• 11.07.2014, 10:00:55
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OeNB gratuliert Dr. Klaus Liebscher zum 75. Geburtstag!

Wien (OTS) - Dr. Klaus Liebscher, Gouverneur im Ruhestand, feiert am
12. Juli seinen 75. Geburtstag, zu dem die Oesterreichische
Nationalbank (OeNB) ihm sehr herzlich gratuliert. Dr. Liebscher war
ab dem Jahr 1995 Präsident der OeNB. Mit der Errichtung der
Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 1998, folgte die Ernennung zum
Gouverneur der OeNB. Gleichzeitig wurde er auch Mitglied des
EZB-Rates. Diese Funktionen übte er bis zum Antritt seines
Ruhestandes im Jahr 2008 aus.
Den am 12. Juli 1939 in Wien geborenen, studierten Juristen führte
seine berufliche Laufbahn zunächst in die Raiffeisen Zentralbank
Österreich AG, deren Generaldirektor er in den Jahren 1988 bis 1995
war. Neben Aufsichtsratsfunktionen in zahlreichen heimischen Banken
und Unternehmen, war er Anfang der 1990er-Jahre Präsident der Wiener
Börsekammer und später in seiner Funktion als Gouverneur der OeNB
Vertreter im Gouverneursrat der Bank für Internationalen
Zahlungsausgleich (BIZ) sowie Österreichischer Gouverneur beim
Internationalen Währungsfond (IWF).
In die Amtszeit als Präsident bzw. Gouverneur der OeNB fällt die
Teilnahme Österreichs in der Währungsunion. Liebscher war somit
maßgeblich daran beteiligt, die Republik erfolgreich in die
Wirtschafts- und Währungsunion zu führen. Diese Tätigkeit gipfelte in
der erfolgreichen Einführung des Euro als Buchgeld im Jahr 1999 und
des Euro-Bargeldes im Jahr 2002. Die Einführung des Euro im Rahmen
einer stabilitätsorientierten Geld- und Wirtschaftspolitik hat Dr.
Liebscher stets als einen sehr wesentlichen und konstruktiven
Meilenstein im europäischen Integrationsprozess gesehen.
Seit November 2008 steht Dr. Liebscher der Finanzmarktbeteiligung AG
des Bundes (FIMBAG) vor und ist in dieser Position weiterhin
maßgeblich an der Stärkung und Sicherung des heimischen Finanzmarktes
beteiligt.
Nicht unerwähnt darf Dr. Liebschers Engagement in sozialen und
wissenschaftlichen Belangen bleiben. Als Vorsitzender der
Vermittlungskommission der überaus tragischen Brandkatastrophe in der
Gletscherbahn Kaprun konnte er eine Einigung im Sinne der Angehörigen
der Opfer herbeiführen. Als Präsident der Österreichischen
Gesellschaft für Europapolitik engagiert er sich auch weiterhin für
die europäische Integration und bringt seinen Erfahrungsschatz ein.
Seit 2004 wird der nach ihm benannte "Klaus Liebscher Preis" im
Rahmen der Volkswirtschaftlichen Tagung der OeNB verliehen. Der Preis
in Höhe von 20.000 Euro wird jährlich an zwei herausragende
wissenschaftliche Arbeiten zu Themen der WWU bzw. der europäischen
Integration vergeben.

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