sinnvoll wenn Raketen der Hamas zerstört werden

Wien (OTS) - Es ist sehr bedauerlich wenn die österreichischen Grünen bzw. deren außenpolitische Sprecherin meinen, den Israelis ginge es um Rache oder um Vergeltung. Seit Israel den Gazastreifen zur Gänze verlassen hat, inklusive der Räumung von 21 Siedlungen, haben die Hamas 14.000 Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung abgeschossen. Davon allein 1000 in der letzten Woche. Alle 10 Minuten müssen in Israel Männer, Frauen und Kinder die Luftschutzkeller aufsuchen um sich vor dem Hamas-Raketenterror in Sicherheit zu bringen. Die militärischen Aktionen der Israelis haben nur einen Hintergrund: das Raketenarsenal der Hamas, das hauptsächlich aus Iran und Syrien stammt, zu zerstören und die Terrorisierung von 8,2 Millionen Israelis, Juden, Arabern und Christen zu beenden. Wenn die Europäer, Amerikaner, Russen und UNO die Ruhe wirklich herstellen wollen, müssen sie das Hamas-Raketenarsenal vernichten oder zumindest aus Gaza entfernen, so wie sie es mit den Chemiewaffen in Syrien getan haben. Tun sie das nicht, sondern verlangen sie nur einen raschen Waffenstillstand, so sind das lediglich scheinheilige Alibiaktionen. Bereits eine Woche später würde die Hamas mit ihrem Terror gegen die israelische Bevölkerung fortfahren. Hat sie ja auch in der Vergangenheit einen Waffenstillstand nicht eingehalten. Die Hamas will - ich zitiere Christian Ortner - "das Vorhaben Adolf Hitlers das jüdische Volk zu vernichten lediglich mit anderen Mitteln zu Ende bringen."

Die Lösung des palästinensischen/israelischen Konflikts, eine Zweistaatenlösung, könnte sehr rasch erfolgen. Weder die Siedlungen noch die zukünftige Grenze oder Jerusalem sind das Problem. Israel (70 - 80% seiner Bevölkerung) wünscht sich einen Staat für die Juden, in dem 1,6 Millionen Araber als gleichberechtigte Bürger leben können und ein Staat für die Palästinenser, in dem auch Juden als gleichberechtigte Bürger leben können. Israel will Sicherheitsgarantien, die nur durch die eigene Armee gewährleistet sind und Israel will schließlich, dass ein Friedensvertrag auch eine endgültige Streitbeilegung des 100-jahre alten Konflikts beinhaltet.

Die Palästinenser wollen einen palästinensischen Staat, der "judenrein" sein muss, die Rückkehr von Millionen Palästinensern nach Israel, keine Konfliktbeendigung und keine Sicherheitsgarantie durch israelisches Militär in der Jordansenke.

Im Übrigen ist der Nahe Osten nicht Europa. Wer die Videobotschaft der ISIS sieht, wo Moslems anderen Moslems die Köpfe abschlagen und sich dabei in Jubelpose werfen, wird rasch verstehen, dass es einen fundamentalen Unterschied zwischen christlich-jüdischen Werten und den Islamisten á la ISIS, Hamas und Co. gibt. Diese Kluft ist nicht mit europäischen Maßnahmen der Menschlichkeit, des Humanismus und der Demokratie zu überbrücken.

Dr. Ariel Muzicant
Vizepräsident des European Jewish Congress

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