- 25.06.2014, 11:42:00
- /
- OTS0124 OTW0124
Willi: Haarsträubende Argumente von Autobranche und ÖAMTC zu Tempo-100-Diskussion
Peinliche Falschinformationen zur Stimmungsmache richten sich selbst
Utl.: Peinliche Falschinformationen zur Stimmungsmache richten sich
selbst =
Wien (OTS) - "Dass über Tempolimits auch dann heiß gestritten wird,
wenn sie zum Schutz von Umwelt und Gesundheit nötig und überfällig
sind, ist nichts Neues. Aber dass gewichtige Akteure wie der ÖAMTC
und die Autobranche vor krassen öffentlichen Falschinformationen
nicht zurückschrecken, geht einen Schritt zu weit. Dieser Art von
Meinungsmache treten wir Grüne im Interesse der schadstoff- und
lärmgeplagten Bevölkerung vehement entgegen", hält Georg Willi,
Verkehrssprecher der Grünen, fest.
Die Automobilimporteure in der IV mit ihrem Wortführer Felix Clary
zitieren heute ungenannt bleibende Experten damit, dass wer in der
gleichen Zeit mit höherem Tempo eine daher weitere Strecke
zurücklegt, die Umwelt insgesamt nicht mehr belasten würde als
jemand, der dieselbe Strecke langsamer fährt. Willi: "Diese
angeblichen Experten bleiben wohl nicht ohne Grund anonym, denn mit
dieser 'Expertise' würden sie schon im Physik-Schulunterricht und
nicht erst bei der ersten Prüfung an jeder Technik-Uni durchfallen.
Der Treibstoffverbrauch von Autos, der aufgrund physikalischer
Gesetze bei Tempo 130 statt 100 unausweichlich deutlich höher ist,
wird nicht umsonst pro 100 Kilometer angegeben - und 100 Kilometer
bleiben immer 100 Kilometer. 7 Liter pro 100 Kilometer sind
allerdings nicht dasselbe wie 6 Liter und die Abgase aus der
Verbrennung dieser unterschiedlichen Treibstoffmenge genausowenig -
das werden wohl nicht einmal die Autoimporteure und ihre Lobbyisten
abstreiten! Der IV, die ich als seriöse Institution kenne, müssten
solche Äußerungen ihrer Repräsentanten eigentlich peinlich sein."
Auf ähnlichem Niveau liegt die Argumentation von der ÖAMTC-Spitze:
Bei Tempo 100 auf der Autobahn gäbe es "für Lkw-Fahrer etwa keinen
Anreiz mehr, über eine kostenpflichtige Autobahn zu fahren, wenn er
auf einer Bundesstraße gratis genauso schnell unterwegs sein kann".
Willi dazu: "Solchen Unsinn öffentlich zu verbreiten, ist schon fast
tragisch. Sollten der ÖAMTC-Spitze tatsächlich die geltenden
Tempolimits in Österreich unbekannt sein, die für LKW auf Autobahnen
wie auf Landstraßen gleichermaßen 80 km/h betragen? Ich fordere die
Herren von den diversen Auto-Lobby-Vereinen dazu auf, wenigstens zu
den Fakten zurückzukehren, wenn sie schon kein Verständnis für den
Schutz von Gesundheit und Umwelt aufbringen wollen", so Willi.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






