• 26.06.2014, 11:45:24
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Bundesrat - Posch-Gruska: Familien in den Mittelpunkt politischer Arbeit stellen

Lebensentwürfe von Familien unterstützen; Väterkarenz ausbauen

Utl.: Lebensentwürfe von Familien unterstützen; Väterkarenz ausbauen =

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesrätin Inge Posch-Gruska formulierte am
Donnerstag im Rahmen der Aktuellen Stunde im Bundesrat, dass es
Auftrag der Politik sei, "alle Lebensentwürfe von Familien zu
schätzen und zu unterstützen. Niemand von uns hat das Recht, über
eine Familienform zu richten. Wir müssen Familien in den Mittelpunkt
unserer Arbeit stellen und für alle Entwürfe die rechtlichen
Rahmenbedingungen schaffen, um ihre Kinder bestmöglich zu betreuen
und aufwachsen zu lassen", bringt es Posch-Gruska auf den Punkt.
Bezugnehmend auf sich wandelnde Familienentwürfe geht die Bundesrätin
auch auf die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen ein. "In
Österreich ist viel passiert, der Papamonat im öffentlichen Dienst
ist eine wichtige erste Errungenschaft gehört aber auch in der
Privatwirtschaft verwirklicht. Viel zu tun haben wir jedoch noch bei
der Ausweitung der Väterkarenz."****

"Gerade für Österreich gilt, dass wir eine große politische
Verantwortung für die Familien übernehmen und Kinderfreundlichkeit in
der Gesellschaft gewährleisten", fasst Posch-Gruska zusammen und
streicht hervor, dass es durchaus eine Herausforderung gewesen ist,
die 15A-Vereinbarung zu verhandeln und durchzusetzen. Allerdings
"zeigen die erhöhte Familienbeihilfe und deren nun monatliche
Auszahlung, dass wir es geschafft haben, hier die Interessen der
Familien zu wahren", resümiert die Bundesrätin.

Aufholbedarf gibt es laut Posch-Gruska bei den Schließungszeiten von
Kinderbetreuungseinrichtungen. Für diese gelten nun 45 statt 47
geöffnete Wochen pro Jahr. "Eltern haben Anspruch auf fünf Wochen
Urlaub pro Jahr, das bedeutet, für 47 Wochen Betreuung
sicherzustellen.

Als großen Erfolg wertet die Bundesrätin die Zuschüsse des Bundes, um
Betreuungsplätze auszubauen. "Nach Anpassungen stehen nun 305
Millionen Euro zur Verfügung, um Kinderbetreuungsplätze auszubauen
und 400 Millionen, um in die schulische Ganztagsbetreuung zu
investieren. Damit gewährleisten wir die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie, die für Kinder und Eltern notwendig ist", erklärt
Posch-Gruska. Auch die längeren Öffnungszeiten von
Betreuungseinrichtungen und die gemeindeübergreifenden Kooperationen
sind für Posch-Gruska Qualitäten, die die österreichische
Familienpolitik auszeichnen. Diese Kooperationen sowie ein besserer
Betreuungsschlüssel sind für die Bundesrätin "Gebote der Stunde".

Ein Herzensanliegen ist für Posch-Gruska die rechtliche Verankerung
von Kinderrechten. Diese sind in Österreich zum Teil bereits in der
Verfassung verankert. "Hier müssen wir weiter arbeiten", betont
Gruska, da Kinder Individuen seien, die mit allen Rechten
ausgestattet werden müssen. In diesem Zusammenhang verweist die
Bundesrätin auf eine Kampagne des Bundesrates aus dem Jahr 2012 mit
dem Titel "Kinderlärm ist Zukunftsmusik". Binnen kurzer Zeit wurden
2000 Unterschriften gesammelt, laut Posch-Gruska ein Zeichen dafür,
"dass sich viele Menschen dazu bekennen, dass es für Kinder notwendig
ist, auch einmal laut sein zu dürfen, um sich zu entwickeln". An
Fragen wie dieser müsse die österreichische Politik "dranbleiben", um
zu garantieren, "dass Österreich ein familienfreundlicher Standort
ist, sowohl für Eltern als auch für Kinder." (Schluss) up/kg

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