• 13.06.2014, 09:10:31
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Erfreuliche Entwicklung: Streitschlichtungsfälle gingen 2013 um 35 % zurück

Wien (OTS) - "Mit 2.859 Streitschlichtungsfällen, die im Jahr 2013
bei der Schlichtungsstelle registriert wurden, haben wir den
niedrigsten Wert seit 2006 zu verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr
2012 ist das ein Rückgang um 1.511 Verfahren bzw. 35 %", präsentiert
Mag. Johannes Gungl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich
Telekommunikation und Post, Zahlen aus dem aktuellen
Streitschlichtungsbericht der Regulierungsbehörde. "Ein Grund für
diese erfreuliche Entwicklung ist die von uns erlassene
Kostenbeschränkungs-verordnung, die überhöhten Rechnungen,
hervorgerufen durch Datendienste, einen Riegel vorgeschoben hat - die
Verfahren zu mobilen Datendiensten sanken im Vergleich zu 2012 auf
ein Drittel!" Der größte Anteil der Verfahren lag im Jahr 2013 mit 87
% bei Problemstellungen zum Mobilfunk, die zwei großen inhaltlichen
Schwerpunkte waren Vertragsschwierigkeiten und Bezahlen mit dem
Handy.

Schlichtungsstelle "erstritt" im Jahr 2013 rund 590.000 Euro

Insgesamt betrug 2013 die Summe aller eingebrachten Streitwerte
1.428.190,- Euro und der durchschnittliche Streitwert lag bei
beachtlichen 654,- Euro. "Unsere Experten haben im Rahmen der von
ihnen abgewickelten Verfahren eine Reduktion der Streitwerte um
589.217,- Euro erzielt. Die Bedeutung des Verfahrens vor der
Schlichtungsstelle für einzelne betroffene Kunden kann man anhand
dieser Zahlen gut erkennen", so Gungl.

Nichtentgeltstreitigkeiten nehmen zu

Betrachtet man die Verteilung der Verfahrensstreitwerte, fällt der
hohe Anteil im Bereich 20,- bis 150,- Euro auf. Mit großer
Wahrscheinlichkeit sind auch das Auswirkungen der
Kostenbeschränkungsverordnung. Aufgrund der Sperre bei 60,- Euro
findet eine automatische Beschränkung der diesbezüglichen Streitwerte
statt. Vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung lag der
durchschnittliche Streitwert bei Problemfällen zu Datendiensten im
Bereich 600,- bis 700,- Euro. Unterstrichen wird diese Tendenz zu
geringeren Streitwerten durch die Zunahme von Beschwerden zu
Contentdiensten, bei denen Dienstleistungen Dritter direkt über die
Telefonrechnung verrechnet werden. Hier werden meist niedrigere
Beträge bestritten. Sehr gering ist der Anteil in der Kategorie
größer als 1.000,- Euro. Ein deutlicher Anstieg war bei
Nichtentgeltstreitigkeiten wie z.B. über die Vertragsinhalte oder die
Netzqualität zu verzeichnen. Ihr Anteil an den Verfahren betrug rund
20 %.

Langfristiges Ziel: nicht mehr als 3.000
Streitschlichtungsfälle pro Jahr

"Dass sich die Kostenbeschränkungsverordnung, die
Mitteilungsverordnung und die Nummernübertragungsverordnung, seit sie
von uns erlassen wurden, als effektiver Schutzschirm erwiesen haben,
belegt nicht nur der Rückgang der Schlichtungsfälle. Neben diesen
hoheitlichen Maßnahmen kommt es vor allem auf das Kundenservice der
Betreiber selbst an. Gelingt es den Betreibern, selbst Probleme rasch
zu erkennen und selbst Lösungen für die Kunden zu finden, wären
solche Eingriffe gar nicht notwendig. In diese Richtung werde ich als
Regulator besonders aktiv werden und den dauerhaften Dialog mit den
Betreibern suchen", meint Gungl. "Langfristig schwebt mir vor, dass
sich die Schlichtungsfälle pro Jahr auf rund 3.000 einpendeln und die
Kulanzbereitschaft und Serviceorientierung der Betreiber zunimmt",
umreißt Gungl seine zukünftige Strategie.

Weitere Informationen zum Konsumentenservice der
Schlichtungsstelle der RTR-GmbH sind unter
www.rtr.at/de/tk/KonsumentenService abrufbar.

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