• 25.06.2014, 13:56:36
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ÖH: Forderung nach gleichem Arbeitsrecht für alle Studierenden

Initiative der ÖH erreicht bereits mehr als 2000 Unterstützungen

Utl.: Initiative der ÖH erreicht bereits mehr als 2000
Unterstützungen =

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) fordert
eine gerechte Arbeitserlaubnis für ausländische Studierende in
Österreich. In Österreich studieren zur Zeit etwa 20.000 Menschen aus
nicht EU-Staaten. Viele von ihnen müssen jedes Semester doppelte
Studiengebühren (ca. 726 Euro und FHen kostendeckend) zahlen. "Die
aktuelle Situation ist enorm diskriminierend. Studierende aus
Drittstaaten müssen bis zum 24. Lebensjahr 473,70 Euro pro Monat,
über 24 sogar 857,73 Euro pro Monat auf ihrem Konto nachweisen, um
überhaupt studieren zu dürfen. Dazu kommen noch die hohen Kosten für
Wohnen und Leben. Genau diese Studierenden haben nicht das volle
Recht auf Arbeit - eine besorgniseregende Situation, die endlich
beendet werden muss", fordert Julia Freidl vom Vorsitzteam der ÖH.

Zur Zeit gilt für Studierende aus Drittstaaten das
"Ausländerbeschäftigungsgesetz", das nur eine eingeschränkte
Erwerbstätigkeit erlaubt. Dieses resultiert aus einer EU-Richtlinie,
die Österreich besonders streng umgesetzt hat. Studierende brauchen
eine Beschäftigungsbewilligung vom AMS, die der_die Arbeitgeber_in
maximal für ein Jahr beantragen muss und jährlich zu erneuern ist.
Erst dann dürfen Drittstaatsangehörige im Bachelorstudium bis zu zehn
Stunden pro Woche arbeiten, im Masterstudium bis zu 20. Auch dürfen
in den Ferien neben einem 1-monatigen Pflichtpraktikum keine weiteren
Praktika mit einem Arbeitsaufwand von über 10 Stunden pro Woche
absolviert werden. "Dies führt dazu, dass sich viele Studierende ihr
Studium und Leben nicht leisten können. Sie werden dadurch in
undokumentierte Arbeit getrieben oder zum Spielball für ihre
Arbeitgeber_innen", betont Julia Freidl.

Auf die Petition der ÖH fanden sich innerhalb kürzester Zeit mehr als
2000 Unterstützer_innen. "Nun ist die Regierung und die zuständigen
Minister_innen an der Reihe. Wir fordern das gleiche Arbeitsrecht für
ausländische Studierende. Das beinhaltet die Möglichkeit zur
Ferialarbeit, die Abschaffung der Stundenbegrenzung und eine Ende der
enormen Bürokratie-Hürden für Arbeitnehmer_innen und
Arbeitgeber_innen", so Freidl, "ausländische Studierende sollen den
inländischen Studierenden gleichgestellt werden. Allen muss der
Zugang zu Hochschulbildung ermöglicht werden - unabhängig von der
Nationalität."

Link zur Petition:
https://secure.avaaz.org/de/petition/Bundesministerium_fuer_Arbeit_BM
ASK_Oesterreichischer_Nationalrat_Gleiches_Arbeitsrecht_fuer_alle_Stu
dierenden/share/?new#

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