- 11.07.2014, 14:48:47
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Temelin - Risiko nach wie vor unkalkulierbar
Freistadt (OTS) - Im Atomkraftwerk Temelin hat es neuerlich einen
Störfall gegeben und der Reaktor im Block 2 musste abgeschaltet
werden. Nach Angaben des Betreibers ist der nicht geklärte Ausfall
einer Kühlpumpe der Grund für die Abschaltung. Das Anti Atom Komitee
fordert von der Bundesregierung endlich Aktivitäten zur Abschaltung
dieses nach wie vor unkalkulierbare Risikos.
Den ersten Informationen zufolge gab es einen Defekt an einer
Wasserpumpe, die für die Kühlung sicherheitsrelevanten Anlagenteilen
verwendet wird.
"Bedenklich ist vor allem, dass nicht bekannt ist, was der Grund
für den Ausfall dieser wichtigen Pumpe ist, ohne die das AKW nicht
betrieben werden darf", so Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee in
einer ersten Reaktion auf den neuerlichen Störfall.
"Auch wenn diesmal der nicht radioaktive Teil des AKW betroffen
ist, stellt dies einen nicht zu unterschätzenden Zwischenfall dar,
der derart enorme Auswirkungen hat, dass der Reaktor abgeschaltet
werden muss", so Manfred Doppler weiter.
Jede Notabschaltung hat natürlich auch Auswirkungen auf den
radioaktiven Primärkreislauf des AKW, denn sie bringt enorme
Materialbelastungen des Reaktors mit sich. Auch wenn Tschechien diese
Störfälle von den Tschechen im Rahmen des bilateralen
Informationsabkommens gemeldet werden müssen, hilft uns das im
Ernstfall herzlich wenig.
"Wir können nicht oft genug betonen, Temelin ist nach wie vor ein
unkalkulierbares Risiko, das jederzeit Realität werden kann. Das
Anti Atom Komitee fordert von Kanzler Faymann und Vizekanzler
Spindelegger auf, endlich gegen diese ständige Bedrohung tätig zu
werden und die Abschaltung zu verlangen, denn wenn der Ernstfall
eingetreten ist, dann ist es zu spät", so Manfred Doppler
abschließend.
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