• 17.06.2014, 12:24:56
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Drei weitere "Smart Cities" am Start: Seestadt Aspern, Hartberg und Regau überzeugen im Klimafonds-Call

7,5 Mio. Euro fließen in konkrete Smart-City-Projekte Bures: "Österreich zeigt, wie smartes Leben in der Stadt funktioniert."

Utl.: 7,5 Mio. Euro fließen in konkrete Smart-City-Projekte
Bures: "Österreich zeigt, wie smartes Leben in der Stadt
funktioniert." =

Wien (OTS) - Vogel: "Nachhaltige Lösungen für Mobilität und Energie
im Test"

Der Call 2013 des Klima- und Energiefonds für seine
Smart-Cities-Initiative ist entschieden: Bis zu 7,5 Mio. Euro fließen
ab sofort in konkrete, praxisnahe Smart-Cities-Projekte in Wien,
Oberösterreich und der Steiermark. Umgesetzt werden u.a.
Wohnsiedlungen und -gebäude, die mit innovativen
Energieversorgungssystemen, moderner Hausautomation und IKT-Lösungen
ausgestattet sind. Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie stark auf
die Einbindung der EinwohnerInnen setzen und Pionierarbeit für
nachfolgende Projekte leisten.

"Bei intelligenten und nachhaltigen Städten stehen innovative
Technologien im Mittelpunkt, die die Städte lebenswert, leistbar und
umweltfreundlich machen. Umweltfreundliche Mobilität, energiesparende
Gebäude, intelligente Verbindung von Wohnen und Arbeiten - es geht
immer um die Menschen und ihre Bedürfnisse, also immer auch um
soziale Innovation. Österreich ist mit seinen Smart Cities dabei
absoluter Vorreiter in Europa - die drei neuen Smart-Cities-Projekte
stärken diese Position weiter", verdeutlicht Innovationsministerin
Doris Bures den Stellenwert der Initiative.

Gelebte Forschung im Demoprojekt

Die Smart-Cities-Initiative des Klima- und Energiefonds setzt auf
praxisnahe Demoprojekte. Die geförderten Projekte bauen auf
umfangreicher wissenschaftlicher Vorleistung auf und ebnen
innovativen Technologien den Weg von der Entwicklung in den Alltag
der Menschen. "Demoprojekte stehen für Wissenschaft und Innovation
zum angreifen und erleben. In den geförderten Projekten werden
innovative Technologie, Energie und Mobilitätskonzepte in der
Realität auf die Probe gestellt. Sie sind der Eckpfeiler unserer
erfolgreichen Smart-Cities-Initiative", betont Theresia Vogel,
Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds.

Die Projekte ermöglichen es, die Machbarkeit komplexer
Entwicklungen im Zusammenspiel mit BewohnerInnen und NutzerInnen im
Alltag in Form von großangelegten Demovorhaben zu zeigen und als
internationale Aushängeschilder für Österreich zu wirken. Sie sind so
das verbindende Glied zwischen Wissenschaft und Praxis und zeigen,
wie Städte in Zukunft tatsächlich funktionieren können und werden.

Die drei Smart Cities im Überblick

Wien / Seestadt Aspern / Aspern Smart City Research GmbH & Co KG

Das Projekt setzt auf die großflächige Umsetzung eines
systemoptimierenden Ansatzes in den Bereichen Gebäude, Stromnetz,
NutzerInnen-Einbindung sowie umfassende IKT-Lösungen. Diese
innovative Kombination wird in einem aus drei Baufeldern bestehenden
Testgebiet (Wohngebäude, StudentInnenwohnheim, Kindergarten und
Schulgebäude) in "aspern - Die Seestadt Wiens" integriert.
Erkenntnisse aus der Umsetzung werden dazu verwendet, Betriebs- und
Regelungsstrategien von Gebäuden und Stromnetzen zu verbessern. Auch
die Einbindung der BewohnerInnen zu einer optimalen Energienutzung
und Einsparungen von CO2-Emissionen wird weiterentwickelt.
Das Projekt der Aspern Smart City Research GmbH & Co KG wird mit bis
zu Euro 3.690.900 durch den Klima- und Energiefonds gefördert.

Oberösterreich / Regau / Riedenhof Gesellschaft m.b.H.

Smart Regau realisiert ein Vorzeigegebiet in Form einer smarten
und flexiblen Wohnsiedlung im wachsenden Ballungsraum Vöcklabruck. In
einer Wohnsiedlung (Living Lab) sollen innovative
Energieversorgungssysteme sowie Home Automation-Dienstleistungen im
Realbetrieb getestet und umfassend hinsichtlich der technologischen
und energetischen Funktion, aber auch hinsichtlich des Zusammenspiels
von Mensch und Technik adaptiert werden. Das Testfeld mit rund 170
BewohnerInnen dient als Vorzeigeprojekt für die Realisierung neuer,
intelligenter Siedlungsstrukturen in einem vorstädtischen Lebens- und
Ballungsraum, das alle relevanten Akteure und Stakeholder einbindet.
Getestet werden auch verschiedene innovative
Energieversorgungseinheiten wie Brennstoffzelle und Stirling-Motor.
Sie werden mit konventionellen Versorgungslösungen wie Photovoltaik,
Solarthermie, Wärmepumpe und Gasbrennwertkessel verglichen. Wichtig
ist die Schnittstelle zu den NutzerInnen: ein auf ihre Bedürfnisse
abgestimmtes Home-Automation-Konzept wird in den Wohneinheiten
installiert und evaluiert. Zentrale Entwicklungen wie Energie-Cloud
und Smart Meter Interface sollen dabei realisiert werden, für die
NutzerInnen soll es jedoch möglichst einfach und komfortabel
gestaltet sein. Das Demoprojekt beinhaltet darüber hinaus auch die
Erprobung smarter Tarifsysteme im Strombezug.
Das Projekt der Riedenhof GmbH wird mit bis zu Euro 1.130.700 durch
den Klima- und Energiefonds gefördert.

Steiermark / Hartberg / Forschung Burgenland GmbH

Hartberg verfolgt seine Smart-City-Vision konsequent und kann
bereits sein zweites Demo-Projekt zur Umsetzung bringen. Nun geht es
darum, das Energieversorgungs- und Energienutzungssystem zu
flexibilisieren und zwar mittels einer passiven, energieträger- und
-netzübergreifenden Verteilnetzbetriebsführung über einen leicht zu
vervielfältigenden Lösungsansatz. Dies soll soweit gehen, dass die
Stadt als Energieschwamm wirkt und das Energiedargebot im Stadtgebiet
und im Umland optimal aufnehmen und abgeben kann. Im Stadtgebiet
Hartberg soll dazu das städtische Energiesystem in einen funktionalen
Energiespeicher umgewandelt werden, welcher große zusätzliche
Energiemengen speichern kann.

Im Mittelpunkt steht ein neuer technischer Ansatz über einen
zentralen Optimierer, der parallel zur vorhandenen Regelinfrastruktur
implementiert wird und der die dezentralen Akteure (Erzeuger und
Verbraucher) mit Empfehlungen versorgt sowie Informationen von dieser
Infrastruktur bezieht. Somit erfolgt kein aktiver, sondern ein
passiver Eingriff in die sensible Netzregelung. Die dezentralen
Akteure bekommen auch ein wirtschaftliches Anreizsignal und können
manuell oder automatisiert entscheiden, ob sie Empfehlung bzw. Anreiz
annehmen oder nicht.

Das Projekt der Forschung Burgenland GmbH wird mit bis zu Euro
2.741.200 durch den Klima- und Energiefonds gefördert.

Die Smart-Cities-Initiative des Klima-und Energiefonds 2013 im
Überblick:

Die Smart-Cities-Initiative 2013 des Klima- und Energiefonds war
mit insgesamt 8,5 Mio. Euro ausgestattet. In einer ersten
Entscheidungsrunde der internationalen ExpertInnenjury wurden bereits
drei Einstiegsprojekte und zwei Begleitforschungen zur Förderung
entschieden.

Die Einstiegsprojekte entwickeln ihre Vision für die Entwicklung:

- Smart Cities Potentialevaluierung der Stadtentwicklungszone in
der Laxenburger Straße in Wien: Schaffung der Basis eines neuen
Smart-Cities-Projekts in Wien in zentraler Lage direkt beim neuen
Hauptbahnhof Wien. Ein Stadtentwicklungsgebiet, in dem in den
nächsten acht Jahren auf einer Fläche von insgesamt 9 Hektar 1.000
Wohnungen, rund 50.000 m2 Büro- und Gewerbeflächen sowie ein
mittelgroßer Bildungscampus errichtet werden sollen. (Antragsteller:
ÖBB-Immobilienmanagement GmbH)

- Smart Region Stadt-Umland Süd: Die Region südlich von Wien
(Stadt-Umland Süd) ist mit einem erwarteten Zuwachs von über 100.000
EinwohnerInnen bis zum Jahr 2050 ein bedeutendes
Stadtentwicklungsgebiet. Das Einstiegsprojekt ebnet den Weg dieses
Wachstumsgebiets zur Smart Urban Region. (Antragsteller: NÖ Energie-
und Umweltagentur GmbH)

- Smart City Region Mürz: Dieses Projekt erarbeitet die
Voraussetzungen für ein Smart-City-Demo-Projekt im oberen Mürztal in
der Steiermark. (Antragsteller: Stadtlabor Graz)

Die Begleitmaßnahmen liefern Informationen für Smarte Städte:

- Vorbereitung Begleitforschung der Smart-Cities-Initiative
(Antragsteller: Initiative ÖIR GmbH)

- Normung für die nachhaltige Entwicklung von Städten und Kommunen
(Antragsteller: Umweltbundesamt)

Weitere Informationen unter: www.smartcities.at

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