- 01.07.2014, 12:39:10
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SVA: Entlastung und Fairness für unternehmerischen Mittelstand und erwerbstätige Pensionisten
SVA-Spitze ist sich einig: Selbständige sollen länger gesund leben

Utl.: SVA-Spitze ist sich einig: Selbständige sollen länger gesund
leben =
Wien (OTS) - "Die SVA ist eine starke Versichertengemeinschaft, die
Solidarität lebt und sich dem Wandel des Wirtschaftslebens anpasst.
Dazu gehört gerade in dieser Zeit, die soziale Absicherung auszubauen
und trotzdem jene zu entlasten, die den Wohlstand erwirtschaften und
Arbeitsplätze schaffen", so SVA-Obmann Christoph Leitl bei der
SVA-Pressekonferenz heute, Dienstag. Neben einem Rückblick auf drei
erfolgreiche Jahre, thematisierte die SVA-Spitze vor allem das Thema
Gesundheitsförderung und sprach sich für weitere Entlastungen und
mehr Fairness für Unternehmer aus.
Entlastung für unternehmerischen Mittelstand
Die SVA sei sich ihrer großen Verantwortung gegenüber den 750.000
Versicherten bewusst und habe in den vergangenen drei Jahren
gemeinsam mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer und
Gesundheitsminister Alois Stöger bereits dutzende Verbesserungen und
Leistungserweiterungen durchgesetzt. "Unsere nächsten Schritte gehen
in Richtung Entlastung und einem fairen Umgang mit den
Leistungsträgern", so Leitl.
Christoph Leitl stellte die weiteren Pläne der SVA vor, um mehr
Fairness für die Versichertengemeinschaft der Selbständigen zu
schaffen. "Die Mindestprämie für die Krankenversicherung muss an jene
der Unselbständigen angeglichen werden und die
Mindestbeitragsgrundlage von rund 700 auf etwa 500 Euro sinken. Das
bringt eine doppelte Entlastung und einen zusätzlichen Anreiz, weil
die Lohnnebenkosten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber geringer
ausfallen." Derzeit bezahlen Selbständige eine Mindestprämie in der
Krankenversicherung von 54 Euro, Unselbständige bezahlen 30 Euro.
Gleichzeitig solle die Höchstbeitragsgrundlage eingefroren werden.
"Diese Beitragsbremse soll verhindern, dass die Schere zwischen
Mindest- und Höchstprämien noch weiter aufgeht, denn schon jetzt
bezahlen die hohen Einkommensbezieher für die selbe Leistung bis zu
10-mal mehr, als kleine Einkommensbezieher", erklärt Peter McDonald,
SVA Obmann-Stv. Auch der demographischen Entwicklung müsse sich die
SVA anpassen: "Längeres Arbeiten soll sich lohnen. Derzeit bezahlen
aktive Pensionisten, die parallel noch beruflich aktiv sein wollen
volle Pensionsversicherungsbeiträge. Wir wollen Anreize statt
Bremsklötze und deshalb diese Beitragslast für aktive Senioren
abschaffen."
Die Erfahrungen mit dem neuen Krankengeld zeigen, dass die
Leistung schon früher einsetzen muss. "Selbständige sollen in Zukunft
bei langer Krankheit oder nach einem Unfall nicht erst nach der
sechsten Woche, sondern schon früher eine Unterstützungsleistung
erhalten. Ideal wäre - bei langer Krankheit - rückwirkend ab dem 1.
Tag", so Leitl.
Neben diesen beiden großen Entlastungsmaßnahmen für
Leistungsträger hat die SVA noch ein Bündel weiterer Maßnahmen, die
derzeit in den Wirtschaftsparlamenten zur Abstimmung kommen. Dazu
zählt etwa eine Flexibilisierung der Beitragsvorschreibung.
"Unternehmer sollen künftig selbst über eine flexible Herabstufung
oder Erhöhung der vorläufigen Beitragsgrundlage entscheiden können
und darüber, ob sie eine monatliche oder eine quartalsweise
Beitragsvorschreibung bevorzugen", so McDonald.
Für Obmann-Stv. Wilhelm Turecek ist die Weiterentwicklung von
Prävention und Vorsorge ein Schwerpunkt für 2014: "Der
Gesundheits-Check Junior soll österreichweit ausgerollt werden. Seit
Oktober 2013 läuft das Pilotprojekt erfolgreich in Wien und im
Burgenland und schließt eine Versorgelücke für Kinder und Jugendliche
zwischen 6 bis 17 Jahren." Es sei bereits viel erreicht worden, aber
für McDonald gilt nun: "wir wollen das Netz zur sozialen Absicherung
für die Selbständigen noch enger schnüren und die Unternehmer weiter
entlasten, damit sie sich voll und ganz auf Ihren Betrieb
konzentrieren können".
SVA - Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs
Selbständige und betreut als gesetzliche Krankenversicherung rund
750.000 Kunden, davon 370.000 aktiv Erwerbstätige, 140.000
Pensionisten und 233.000 Angehörige. Als gesetzliche
Pensionsversicherung ist die SVA für 390.000 Versicherte zuständig.
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