PVÖ-Todt: Pflegepreis 2014 wichtige Anerkennung für stille HeldInnen des Alltags

PVÖ fordert: Rechtsanspruch auf Pflegekarenz, Erhöhung des Pflegegelds, bundesweit einheitliche Standards und flächendeckenden Ausbau der Betreuung

Wien (OTS) - BR Reinhard Todt, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) begrüßt die Initiative "Österreichischer Pflege- und Betreuungspreis 2014". Dieser Preis wurde von der Volkshilfe Österreich im Jahr 2006 ins Leben gerufen um das Engagement pflegender Angehöriger und ehrenamtlicher HelferInnen zu würdigen. "Der Pflege- und Betreuungspreis ist eine wichtige Anerkennung, die die Leistungen der stillen HeldInnen des Alltags würdigt und vor den Vorhang holt. Und er trägt dazu bei, das Thema 'Pflege' in der Öffentlichkeit noch stärker präsent zu machen. Das ist wichtig und notwendig. Denn Pflege wird in jeder Familie irgendwann ein Thema sein, Pflege betrifft uns alle", betont der PVÖ-Generalsekretär.

Laut aktueller Prognosen wird sich - bedingt durch die Demographie - die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Österreich bis 2050 auf 900.000 verdoppeln. "Aktuell werden etwa 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Österreich zu Hause durch Angehörige betreut. Diese Personen, die sich so aufopfernd um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern, müssen bestmöglich unterstützt und abgesichert werden", erklärt Todt. "Mit der Möglichkeit auf Pflegekarenz und Pflegeteilzeit wurde hier in diesem Jahr ein wichtiger Lückenschluss erreicht! Dass es nun möglich ist - gerade für die schwierige erste Phase, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird - bei voller sozialrechtlicher Absicherung seine Arbeitszeit für drei Monate zu reduzieren oder sich vom Job karenzieren zu lassen, ist eine wichtige Stütze in einer schweren Zeit", so der PVÖ-Generalsekretär.

Für den Pensionistenverband als größte und mitgliederstärkste Interessensvertretung der älteren Generation steht aber fest, dass es noch weitere Schritte braucht. Daher fordert der PVÖ eine Erweiterung der Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige durch u.a. den Rechtsanspruch auf Pflegekarenz, eine Anhebung des Pflegegelds, bundesweit einheitliche Betreuungsstandards, den Ausbau der stationären und mobilen Dienste, Tagesbetreuungseinrichtungen sowie der Nacht- und Wochenend-Pflegeangebote. Denn, wie Todt abschließend betont: "Österreichs Pflegesystem gehört zu den besten weltweit! Und damit das auch so bleibt, müssen wir es an die künftigen Erfordernisse anpassen. Damit alle Menschen, die in Österreich Pflege benötigen und alle pflegenden Angehörigen, die Unterstützung brauchen, diese - unabhängig von ihrem Wohnort oder ihrer finanziellen Situation - in bester Qualität vorfinden. Denn Pflege geht uns alle an", so PVÖ-Generalsekretär Todt abschließend. Info: Unter http://pflegepreis.at/jetzt-bewerben/ können Bewerbungen für den "Österreichischen Pflege- und Betreuungspreis 2014" in vier unterschiedlichen Kategorien ("Pflegende Angehörige", "Ehrenamtliche Helfer", "Unternehmen" und "Pflegende Kinder und Jugendliche") eingereicht werden.

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Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Vockenhuber, Bakk.
Tel.: 01/313 72 31
E-Mail: susanne.vockenhuber@pvoe.at

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