• 12.06.2014, 13:45:34
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Armenischer Präsident zu Wirtschaftsgesprächen in der WKÖ

Bundespräsident Fischer und WKÖ-Präsident Leitl: Wirtschaftsforen fördern bilaterale Beziehungen auf wirtschaftlicher, politischer und kultureller Ebene.

Utl.: Bundespräsident Fischer und WKÖ-Präsident Leitl:
Wirtschaftsforen fördern bilaterale Beziehungen auf
wirtschaftlicher, politischer und kultureller Ebene. =

Wien (OTS/PWK404) - Anlässlich des offiziellen Staatsbesuchs des
Präsidenten der Republik Armenien Serzh A. Sargsyan in Österreich,
fand heute in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Anwesenheit
des armenischen Präsidenten, des österreichischen Bundespräsidenten
Heinz Fischer sowie einer 30-köpfigen armenischen
Wirtschaftsdelegation ein Armenien-Forum der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
statt. WKÖ-Präsident Christoph Leitl erklärte in seiner
Eröffnungsrede, dass sich "obwohl der armenische Markt mit 3 Mio.
Einwohnern relativ klein ist, besonders für österreichische klein-
und mittelständische Unternehmen gute Chancen bieten." Vor allem die
Sektoren Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten,
Informationstechnologie sowie Telekommunikation und erneuerbare
Energien eröffnen österreichischen Unternehmen neue Möglichkeiten,
ebenso wie die Bereiche Innovationen und Know-how Transfer in
sämtlichen Industriesektoren.
Der Bedarf an Straßen und Hotels sowie die Entwicklung der Tourismus-
und Skigebiete in Armenien bieten weitere Chancen für österreichische
Firmen.

Bezugnehmend auf den bevorstehenden Beitritt Armeniens zur
Eurasischen Union wies Leitl darauf hin, dass "es letztendlich
langfristig das wirtschaftliche Ziel sein müsste, einen gemeinsamen
Freihandelsraum von der Atlantikküste Europas bis nach Wladiwostok zu
schaffen." Die Wirtschaft könne dabei das Instrument für Frieden und
Stabilität in der gesamten Region sein. Bundespräsident Fischer
betonte, dass "diese Art der Wirtschaftsforen, als Begegnungsort von
Politik und Wirtschaft immer die Stärkung der wirtschaftlichen,
politischen, kulturellen und sozialen Beziehungen zwischen den
teilnehmenden Staaten zur Folge haben." Armeniens Präsident Sargsyan
bekräftigte Fischers Einschätzung zu diesen Treffen als "wichtige
Plattform für den bilateralen Dialog." Den Beitritt seines Landes zur
Eurasischen Union sieht Sargsyan auch positiv für die
Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union: "Armenien ist jenes
Land unter den GUS-Staaten mit den liberalsten Wirtschaftsbedingungen
und somit künftig auch das ideale Sprungbrett für österreichische
Unternehmen, um mit ihren Produkten und Dienstleistungen auch in die
anderen Mitgliedsländer der Eurasischen Union zu kommen." Im Rahmen
des Staatsbesuchs wurden auch mehrere Abkommen zur Intensivierung der
Wirtschaftsbeziehungen zwischen Armenien und Österreich
unterzeichnet.

Die österreichischen Exporte nach Armenien verzeichneten einen
erheblichen Einbruch während der letzten Finanzkrise. Nach dem Besuch
des österreichischen Bundespräsidenten in Armenien im Jahr 2012
verbesserte sich die Situation wieder deutlich und die
österreichischen Exporte legten um 32% auf fast 52 Mio. zu. 2013
stiegen die heimischen Ausfuhren nach Armenien um weitere 113% auf
einen Rekordwert von 110,3 Mio. Euro. Die bedeutendsten
österreichischen Exportwaren sind Edelmetalle, Pharmazeutika,
Maschinen und Anlagen, Papier und Pappe, synthetische Fasern. Die
wichtigsten Importprodukte aus Armenien sind Eisen, Buntmetalle,
mechanische Geräte und Bekleidung.

Zu den erfolgreichen österreichischen Projekten in Armenien der
letzten Jahre zählen unter anderem das Pilotprojekt "Seilbahn Tatev",
die 2010 von der Firma Doppelmayr/Garaventa gebaut wurde und zum
Tatev Kloster im Südosten Armeniens führt. Weiters die Sanierung der
Ober- und Untermaschinerie des Armenischen Akademischen Opern- und
Balletttheaters in Jerewan durch Waagner-Biro. 2013 wurde das erste
armenische Stahlwerk in Betrieb genommen - das Engineering und die
technischen Ausrüstungen wurden von Siemens VAI geliefert. (BS)

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