Neues Volksblatt: "Bauastellen" (von Herbert Schicho)

Ausgabe vom 14. Juli 2014

Linz (OTS) - Sommer ist Baustellenzeit. Und während er für Schüler und Lehrer auch Ferienzeit ist, ist in der Schulpolitik Durcharbeiten angesagt. Der Grund sind die vielen Baustellen im System. Übermorgen beginnt die Expertengruppe zu tagen, die Verbesserungen in der Schulverwaltung erarbeiten soll. Ziel ist, Doppelgleisigkeiten zwischen Bund und Ländern abzubauen. Aber nicht nur in der Verwaltung hapert es. Selbst die Wiener Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl rät ihrer SPÖ-Parteikollegin Heinisch-Hosek das Konzept der Neuen Mittelschule zu überdenken. Nur zur Erinnerung: Heinisch-Hoseks Vorgängerin als Schulministerin, Claudia Schmied, hatte die Neue Mittelschule eingeführt, weil es in den städtischen Hauptschulen -vor allem in Wien - kriselte. Nach einem kurzen und nicht evaluierten Probelauf wurde dieser Schultyp flächendeckend vorgeschrieben. Aus einem regionalen Problem wurde so ein bundesweites Problem. Die Erfolge stellten sich bisher noch nirgends ein.
Dass nun auch die SPÖ-Politikerin Brandsteidl ihr Wiener Modell der Neuen Mittelschule forciert und so auf die regionale Karte setzt, macht Hoffnung. Denn klar ist, dass man gerade in der Schulpolitik nicht alles über einen Kamm scheren, sondern maßgeschneiderte Lösungen vor Ort suchen soll. Auch in der Schulverwaltung sollte daher versucht werden, möglichst viel Kompetenz und Verantwortung in die Region zu bekommen.

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