• 25.06.2014, 14:10:39
  • /
  • OTS0194 OTW0194

Greenpeace erfreut: Nationalrat stimmt für ambitionierte und verbindliche Klima- und Energieziele in Europa

Parlamentarischer Beschluss stellt österreichischen Konsens für europäische Energiewende her

Utl.: Parlamentarischer Beschluss stellt österreichischen Konsens
für europäische Energiewende her =

Wien (OTS) - Einen Tag vor dem Gipfel der europäischen Staats- und
Regierungschefs in Brüssel, bei dem die Diskussion um die
europäischen Klima- und Energieziele weiter vorangetrieben wird, hat
der Nationalrat am Mittwoch ein klares Signal für die Verhandlungen
gesetzt: In einem gemeinsamen Antrag stimmten die Abgeordneten von
SPÖ, ÖVP, Grünen, dem Team Stronach und den Neos einem Antrag zu, der
ambitionierte und national verbindliche Klima- und Energieziele für
Europas Energiezukunft vorsieht. "Mit dem Beschluss kann
Bundeskanzler Werner Faymann jetzt gestärkt zu den Verhandlungen
fahren. Der Kanzler muss diesen Rückenwind nun nutzen, um die Allianz
für eine europäische Energiewende zu erweitern und zu stärken",
fordert Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin von Greenpeace,
als nächsten Schritt.

Der Antrag, der von den Regierungsparteien eingebracht wurde, fordert
von den EU-EntscheidungsträgerInnen, sich im Prozess um die
Festlegung von Klima- und Energiezielen bis 2030 für den Abbau der
Energieabhängigkeit einzusetzen. Dies dürfe allerdings nicht zum
Anlass genommen werden, Atomkraft oder Schiefergas in Europa
aufzuwerten. Auch der Kohle-Anteil in Europa solle nicht steigen,
heißt es im Antrag. Stattdessen versteht der österreichische
Nationalrat die Energiewende, und damit verbunden den Ausbau der
Erneuerbaren Energieträger und Energieeffizienz als adäquates Mittel,
um auf die Energiekrise zu reagieren. Dafür benötige es ambitionierte
sowie national verbindliche Zielsetzungen.

Greenpeace setzt sich für national verbindliche Ziele für die
Reduktion der Treibhausgase um 55 Prozent, dem Ausbau des
Erneuerbaren-Anteils auf 45 Prozent und die Steigerung der
Energieeffizienz auf 40 Prozent bis 2030 ein. "Die derzeit
vorliegenden Vorschläge der Europäischen Kommission reichen weder
aus, um Europas Abhängigkeit von Energieimporten maßgeblich zu
reduzieren, noch um Europa in eine saubere und sichere Energiezukunft
zu führen", schließt Kerschbaumsteiner.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel