Medizinstudium: FPÖ-Karlsböck fordert Herkunftslandprinzip statt "Knock-out-Prüfungen"

Freier Hochschulzugang muss gewahrt bleiben

Wien (OTS) - Der freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, nimmt den heutigen Beginn der Aufnahmetests für das Studium der Medizin und Zahnmedizin an der Medizinischen Universität Wien unter der Patronanz der zuständigen Vizerektorin für Lehre, Gender & Diversity, Univ.-Prof. Dr. Karin Gutiérrez-Lobos, zum Anlass, erneut die Verankerung des "Herkunftslandprinzips" als einzige Alternative zur Eindämmung der Studierendenschwemme einzufordern.

Statt undifferenzierte "Knock-out-Prüfungen" an den Beginn des Studiums zu stellen, die nur wenig über die fachliche und persönliche Eignung der potentiellen Bewerber aussagten, vor allem aber dem freien Universitätszugang widersprächen, sollte man sich, so Karlsböck, lieber Gedanken darüber machen, warum das Medizinstudium so überlaufen sei. "Es muss Schluss sein mit der Benachteiligung jener österreichischen Jugendlichen, die ein Studium der Humanmedizin beginnen wollen", fordert Karlsböck.

Die bisherigen Maßnahmen zur Beschränkung des Universitätszugangs hätten in erster Linie österreichische Studierende getroffen, während der Anteil der ausländischen Studienanfänger von 25 Prozent im Wintersemester 2000/01 auf 33,7 Prozent im Wintersemester 2008/09 gestiegen sei. Um dem ungebremsten Ansturm ausländischer Studierender an Österreichs Universitäten bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des freien Hochschulzugangs Herr zu werden, sei im Sinne von Studiengerechtigkeit und Ausbildungsqualität vielmehr eine nachhaltige und gerechte Alternative anzustreben, die nur in der Verankerung des Herkunftslandprinzips liegen könne, das sich bereits bei der EU-Dienstleistungsrichtlinie bewährt habe, betont der freiheitliche Wissenschaftssprecher.

Die fragwürdigen Aufnahmetests würden "Numerus-Clausus-Flüchtlinge" aus Deutschland und heimische Studienanfänger über einen Kamm scheren und hätten zudem wenig Aussagekraft. In einer einzigen "Monsterprüfung" werde für immer über die berufliche Zukunft junger Menschen entschieden und ihnen die Chance genommen, ihre Eignung für den Arztberuf während einer längeren, intensiven Eingewöhnungsphase in die medizinische Lebenswelt zu erproben und unter Beweis zu stellen, so Karlsböck.

Im Übrigen sei es völlig unverständlich, so Karlsböck, dass in Österreich Personen wie Gutiérrez-Lobos, die bereits das legendäre Chaos rund um die "gegenderten" Aufnahmetests, welche die Gerichte noch immer beschäftigten, oder die Implementierung des "Klinisch-Praktischen Jahres" ohne vorherige Abklärung der Praktikums-Plätze zu verantworten hätten, sich immer noch auf Kosten der Zukunft von Studierenden in Szene setzen dürften. "Höchste Zeit, dass wir Freiheitliche Regierungsverantwortung übernehmen", betonte Karlsböck, "denn dann gäbe es weder Platz für solche an Selbstüberschätzung leidende Personen noch für ihre der persönlichen Profilierung dienenden Schildbürgerstreiche."

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