• 04.07.2014, 12:02:44
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Medizinstudium: FPÖ-Karlsböck fordert Herkunftslandprinzip statt "Knock-out-Prüfungen"

Freier Hochschulzugang muss gewahrt bleiben

Utl.: Freier Hochschulzugang muss gewahrt bleiben =

Wien (OTS) - Der freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr.
Andreas F. Karlsböck, nimmt den heutigen Beginn der Aufnahmetests
für das Studium der Medizin und Zahnmedizin an der Medizinischen
Universität Wien unter der Patronanz der zuständigen Vizerektorin für
Lehre, Gender & Diversity, Univ.-Prof. Dr. Karin Gutiérrez-Lobos, zum
Anlass, erneut die Verankerung des "Herkunftslandprinzips" als
einzige Alternative zur Eindämmung der Studierendenschwemme
einzufordern.

Statt undifferenzierte "Knock-out-Prüfungen" an den Beginn des
Studiums zu stellen, die nur wenig über die fachliche und persönliche
Eignung der potentiellen Bewerber aussagten, vor allem aber dem
freien Universitätszugang widersprächen, sollte man sich, so
Karlsböck, lieber Gedanken darüber machen, warum das Medizinstudium
so überlaufen sei. "Es muss Schluss sein mit der Benachteiligung
jener österreichischen Jugendlichen, die ein Studium der Humanmedizin
beginnen wollen", fordert Karlsböck.

Die bisherigen Maßnahmen zur Beschränkung des Universitätszugangs
hätten in erster Linie österreichische Studierende getroffen, während
der Anteil der ausländischen Studienanfänger von 25 Prozent im
Wintersemester 2000/01 auf 33,7 Prozent im Wintersemester 2008/09
gestiegen sei. Um dem ungebremsten Ansturm ausländischer Studierender
an Österreichs Universitäten bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des
freien Hochschulzugangs Herr zu werden, sei im Sinne von
Studiengerechtigkeit und Ausbildungsqualität vielmehr eine
nachhaltige und gerechte Alternative anzustreben, die nur in der
Verankerung des Herkunftslandprinzips liegen könne, das sich bereits
bei der EU-Dienstleistungsrichtlinie bewährt habe, betont der
freiheitliche Wissenschaftssprecher.

Die fragwürdigen Aufnahmetests würden "Numerus-Clausus-Flüchtlinge"
aus Deutschland und heimische Studienanfänger über einen Kamm scheren
und hätten zudem wenig Aussagekraft. In einer einzigen
"Monsterprüfung" werde für immer über die berufliche Zukunft junger
Menschen entschieden und ihnen die Chance genommen, ihre Eignung für
den Arztberuf während einer längeren, intensiven Eingewöhnungsphase
in die medizinische Lebenswelt zu erproben und unter Beweis zu
stellen, so Karlsböck.

Im Übrigen sei es völlig unverständlich, so Karlsböck, dass in
Österreich Personen wie Gutiérrez-Lobos, die bereits das legendäre
Chaos rund um die "gegenderten" Aufnahmetests, welche die Gerichte
noch immer beschäftigten, oder die Implementierung des
"Klinisch-Praktischen Jahres" ohne vorherige Abklärung der
Praktikums-Plätze zu verantworten hätten, sich immer noch auf Kosten
der Zukunft von Studierenden in Szene setzen dürften. "Höchste Zeit,
dass wir Freiheitliche Regierungsverantwortung übernehmen", betonte
Karlsböck, "denn dann gäbe es weder Platz für solche an
Selbstüberschätzung leidende Personen noch für ihre der persönlichen
Profilierung dienenden Schildbürgerstreiche."

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