- 25.06.2014, 10:00:41
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Waldbier 2014 "Schwarzkiefer": Bundesforste auf Zapfenstreich im Wienerwald
Waldbier 2014 wird aus Zapfen der Schwarzkiefer gewonnen - Zapfenernte mit Braumeister Axel Kiesbye im Wienerwald
Utl.: Waldbier 2014 wird aus Zapfen der Schwarzkiefer gewonnen -
Zapfenernte mit Braumeister Axel Kiesbye im Wienerwald =
Wien/Purkersdorf (OTS) - Die Schwarzkiefer (pinus nigra) ist der Baum
für das Waldbier 2014, das die Österreichischen Bundesforste (ÖBf)
gemeinsam mit Braumeister Axel Kiesbye seit dem Internationalen Jahr
des Waldes 2011 Jahr für Jahr kreieren. Dieser Tage wird in den
Beständen der Bundesforste im Wienerwald seine wichtigste Zutat
geerntet: junge, harzhaltige Schwarzkiefern-Zapfen. "Die
Schwarzkiefer ist ein ganz besonderer Baum", erklärt Georg Erlacher,
Vorstandssprecher der Bundesforste, "der primär in Österreich
vorkommt. Früher wurde die Schwarzkiefer auch als "pinus nigra
austriaca" bezeichnet." Die größten Schwarzkiefern-Vorkommen sind im
südlichen Wienerwald zu finden, wo sie den häufigsten Nadelbaum
stellen. Aufgrund ihrer schirmartigen Form werden sie auch
"Parapluie-Wälder" (frz. für "Schirm") genannt. Braumeister Axel
Kiesbye sieht dem Einbrauen des Waldbieres 2014 mit Vorfreude
entgegen. "Die grünlichen Zapfen der Schwarzkiefer haben limonen- und
pinienartige Aromen, die, aufgelöst im alkoholreichen Waldbier, einen
intensiven Duft erzeugen." Eingebraut wird das Waldbier mit 8,2 %
Vol., es kann als Jahrgangsbier über viele Jahre im Bierkeller
gereift werden.
Schwarzkiefer - der Baum der Brauer
Nach der Hauptblütezeit im Juni beginnt im Frühsommer die
Zapfenbildung. Zuerst grün und geschlossen verfärben sich die Zapfen
über den Sommer braun-hellbraun, bevor sie im Spätherbst zu Boden
fallen und Kindern als beliebtes Spielzeug und Eichhörnchen wie
Vögeln als willkommenes Winterfutter dienen. Erst ab einem Alter von
20 bis 30 Jahren bilden Schwarzkiefern, deren Samen über den Wind
verbreitet werden, Zapfen aus. Für das Waldbier 2014 wurden über 80
kg Schwarzkiefern-Zapfen im Wienerwald in der Nähe von Hinterbrühl
von Hand geerntet. "Pinus nigra ist der Baum der Brauer", weiß
Braumeister Axel Kiesbye. Georg Erlacher ergänzt: "Schwarzkiefern
produzieren sehr viel Harz, das durch Rindeneinschnitte gewonnen
werden kann." So dienten die Schwarzkiefern dem Braugewerbe
Jahrhunderte lang als wertvoller Grundstoff für Pech. "Mit diesem
Pech wurden die Bierfässer "gepicht" und damit vor allem dicht und
hygienisch gemacht", so der Braumeister. Im südöstlichen
Niederösterreich waren Landschaft und Kultur lange von der "Pecherei"
geprägt, die Pechereien wurden sogar zum UNESCO- Weltkulturerbe
erklärt. Heute wird das Harz für Naturkosmetik oder als Bogenharz für
Streichinstrumente eingesetzt. Prominente Verwendung findet
Schwarzkiefern-Holz auf den Brettern, die die Welt bedeuten. "Da
Böden aus Kiefernholz kaum knarren, werden sie gerne als Bühnenböden
verwendet", erklärt Erlacher.
Wald-Genuss aus der Flasche
"Mit dem Waldbier bringen wir den Wald zu Menschen und eine ganz
besondere Spezialität auf den Speisetisch", sagt Erlacher. "Das
Gourmet-Bier harmoniert besonders gut zu heimischen Räucherfischen,
zu allen Wildzubereitungen, als Kombination mit Pilzgerichten oder zu
fruchtigen, mit Nüssen oder Honig verfeinerten Nachspeisen", erklärt
Kiesbye. Nach dem Waldbier 2011 "Tanne" mit jungen Tannenwipfeln aus
der Region Hochkönig/ Salzburg, dem Waldbier 2012 "Zirbe" mit
hocharomatischen Zirbenzapfen aus dem Tiroler Radurschltal und dem
Waldbier 2013 "Lärche" mit feinen Lärchenzapfen aus dem Ausseerland
ist das Waldbier 2014 "Schwarzkiefer" die mittlerweile vierte
Edition, die Braumeister Axel Kiesbye gemeinsam mit den
Österreichischen Bundesforsten geschaffen hat. Das Waldbier 2014
"Schwarzkiefer" wird ab Herbst erhältlich sein und in limitierter
Auflage hergestellt.
Pressefotos unter www.bundesforste.at
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