• 24.06.2014, 12:43:00
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NEOS: Alternative Investmentfonds weiter zu stark reglementiert

Niko Alm: "Die strikte Umsetzung wird zu Kapitalabwanderung führen"

Utl.: Niko Alm: "Die strikte Umsetzung wird zu Kapitalabwanderung
führen" =

Wien (OTS) - Bereits nach einem Jahr wird das Alternative
Investmentfonds Manager Gesetz (AIFMG), worunter Anbieter von
Hedgefonds und Private Equity-Fonds fallen, wieder novelliert. Die
Bestimmungen für den stark eingeschränkten Privatbereich werden zwar
gelockert, dennoch: "Die immer noch geplante strikte Umsetzung
schadet dem Kapitalmarkt in Österreich und wird weiterhin zu
Kapitalabwanderung führen", kritisiert NEOS EPU/KMU-Sprecher Niko
Alm. Und weiter: "Dies entzieht vor allem österreichischen KMUs
heimische Finanzierungsmöglichkeiten."

Mit der Novellierung wird zwar ein "qualifizierter Privatinvestor"
geschaffen - vermögende Privatpersonen und Stiftungen als Investoren
in Alternative Investmentfonds können somit erreicht werden, eine
völlige Freigabe für Privatinvestoren ist damit aber nicht erfolgt.
"Private Investoren sind das Rückgrat des österreichischen
Beteiligungskapitalmarktes. Deren Ausschluss macht den Fortbestand
vieler heimischer Fonds unmöglich und entzieht damit dem Standort
Kapital. Außerdem wollen diese Anleger diversifiziert anlegen - und
haben somit ein Bedürfnis, in Private Equity und Venture
Capital-Fonds zu investieren. Dieses Kapital würde dann ins Ausland
abwandern", warnt Alm.

Außerdem dürfen qualifizierte Privatinvestoren nur in
"konzessionierte" Alternative Investmentfonds investieren.
"Registrierte" Fonds, das sind kleinere Fonds, zu denen allerdings
ein Großteil der heimischen Fonds zählen, dürfen nur an
professionelle Investoren herantreten. "Damit werden größere Fonds
beim Zugang zu Kapital bevorzugt - eine Wettbewerbsverzerrung, die zu
einer geringeren Vielfalt kleinerer heimischer Fonds führen wird", so
Alm.

Weitere Fragen wirft die steuerliche Behandlung dieser Fonds auf, die
vom Körperschaftssteuerrecht ins Fondssteuerrecht übertragen werden.
"Es ist zu vermuten, dass bei dieser Umstellung auch bereits
bestehende Alternative Investmentfonds betroffen sind, wodurch auf
diese nunmehr zusätzliche Kosten zukommen, um die entsprechende
Infrastruktur für Steuerberechnung und Abführung zu schaffen. Diese
zusätzlichen Kosten, die bei Fondsgründung nicht budgetiert werden
konnten, führen damit zur Gefahr der Insolvenz für einige kleinere
einheimische Fonds", schließt Alm.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEK

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