• 13.06.2014, 10:51:21
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Europäische Seniorenunion in Wien: Voneinander lernen für ein besseres Europa!

5. Sommerakademie der Europäischen Seniorenunion in Wien eröffnet.

Utl.: 5. Sommerakademie der Europäischen Seniorenunion in Wien
eröffnet. =

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       --         Diese Meldung wurde korrigiert            --
       --      Neufassung in Meldung OTS0140 vom  13.06     --
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Wien (OTS) - Gestern Donnerstag wurde in der Politischen Akademie der
ÖVP in Wien die 5. Sommerakademie der Europäischen Seniorenunion für
Senioren-Führungskräfte eröffnet. Unter dem Motto "Wir wollen eine
bessere Europäische Union" diskutieren diesmal 62 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer aus 16 verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten. Sie alle sind
Führungskräfte der Seniorenorganisationen, die in der Europäischen
Seniorenunion (ESU), einer Mitgliedsorganisation der Europäischen
Volkspartei (EVP), organisiert sind. In Österreich ist dies der
Österreichische Seniorenbund, der diese Veranstaltung zum fünften Mal
in Zusammenarbeit mit der Politischen Akademie der ÖVP, dem Wilfried
Mertens Centre für European Studies (WMCES) und der ESU selbst
durchführt.

Zum Auftakt begrüßten Dr. Dietmar Halber, Direktor der politischen
Akademie und somit Gastgeber der Veranstaltung, und Univ.-Prof. Dr.
Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch Dr. Marilies Flemming,
Europabeauftragte des Österreichischen Seniorenbundes und von Beginn
an Organisatorin der Sommerakademie in Wien richtete Grußworte an die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dem Motto der Veranstaltung folgend,
wolle man vor allem die Erfahrungen aus den verschiedenen Ländern
miteinander diskutieren und voneinander lernen. Dabei waren sich alle
zuvor genannten in ihren Grußworten einig:

"Wie können wir die Europäische Union besser machen? Wie können
wir sie näher an die Bürgerinnen und Bürger bringen? Wie können wir
die älteren Generationen Europas besser in die Arbeit der
Europäischen Institutionen einbinden? Und vor allem: Wir können die
Älteren ihre Erfahrungen, besonders ihre Werte und ihre Wertschätzung
für Demokratie an die Jüngeren weitergeben?"

Als erste Gastrednerin konnte die ESU die ÖVP-Familienministerin;
MMag. Dr. Sophie Karmasin, begrüßen. In ihrem ausführlichen Referat
informierte sie über die Rolle der Seniorinnen und Senioren
Österreichs in ihren Familien. Mit umfassenden Zahlen belegte sie,
dass die Geburtenrate in den europäischen Ländern zu gering sein, die
Familiengröße seit Jahrzehnten deutlich sinke. Sorge bereite ihr
zudem die weiterhin viel zu hohe Arbeitslosigkeit junger Menschen in
Europa. Zu den Beziehungen der einzelnen Generationen in Österreich
zueinander hielt Karmasin fest, dass 31,4 Prozent der Senioren ihren
Familien täglich oder zumindest wöchentlich helfen. Im Gegenzug
würden 32,1 Prozent der Frauen und 14,7 Prozent der Männer ihren
älteren Angehörigen "regelmäßig" oder zumindest "manchmal" behilflich
sein.

Berichte aus 16 Ländern um "voneinander für ein besseres
Europa zu lernen"

Die seit November 2013 neu gewählte Präsidentin der Europäischen
Seniorenunion, em.Prof. Dr. An Hermans (Belgien), hatte im Vorfeld
alle teilnehmenden Organisationen um Berichte zur ihren Ländern
gebeten. Wie wolle die jeweilige Organisation die EU verbessern, wie
wolle man Seniorinnen und Senioren stärker in Kontakt mit den
EU-Institutionen bringen, was habe die jeweilige Organisation im
Europawahlkampf beigetragen, um Seniorinnen und Senioren über
aktuelle EU-Themen zu informieren? Die umfassenden Länder-Berichte
wurden in der Nachmittagsveranstaltung präsentiert und

"Wir sind hier zusammengekommen, um voneinander zu lernen.
Gemeinsam wollen und können wir die Europäische Union besser machen",
stellte Hermans fest. Alle Länder-Berichte wurden im Laufe des
Nachmittags vorgestellt und ausführlich diskutiert.

Hermans fasste dazu konkrete gemeinsame Punkte zusammen:

"Für ein besseres Europa sind alle hier einig, dass sich Europa
mehr und Besser um 'die großen Dinge' kümmern müsse. Während einige
sehr explizit auf die das Prinzip der Subsidiarität drängen, fordern
andere mehr Anstrengungen, um allen Länder besser in Wachstum, und
somit auch einen Anstieg des Alltagseinkommens der Älteren, zu
integrieren. Einig ist man sich auch, dass Europa in der
globalisierten Welt unbedingt die gemeinsame Außenpolitik stärken
muss. Am wichtigsten ist Ihnen allen aber die Verbesserung der
Beziehung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern - insbesondere der
Älteren - mit den europäischen Institutionen und Verantwortlichen!"

Hermans ging dabei auch auf die Sonder-Rolle Österreichs ein: "Der
Seniorenbund verfügt mit seinem Generalsekretär Heinz K. Becker über
'seinen eigenen' Abgeordneten im Europäischen Parlament. Andere
Senioren-Organisationen Europas werden nun gemeinsam einen Weg
finden, sich 'ihren' Abgeordneten zu suchen, um die Anliegen der
Seniorinnen und Senioren direkt in Europa einzubringen. Seniorinnen
und Senioren Europas müssen das Gefühl haben, dass auch ihre Anliegen
zählen, dass sie berücksichtigt werden. Wir Senioren haben Erfahrung
und diese haben wir einzubringen!"

Die Veranstaltung wird heute Vormittag fortgesetzt mit Referaten
von Leif Hallberg (Schweden), dem Vizepräsidenten der ESU, von Heinz
K. Becker (Österreich) dem Generalsekretär und Europaabgeordneten des
Österreichischen Seniorenbundes und von StS a.D. Dr. Bernhard Worms
(Deutschland), dem ehem. Präsidenten der ESU.

Am Nachmittag folgen Vorträge von Mag. Othmar Karas, dem
Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, von Mag. Andreas Prenner
von der Österreichischen Industriellenvereinigung, sowie von Prof.
Steven Van Hecke (Belgien), der neben einer Analyse der Europawahlen
vor allem die Möglichkeiten aktiver Mitbestimmung von Seniorinnen und
Senioren in den Europäischen Institutionen beleuchten wird.

Morgen Samstag geht die Veranstaltung mit den zusammenfassenden
Berichten von Präsidentin Hermans und der Europabeauftragten des
Seniorenbundes, Marilies Flemming, zu Ende.

(Forts.)

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