Umweltdachverband: Neuausrichtung ab 2015

- Umweltdachverband-Vorstand: grünes Licht für raschen Abschluss der Strategie "UWD 2020"

Wien (OTS) - Einberufung der Vollversammlung für 28.11.2014 in Hainburg beschlossen
- Umweltdachverband begrüßt Gründung der Umweltallianz

"Wirkungsvolle Umweltpolitik braucht motivierte Menschen und handlungsfähige Strukturen", so kommentiert Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident, den internen gestrigen Beschluss des Vorstandes des Umweltdachverbandes, die Neuausrichtung des UWD ab 2015 bis Jahresende zum Abschluss zu bringen. "Die Herausforderungen in der Umwelt- und Naturschutzpolitik in Österreich und Europa werden immer größer. Früher war es auch schwierig, Umwelt- und Naturschutzpolitik zu machen. Zumindest die Gegner sowie die politischen Hebel waren aber klar. Heute muss man genauer recherchieren, um Ökoschmähaktionen enttarnen zu können. Das eigene Haus nur außen grün anzustreichen reicht nicht. Die Ursachen für den anhaltenden Schwund an Arten, Lebensräumen und Landschaften können nicht mehr Einzelvorhaben oder einzelnen Politiken zugeschrieben werden, sondern sind im Zusammenspiel unseres maroden Wirtschafts-und Steuerungssystems zu sehen, dass mittlerweile dem Menschen nicht mehr nutzt, sondern schadet, wie die Verhandlungen rund um die Abkommen TTIP und TISA zeigen. Eine wirkungsvolle Umwelt-NGO-Politik muss diesen Umständen Rechnung tragen. Die Vollversammlung des Umweltdachverbandes hat daher bereits im Juni 2013 anlässlich seines 40-jährigen Bestehens den Startschuss für einen Strategieprozess ,Umweltdachverband (UWD) 2020' gegeben. Der gestrige Beschluss des Vorstandes, den UWD-Strategieprozess mit einer Vollversammlung am 28. November 2014 abzuschließen, ist ein klares Signal", so Heilingbrunner.

UWD-Jahrestagung: 30 Jahre Hainburg

"Die Neuausrichtung des Umweltdachverbandes fällt mit einem denkwürdigen Datum zusammen: 30 Jahre nach der Besetzung der Hainburger Au wollen wir ein Zeichen setzen für eine neue und wirkungsvolle Umweltpolitik. Das ist unser gesellschaftlicher Auftrag", so Heilingbrunner. Zentrales Handlungsfeld ist dabei auch die Bündelung der Kräfte und die Solidarität der Umweltszene, die in der Vergangenheit zu wünschen übrig ließ.

UWD unterstützt Umweltallianz

"Die neu gegründete Umweltallianz, der einige Mitgliedsorganisationen des Umweltdachverbandes sowie des Ökobüros angehören, begrüße ich ausdrücklich, da es meines Erachtens nicht genug Allianzen im Umwelt-und Naturschutzbereich geben kann", betont Heilingbrunner. Wichtig bei jeder Umweltallianz ist, dass dadurch ein spürbares Mehr an Umwelt- und Naturschutz erreicht wird. Das Vorbild der Green 10 auf europäischer Ebene hat gezeigt, dass Umweltorganisationen bei guter Strukturierung der Arbeit an den Zielen auch durch eine lose Zusammenarbeit zu einem effektiven und wichtigen Faktor in der europäischen Umweltpolitik werden können. Möglicherweise wird darin auch endlich der Keim für eine bessere Zusammenarbeit der Dachverbände Ökobüro und Umweltdachverband gelegt. Der Umweltdachverband ist dafür jedenfalls bereit", so Heilingbrunner abschließend.

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