- 13.06.2014, 12:56:32
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EU-Energieministerrat: Greenpeace sieht Unterstützung für Effizienzziel
Staats- und Regierungschefs müssen sich nun auf saubere Lösungen für Energieversorgungssicherheit festlegen
Utl.: Staats- und Regierungschefs müssen sich nun auf saubere
Lösungen für Energieversorgungssicherheit festlegen =
Luxemburg/Wien (OTS) - Beim heutigen EU-Energieministerrat in
Luxemburg hat es Bewegung beim Thema Energieeffizienz gegeben. So
steigt vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die
Versorgungssicherheit bei den Energieministern die Unterstützung für
ein verbindliches Effizienzziel. "Offenbar musste Europa durch die
derzeitige Ukraine-Krise und die damit verbundenen Energieengpässe
wachgerüttelt werden. Die EU-Spitzen müssen sich jetzt dringender
denn je auf saubere europäische Lösungen für die
Energieversorgungssicherheit festlegen", fordert Julia
Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin von Greenpeace.
Greenpeace begrüßt, dass sich Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner im Rat im Rahmen der Debatte um Energiesicherheit klar
gegen Atomkraft und Schiefergas und für Energieeffizienz und den
Ausbau von Erneuerbaren ausgesprochen hat. Statt Sonntagsreden seien
konkrete Taten erforderlich, so der Minister. Mitterlehner
bezweifelte im Rat, dass der Import von Flüssiggas (LNG) aus den USA
eine brauchbare Option zur Diversifikation sei.
Greenpeace setzt sich für verbindliche Klima- und Energieziele ein,
da "nur durch die Energiewende und damit verbunden mit dem Ausbau der
erneuerbaren Energiequellen und Energieeffizienz die
Energieunabhängigkeit sichergestellt werden kann", so
Kerschbaumsteiner. Energieeffizienz sei eine wesentliche Säule bei
der Erreichung des europäischen Ziels, die Energieversorgung
weitestgehend mit Erneuerbaren abzudecken und die Abhängigkeit von
Öl-, Gas-, und Kohleimporten abzubauen. Zudem hat der Sektor der
Energieeffizienz enormes Potential für grüne Jobs in Europa.
In den kommenden Monaten werden die EU-Mitgliedsstaaten den Rahmen
für die europäische Klima- und Energiepolitik beschließen. Die
Staats- und Regierungschefs treffen am 26. Und 27. Juni in Brüssel
zusammen, um die Debatte weiter voranzutreiben. Greenpeace fordert
ein verbindliches Ziel für die Reduktion von CO2 von 55 Prozent, ein
verbindliches Ausbauziel für Erneuerbare um 45 Prozent sowie ein
verbindliches Ziel für Energieeffizienz von 40 Prozent bis 2030.
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