Nationalrat - Heinzl: Sofortige, totale und bedingungslose Abrüstung

Jede einzelne Atomwaffe stellt eine reale Gefahr für Menschen dar

Wien (OTS/SK) - Im Bezug auf Atomwaffen gebe es sicherheitspolitisch nur eine richtige Antwort: "Sofortige, totale und bedingungslose Abrüstung", bestärkte SPÖ-Abgeordneter Anton Heinzl heute im Nationalrat das Engagement der österreichischen Bundesregierung für Abrüstung und gegen Atomwaffen. "Man braucht nicht von den schlimmsten möglichen Szenarien eines Atomkrieges auszugehen, um sich darüber im Klaren zu sein, dass jede Atomwaffe eine zu viel ist und eine reale Gefahr für die gesamte Menschheit darstellt", betonte Heinzl. ****

Österreich stehe der Atomkraft auch für den zivilen Nutzen ablehnend gegenüber und vertrete diese Haltung auch international. "Wir sind mit dieser wichtigen Botschaft nicht allein", sagte Heinzl und verwies auf Norwegen und Mexiko, die stark bemüht seien, dass die Bedingungen des Atomwaffensperrvertrags von allen Staaten akzeptiert und umgesetzt werden. Die angekündigte Konferenz im Dezember zu den humanitären Folgen von Atomwaffen sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien und friedlicheren Welt.

Am 16. Juli 1944 wurde in den USA die erste Atombombe im Rahmen des "Manhattan-Projektes" gezündet. Vier Wochen später wurden Hiroshima und Nagasaki durch Atombomben völlig vernichtet. 10.000 Menschen leiden bis heute an den Strahlen. Die Sprengkraft von "Little Boy" sei jedoch bei weitem niedriger gewesen, als bei jenen Atombomben, die in den letzten Jahren entwickelt wurden. Berechnungen gehen davon aus, dass es um die 50 Atombomben wie in Hiroshima bräuchte, um die Menschheit und sämtliche Pflanzen und Tiere durch einen nuklearen Winter auszurotten. Derzeit gebe es weltweit ca. 17.000 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Die Sorge, dass ein Atomsprengkopf in die falschen Hände fällt, sei nicht die einzige Gefahr: "Technische Systeme können versagen, es kann zu einem Unfall kommen oder Überwachungssysteme reagieren einfach falsch, wie es bereits 1983 in der UdSSR passiert ist", erklärte Heinzl. (Schluss) tg

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