FPÖ-Neubauer: Protest! Faschistische Symbole haben in Südtirol nichts verloren!

"Eine Leuchtschrift auf dem Mussolini-Relief in Bozen ist als Vergangenheitsbewältigung ungenügend."

Wien (OTS) - "Es ist bezeichnend für den italienischen Staat und die mutlose Bozener Stadtregierung, dass man sich für das Anbringen einer Leuchtschrift entschieden hat, um das faschistische Mussolini-Relief am Bozener Finanzamtsgebäude vermeintlich zu entschärfen", stellt heute der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

Solange faschistische Symbole, welcher Art auch immer, auf öffentlichen Plätzen in Italien sichtbar seien, könne von einer Entschärfung ja wohl keine Rede sein. Im dritten Jahrtausend haben Symbole, die einen Faschisten verherrlichen, der unsagbares Leid über Millionen von Menschen gebracht hat, nichts mehr zu suchen, betont Neubauer. Dass man in Italien nicht im Stande sei, diese Relikte unwiderruflich zu entfernen, zeige, dass der Staat Italien den Willen zur endgültigen Aufarbeitung und Distanzierung vom Faschismus in jeder Form vermissen lasse. Das sei eines demokratisch orientierten Staates und Mitgliedes der Europäischen Union unwürdig. "Für die Südtiroler Bevölkerung ist die ständige Omnipräsenz des Ausdrucks des Faschismus durch faschistische Relikte eine besondere Demütigung, hatte gerade sie doch in hohem Maße in dieser Zeit darunter zu leiden", so Neubauer.

Hier zeige sich wieder einmal besonders deutlich, dass die deutsche und ladinische Bevölkerung in Südtirol im italienischen Staat sehr schlecht aufgehoben und dass es heute wichtiger denn je sei, dass Österreich als Schutzmacht die Situation südlich des Brenner genauestens beobachte und gegebenenfalls auch mutig genug sei, einzuschreiten. "Die Gewährung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler wäre ein erster wichtiger Schritt, um eine bessere Verhandlungsbasis im Rahmen der Ausübung unserer Schutzfunktion zu erreichen. Ich appelliere daher an alle im Parlament vertretenen Parteien, dieses wichtige Anliegen nicht weiter zu blockieren. Weiters richte ich an den Südtiroler Landeshauptmann Dr. Kompatscher die Bitte, sich mit diesem Ergebnis in Bezug auf faschistische Relikte in Südtirol nicht zufrieden geben zu wollen", so Neubauer.

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