OeNB gratuliert Dr. Klaus Liebscher zum 75. Geburtstag!

Wien (OTS) - Dr. Klaus Liebscher, Gouverneur im Ruhestand, feiert am 12. Juli seinen 75. Geburtstag, zu dem die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ihm sehr herzlich gratuliert. Dr. Liebscher war ab dem Jahr 1995 Präsident der OeNB. Mit der Errichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 1998, folgte die Ernennung zum Gouverneur der OeNB. Gleichzeitig wurde er auch Mitglied des EZB-Rates. Diese Funktionen übte er bis zum Antritt seines Ruhestandes im Jahr 2008 aus.
Den am 12. Juli 1939 in Wien geborenen, studierten Juristen führte seine berufliche Laufbahn zunächst in die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, deren Generaldirektor er in den Jahren 1988 bis 1995 war. Neben Aufsichtsratsfunktionen in zahlreichen heimischen Banken und Unternehmen, war er Anfang der 1990er-Jahre Präsident der Wiener Börsekammer und später in seiner Funktion als Gouverneur der OeNB Vertreter im Gouverneursrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sowie Österreichischer Gouverneur beim Internationalen Währungsfond (IWF).
In die Amtszeit als Präsident bzw. Gouverneur der OeNB fällt die Teilnahme Österreichs in der Währungsunion. Liebscher war somit maßgeblich daran beteiligt, die Republik erfolgreich in die Wirtschafts- und Währungsunion zu führen. Diese Tätigkeit gipfelte in der erfolgreichen Einführung des Euro als Buchgeld im Jahr 1999 und des Euro-Bargeldes im Jahr 2002. Die Einführung des Euro im Rahmen einer stabilitätsorientierten Geld- und Wirtschaftspolitik hat Dr. Liebscher stets als einen sehr wesentlichen und konstruktiven Meilenstein im europäischen Integrationsprozess gesehen.
Seit November 2008 steht Dr. Liebscher der Finanzmarktbeteiligung AG des Bundes (FIMBAG) vor und ist in dieser Position weiterhin maßgeblich an der Stärkung und Sicherung des heimischen Finanzmarktes beteiligt.
Nicht unerwähnt darf Dr. Liebschers Engagement in sozialen und wissenschaftlichen Belangen bleiben. Als Vorsitzender der Vermittlungskommission der überaus tragischen Brandkatastrophe in der Gletscherbahn Kaprun konnte er eine Einigung im Sinne der Angehörigen der Opfer herbeiführen. Als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik engagiert er sich auch weiterhin für die europäische Integration und bringt seinen Erfahrungsschatz ein. Seit 2004 wird der nach ihm benannte "Klaus Liebscher Preis" im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Tagung der OeNB verliehen. Der Preis in Höhe von 20.000 Euro wird jährlich an zwei herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu Themen der WWU bzw. der europäischen Integration vergeben.

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