• 25.06.2014, 17:35:31
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Rasinger: Die Hausärzte sind für die ÖVP unverzichtbare erste Anlaufstelle

ÖVP-Gesundheitssprecher: Stöger lenkt bei Primärversorgungszentren ein

Utl.: ÖVP-Gesundheitssprecher: Stöger lenkt bei
Primärversorgungszentren ein =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der ursprüngliche Plan von Gesundheitsminister
Stöger, Hausärzte mittelfristig durch Primärversorgungszentren zu
ersetzen, wurde von der ÖVP entschieden abgelehnt: dies sei gegen die
Intentionen des Regierungsprogrammes, wo eindeutig mehrfach von der
Aufwertung des Hausarztes bzw. vom Hausarzt als erste Anlaufstelle
für die Patienten die Rede ist. Dieses Stöger█sche
Primärversorgungskonzept wäre ziemlich bürokratisch und wesentlich
teurer als die bisherige Versorgung geworden. "Das von Stöger selbst
als "Technokratenpapier" bezeichnete Modell ist damit erfolgreich
begraben worden", so ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger
heute, Mittwoch.

Durch die geplante Abschaffung der alleinigen Verantwortung des
Hausarztes für den medizinischen Prozess wären erhebliche
Unsicherheiten für den Patienten geschaffen worden, fuhr Rasinger
fort. "Wer wäre dann eigentlich für den Patienten verantwortlich
gewesen? Dies ist jetzt klar geregelt: nicht das ursprünglich
geplante Kernteam - dies hätte aus Arzt, diplomierter
Krankenpflegeperson und Ordinationshilfe bestanden - sondern der Arzt
bleibt für den medizinischen Prozess verantwortlich."

Ausländische Konzepte wie zum Beispiel in Finnland, wo medizinische
Versorgung nur mehr in derartigen Zentren erfolgt, haben den
Nachteil, dass Patienten nicht mehr immer wieder von ein und
demselben Arzt betreut werden, sondern von der gerade verfügbaren
Betreuungsperson (Arzt oder Krankenpflegeperson). Dadurch wäre die
vom Patienten in Österreich so sehr geschätzte individuelle Betreuung
gefährdet gewesen. Zentren bedeuten auch für ältere Menschen ohne
Auto, dass sie nicht mehr in Geh-Nähe ohne weiteres Betreuung finden
können. Dies hätte auch eine weitere Ausdünnung des ländlichen Raums
bedeutet und wäre somit ein weiterer wesentlicher Nachteil solcher
Zentren, führte Rasinger aus.

Die extreme Zufriedenheit der Österreicher mit ihren Hausärzten ist
für die ÖVP Auftrag, dieses System nicht zu zerstören, sondern
aufrecht zu halten. Rasinger: "Die ÖVP wehrt sich nicht gegen neue
Modellversuche, wie sie jetzt auch möglich werden. Die ÖVP ist aber
dafür, das bewährte Hausarztsystem in Österreich beizubehalten. Es
spricht überhaupt nichts dagegen, dass man bei der Patientenbetreuung
verstärkt mit anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten kann und soll."

Nachdem es in Deutschland und in der Schweiz in absehbarer Zeit zu
einem eklatanten Hausarztmangel kommt, ist Eile geboten, den
Hausarztberuf generell zu attraktivieren. Ziel der ÖVP ist es,
entsprechend dem Regierungsprogramm in möglichst jeder
österreichischen Gemeinde hausärztliche Betreuung vor allem für die
älteren und chronisch Kranken möglich zu machen. Daher müssen wir
dringend den Beruf interessanter zu machen, so etwa mit Ermöglichung
der Lehrpraxis, Aufwertung der Gruppenpraxis bzw. Teilung von
Kassenverträgen für Frauen, ein verbessertes Leistungsspektrum etc..
"Die ÖVP wird alles tun, dass der Hausarzt kein Auslaufmodell ist,
sondern ein Erfolgsmodell bleibt", schloss Rasinger.
(Schluss)

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