• 25.06.2014, 09:51:41
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EU kann Energieimporte um 40 Prozent senken

Greenpeace-Report: Erneuerbare und Effizienz machen Europa unabhängig

Utl.: Greenpeace-Report: Erneuerbare und Effizienz machen Europa
unabhängig =

Hamburg/Wien (OTS) - Die Europäische Union kann einem heute
veröffentlichten Greenpeace-Report zufolge ihre Energieimporte bis
zum Jahr 2030 um 40 Prozent senken. Voraussetzung dafür ist der
konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien und mehr
Energieeffizienz. Die EU könnte eine echte Energiewende in Europa
einleiten und ihren klimaschädlichen CO2-Ausstoß erheblich mindern.
Auf dem EU-Gipfel in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs
ab morgen über einen Weg aus der Energieabhängigkeit von russischem
Öl und Gas beraten. Der Vorschlag der Europäischen Kommission zur
künftigen Energieversorgung setzt weiter auf klimaschädliche fossile
Brennstoffe. "Die Pläne der EU-Kommission sind völlig unzureichend",
sagt Sven Teske, Greenpeace-Energieexperte und einer der
Studienautoren. "Europas Abhängigkeit von fossiler Energie und von
riskanten sowie teuren Importen sind zwei Seiten derselben Medaille.
Erneuerbare Energien hingegen nutzen dem Klimaschutz, schaffen
Arbeitsplätze und sind das beste Rezept für Energieunabhängigkeit."

Die Basis für das Greenpeace-Szenario lieferten Berechnungen des
Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Hinzu kam eine
Analyse der in Europa verfügbaren fossilen Brennstoffe durch die
Ludwig Bölkow Systemtechnik. Greenpeace schlägt vor, den Anteil der
Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 auf 45 Prozent zu steigern
und 40 Prozent Energie einzusparen (im Vergleich zu 2005). So könnte
die EU im Vergleich zu heute ihre Gasimporte um rund 25 Prozent und
ihre Ölimporte um bis zu 40 Prozent senken. Kohleimporte könnten 2030
auslaufen und heimische Kohlendioxid-Emissionen um 65 Prozent (im
Vergleich zu 1990) sinken. Die EU benötigte nach dem
Greenpeace-Vorschlag 45 Prozent weniger Energieimporte als nach ihren
eigenen Plänen. Die EU-Kommission will Europas Energieverbrauch
ebenfalls um 40 Prozent senken, aber den Anteil Erneuerbarer
Energien auf lediglich 27 Prozent bis 2030 steigern.

Im Energieszenario von Greenpeace würde der Anteil von Wind, Wasser
und Sonne in der Stromerzeugung bis 2030 auf 74 Prozent steigen,
während die EU nur auf 50 Prozent kommt. An Investitionskosten
veranschlagt die unabhängige Umweltorganisation rund 1,75 Billionen
Euro bis zum Jahr 2030. Das sind rund 10 Prozent oder zehn Milliarden
Euro jährlich mehr als im EU-Szenario, das von 1,55 Billionen Euro an
Investitionen ausgeht.

"Die Staatschefs haben es nun in der Hand, Europas
Energieunabhängigkeit voran zu treiben. Wenn jeder begriffen hat,
dass Effizienz für die Energiesicherheit und den Klimaschutz eine
wichtige Rolle spielt, müssen jetzt ambitionierte Ziele folgen", so
Teske. "Die Energiekonzerne wollen Europa weiter abhängig halten von
Öl und Gas. Die EU muss sich vom Diktat der Oligarchen endlich
befreien."

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