Karlheinz Töchterle: Einwerben von Drittmitteln erfordert hohes Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten

Drittmittel-Debatte unter Transparenz- und Ethik-Aspekten führen - Wissenschaftler nicht voreilig verurteilen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher Dr. Karlheinz Töchterle begrüßt es grundsätzlich, wenn Hochschulen und Forschungseinrichtungen Drittmittelprojekte einwerben und damit auch zusätzliche Forschungsmittel lukrieren. Klarerweise entlassen Drittmittel den Staat keinesfalls aus seiner Verantwortung:
"Drittmittel sind ein Zusatz, kein Ersatz." Dass der Bund um eine entsprechende öffentliche Dotierung bemüht sei, zeige sich an mehreren Beispielen, wie etwa jüngst auch an der in budgetär schwierigen Zeiten gesicherten Finanzierung für die Grundlagenforschung: solide Budgetierung des Wissenschaftsfonds FWF, Budgetplus von 16 Millionen Euro jährlich bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie steigender Budgetpfad am Institute of Science and Technology (ISTA). Nächster Schritt müsse die Aufstockung der Mittel für die Hochschulen sein, unterstützt Töchterle die Anliegen der Universitäten und Fachhochschulen und des zuständigen Ministers.

Das Thema Drittmittel müsse jedenfalls auch unter Transparenz- und Ethik-Aspekten und gemeinsam mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen diskutiert werden, so Töchterle weiter. Das Einwerben von Drittmitteln hat immer - und das zeigt der aktuelle Anlass besonders deutlich - auch gesellschaftspolitische Implikationen und erfordert hohes Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten, betont Töchterle. Der ÖVP-Wissenschaftssprecher spricht sich für "größtmögliche Transparenz" und "der Grundlagenforschung gerecht werdende Unabhängigkeit" aus, plädiert aber auch, Wissenschaftler und Hochschulen nicht voreilig zu verurteilen. Zu dem zuletzt stark diskutierten militärischen Aspekt hält Töchterle abschließend fest: Dass Grundlagenforschung, obwohl sie dies ihrem Wesen nach niemals intendiert, in Folge auch militärische Relevanz bekommen kann, sei schwer auszuschließen, das zeigen Beispiele seit Archimedes. "Entscheidend sind nicht nur Forschungsergebnisse, sondern auch der verantwortungsvolle Umgang damit."
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