• 27.06.2014, 10:59:04
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Greenpeace: Politik muss Kontrolle über europäische Energiezukunft von Konzernen zurückerlangen

Aktion der Umweltschützer in unmittelbarer Nähe zu Staats-und Regierungschefs in Brüssel

Utl.: Aktion der Umweltschützer in unmittelbarer Nähe zu Staats-und
Regierungschefs in Brüssel =

Brüssel/Wien (OTS) - Die heute beim Europäischen Rat diskutierten
Pläne der EU-Kommission für die europäische Energiezukunft spielen
den großen europäischen Energiekonzernen wie E.ON, EDF, RWE und Shell
in die Hände und verlängern unnötig Europas Abhängigkeit von teuren,
schmutzigen und unsicheren Energieimporten. "Große Energiekonzerne
halten Europa abhängig von Öl, Gas und Kohle, um ihre eigenen
Interessen durchzusetzen. Die Staats- und Regierungschefs müssen sich
jetzt auf ambitionierte und verbindliche Klima- und Energieziele
festlegen und so die Kontrolle über die europäische Energiezukunft
von den Konzernen zurückerlangen", fordert Julia Kerschbaumsteiner,
Energiesprecherin von Greenpeace.

Trotz der verschärften Sicherheitsauflagen im Brüsseler EU-Viertel
konnten 35 Greenpeace-AktivistInnen aus sechs Ländern Kräne und
Bürogebäude erklettern, die sich in unmittelbarer Nähe zu den
Besprechungsräumen der EU-Spitzen befinden. Dabei haben sie drei
Riesenbanner mit Cartoons entrollt (erste Fotos finden Sie unter
diesem Link: http://bit.ly/1jTCtbn) mit dem Ziel, einen Brief an die
Regierungsspitzen zu übermitteln, in dem sie fordern, Europa von der
Abhängigkeit von schmutzigen und riskanten fossilen Energieträgern zu
befreien.

Große Energiekonzerne haben laut Greenpeace in der jüngsten
Vergangenheit massiv in fossile und nukleare Kapazitäten investiert
und kämpfen nun dagegen, dass Europa seine Energieversorgung auf
saubere und sichere Systeme umstellt. Verbesserte Energieeffizienz
und der Ausbau der Erneuerbaren Energie würde direkt ihre
Vorherrschaft am Markt angreifen, hätten jedoch wesentliche
ökologische und wirtschaftliche Vorteile.

Die EU importiert mehr als die Hälfte ihres Bedarfs an Öl, Gas und
Kohle von Drittstaaten. Etwa ein Drittel davon stammt aus Russland,
das erst kürzlich die Lieferungen an Europa über die Ukraine
eingestellt hat. "Der vorliegende EU-Plan zur Reduktion der
Importabhängigkeit von Russland würde allerdings nur diese
Abhängigkeit durch neue Abhängigkeiten, etwa von Saudi Arabien oder
Kanada ersetzen", so die Greenpeace-Sprecherin weiter.

Ein neuer Greenpeace-Report (Link zum Report: http://bit.ly/1lU5IPD)
zeigt, dass durch ambitioniertere Klima- und Energieziele eine
Reduktion der Importe von 40 Prozent ermöglicht und zugleich der
Klimawandel bekämpft werden könnte.

Erste Bilder der Aktion finden Sie unter diesem Link:
http://bit.ly/1jTCtbn
Weiteres Foto- und Videomaterial senden wir Ihnen gerne auf Anfrage
zu.

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