• 24.06.2014, 14:20:57
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Pfurtscheller: Menschenrechtsausschuss setzt starkes Zeichen gegen Sklaverei in der Garnelenproduktion

ÖVP-Menschenrechtssprecherin: Menschenhandel und Arbeitsausbeutung dürfen keine Chance haben

Utl.: ÖVP-Menschenrechtssprecherin: Menschenhandel und
Arbeitsausbeutung dürfen keine Chance haben =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Erst Ende Mai hat die Internationale
Arbeitsorganisation (ILO) einen schockierenden Bericht über
Zwangsarbeit und sexuelle Ausbeutung im 21. Jahrhundert präsentiert.
Vor kurzem wurden wieder einige besonders grausame Praktiken von
internationalem Ausmaß bekannt", zeigte sich
ÖVP-Menschenrechtssprecherin Abg. Dipl. Kffr. (FH) Elisabeth
Pfurtscheller heute, Dienstag, anlässlich der Sitzung des
Menschenrechtsausschusses im Parlament schockiert über Berichte von
Sklavenhaltung in Zulieferbetrieben für die Garnelenproduktion.

Auch die österreichische Medienlandschaft habe darüber berichtet,
fuhr Pfurtscheller fort und meinte mit Berufung auf die mediale
Berichterstattung: "Laut Augenzeugenberichten herrschen in diesen
Zulieferbetrieben für die Garnelenproduktion unvorstellbare Zustände.
Menschen werden wie Tiere gehalten, grausame Hinrichtungsrituale
werden zur Abschreckung der Versklavten vollzogen, die Verabreichung
von Drogen zur Leistungssteigerung ist ebenso an der Tagesordnung wie
20 Stundenschichten. Für die Menschenhändler ist ein Menschenleben im
durchschnitt 310 Euro wert."

Die Sklavenschiffe fangen Meerestiere, welche zu Fischmehl und damit
Futter für die Zuchtgarnelen verarbeitet werden. Hauptbetroffen sind
gutgläubige Arbeitsmigranten aus noch ärmeren Ländern wie Kambodscha
oder Burma, die auf diesen Schiffen enden. Thailand dürfte laut
Einschätzungen des US-Berichtes über Menschenhandel zu den Ländern
gehören, in denen Menschenhandel entweder geduldet oder nicht rigoros
genug bekämpft wird. Abg. Pfurtscheller konnte nun auch den
Koalitionspartner dafür gewinnen, die Bundesregierung dazu
aufzufordern, sich für eine Intensivierung der internationalen
Zusammenarbeit gegen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung einzusetzen
und so von österreichischer Seite ein Zeichen zu setzen.
(Schluss)

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