Europäische Seniorenunion in Wien: Voneinander lernen für ein besseres Europa!

5. Sommerakademie der Europäischen Seniorenunion in Wien eröffnet.

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert Neufassung in Meldung OTS0140 vom 13.06

Gestern Donnerstag wurde in der Politischen Akademie der
ÖVP in Wien die 5. Sommerakademie der Europäischen Seniorenunion für Senioren-Führungskräfte eröffnet. Unter dem Motto "Wir wollen eine bessere Europäische Union" diskutieren diesmal 62 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 16 verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten. Sie alle sind Führungskräfte der Seniorenorganisationen, die in der Europäischen Seniorenunion (ESU), einer Mitgliedsorganisation der Europäischen Volkspartei (EVP), organisiert sind. In Österreich ist dies der Österreichische Seniorenbund, der diese Veranstaltung zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit der Politischen Akademie der ÖVP, dem Wilfried Mertens Centre für European Studies (WMCES) und der ESU selbst durchführt.

Zum Auftakt begrüßten Dr. Dietmar Halber, Direktor der politischen Akademie und somit Gastgeber der Veranstaltung, und Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch Dr. Marilies Flemming, Europabeauftragte des Österreichischen Seniorenbundes und von Beginn an Organisatorin der Sommerakademie in Wien richtete Grußworte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dem Motto der Veranstaltung folgend, wolle man vor allem die Erfahrungen aus den verschiedenen Ländern miteinander diskutieren und voneinander lernen. Dabei waren sich alle zuvor genannten in ihren Grußworten einig:

"Wie können wir die Europäische Union besser machen? Wie können wir sie näher an die Bürgerinnen und Bürger bringen? Wie können wir die älteren Generationen Europas besser in die Arbeit der Europäischen Institutionen einbinden? Und vor allem: Wir können die Älteren ihre Erfahrungen, besonders ihre Werte und ihre Wertschätzung für Demokratie an die Jüngeren weitergeben?"

Als erste Gastrednerin konnte die ESU die ÖVP-Familienministerin; MMag. Dr. Sophie Karmasin, begrüßen. In ihrem ausführlichen Referat informierte sie über die Rolle der Seniorinnen und Senioren Österreichs in ihren Familien. Mit umfassenden Zahlen belegte sie, dass die Geburtenrate in den europäischen Ländern zu gering sein, die Familiengröße seit Jahrzehnten deutlich sinke. Sorge bereite ihr zudem die weiterhin viel zu hohe Arbeitslosigkeit junger Menschen in Europa. Zu den Beziehungen der einzelnen Generationen in Österreich zueinander hielt Karmasin fest, dass 31,4 Prozent der Senioren ihren Familien täglich oder zumindest wöchentlich helfen. Im Gegenzug würden 32,1 Prozent der Frauen und 14,7 Prozent der Männer ihren älteren Angehörigen "regelmäßig" oder zumindest "manchmal" behilflich sein.

Berichte aus 16 Ländern um "voneinander für ein besseres Europa zu lernen"

Die seit November 2013 neu gewählte Präsidentin der Europäischen Seniorenunion, em.Prof. Dr. An Hermans (Belgien), hatte im Vorfeld alle teilnehmenden Organisationen um Berichte zur ihren Ländern gebeten. Wie wolle die jeweilige Organisation die EU verbessern, wie wolle man Seniorinnen und Senioren stärker in Kontakt mit den EU-Institutionen bringen, was habe die jeweilige Organisation im Europawahlkampf beigetragen, um Seniorinnen und Senioren über aktuelle EU-Themen zu informieren? Die umfassenden Länder-Berichte wurden in der Nachmittagsveranstaltung präsentiert und

"Wir sind hier zusammengekommen, um voneinander zu lernen. Gemeinsam wollen und können wir die Europäische Union besser machen", stellte Hermans fest. Alle Länder-Berichte wurden im Laufe des Nachmittags vorgestellt und ausführlich diskutiert.

Hermans fasste dazu konkrete gemeinsame Punkte zusammen:

"Für ein besseres Europa sind alle hier einig, dass sich Europa mehr und Besser um 'die großen Dinge' kümmern müsse. Während einige sehr explizit auf die das Prinzip der Subsidiarität drängen, fordern andere mehr Anstrengungen, um allen Länder besser in Wachstum, und somit auch einen Anstieg des Alltagseinkommens der Älteren, zu integrieren. Einig ist man sich auch, dass Europa in der globalisierten Welt unbedingt die gemeinsame Außenpolitik stärken muss. Am wichtigsten ist Ihnen allen aber die Verbesserung der Beziehung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern - insbesondere der Älteren - mit den europäischen Institutionen und Verantwortlichen!"

Hermans ging dabei auch auf die Sonder-Rolle Österreichs ein: "Der Seniorenbund verfügt mit seinem Generalsekretär Heinz K. Becker über 'seinen eigenen' Abgeordneten im Europäischen Parlament. Andere Senioren-Organisationen Europas werden nun gemeinsam einen Weg finden, sich 'ihren' Abgeordneten zu suchen, um die Anliegen der Seniorinnen und Senioren direkt in Europa einzubringen. Seniorinnen und Senioren Europas müssen das Gefühl haben, dass auch ihre Anliegen zählen, dass sie berücksichtigt werden. Wir Senioren haben Erfahrung und diese haben wir einzubringen!"

Die Veranstaltung wird heute Vormittag fortgesetzt mit Referaten von Leif Hallberg (Schweden), dem Vizepräsidenten der ESU, von Heinz K. Becker (Österreich) dem Generalsekretär und Europaabgeordneten des Österreichischen Seniorenbundes und von StS a.D. Dr. Bernhard Worms (Deutschland), dem ehem. Präsidenten der ESU.

Am Nachmittag folgen Vorträge von Mag. Othmar Karas, dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, von Mag. Andreas Prenner von der Österreichischen Industriellenvereinigung, sowie von Prof. Steven Van Hecke (Belgien), der neben einer Analyse der Europawahlen vor allem die Möglichkeiten aktiver Mitbestimmung von Seniorinnen und Senioren in den Europäischen Institutionen beleuchten wird.

Morgen Samstag geht die Veranstaltung mit den zusammenfassenden Berichten von Präsidentin Hermans und der Europabeauftragten des Seniorenbundes, Marilies Flemming, zu Ende.

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund
Susanne Walpitscheker
stv. Generalsekretärin
Tel.: Tel.: 0650-581-78-82
swalpitscheker@seniorenbund.at
www.seniorenbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0002