• 11.06.2014, 13:47:28
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Wirtschaftsbund startet Offensive für Einkaufsstraßen und Märkte

C.Leitl, W.Ruck und M.Gumprecht wollen die Einkaufsstraßen fördern und entlasten und Märkte attraktivieren.

Utl.: C.Leitl, W.Ruck und M.Gumprecht wollen die Einkaufsstraßen
fördern und entlasten und Märkte attraktivieren. =

Wien (OTS) - "Um die starke Bedeutung Wiens für die österreichische
Ökonomie nutzen zu können müssen Politik und Wirtschaft gemeinsam für
den Wirtschaftsstandort Wien fünf wesentliche Probleme klären", so
Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl beim heutigen
Pressegespräch im Café Rochus. Er appellierte an die zuständigen
Vertreter eine Lösung für den zunehmenden Platzmangel, die
hinderliche Bürokratie, den Produktionsstandort Wien, die steigende
Kostenbelastung und für das Bekenntnis zu einer kleinteiligen
Wirtschaftsstruktur zu finden.

Der WKW-Präsident und Obmann des Wirtschaftsbundes Wien, Walter Ruck,
will sich massiv für die Einkaufsstraßen einsetzen: "Viele
Einkaufsstraßen leiden heute unter der stark wachsenden
Angebotskonkurrenz durch Einkaufszentren und Fachmarktagglomerationen
am Stadtrand", so Ruck und verweist auf den von der Wirtschaftskammer
Wien entwickelten Masterplan zur Urbanitätsoffensive, dessen
Kerninhalte die Vitalisierung von Erdgeschoßzonen, die Flächenwidmung
und die Förderung der Einkaufsstraßen sind. Gerade bei den
Förderungsmaßnahmen für Einkaufsstraßen besteht bei den
Einkaufsstraßenvereinen derzeit Verunsicherung, seit bekannt wurde,
dass die allgemeinen Mittel von 1,2 Mio. EUR auf 900.000 EUR gekürzt
wurden und damit jeder Einkaufsstraßenverein eine maximale
Fördersumme von 12.408 EUR erhalten soll. "Bislang lag die
Maximalsumme bei über 30.000 EUR. Da werden wir mit der Stadt Wien
sicher eine gemeinsame Lösung finden", wird sich der neue
WK-Präsident für die Einkaufsstraßen-Aktivitäten einsetzen.

Weiters gibt Ruck zu bedenken, dass Unternehmen mit dem zunehmenden
Demonstrationsaufkommen in der Innenstadt zu kämpfen hätten und führt
ein kürzlich getroffenes Erkenntnis an, das das Verbot einer
Radlerdemonstration als verfassungswidrig aufhebt: "Ich bin stolz
darauf in einem demokratisch geführten Österreich zu leben und seinen
Anliegen Gehör zu verschaffen ist in einer funktionierenden
Demokratie enorm wichtig. Aber im Gegenzug den Wirtschaftstreibenden
das Recht auf freien Kapital- und Warenverkehr zu nehmen, ist ein
verhältnismäßig hoher Preis mit schwerwiegenden Folgen für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Der 50-jährige Unternehmer setzt
auf Bewusstseinsbildung und schlägt den zuständigen Stellen von
Polizei und Stadt vor, die entstanden Kosten der jeweiligen
Demonstrationen offen zu legen. Begleitend werden wir als
Wirtschaftsbund zukünftig auf der entstehenden Webseite
www.demonstrationen.at ausgewählte Demonstrationen mit den
Informationen über Veranstalter, Thema der Demonstration, geschätzte
Kosten des Polizeieinsatzes und den geschätzten Umsatzentgang
anführen.

Auch die Märkte Wiens hätten zunehmend mit großen Herausforderungen
zu kämpfen. "Damit die Markthändler nicht weiter unnötig in ihrem
wirtschaftlichen Handeln eingeschränkt werden, muss die Marktordnung
erneuert werden.", so Margarete Gumprecht. Beispielsweise wären
Wochenmärkte bei der Bevölkerung sehr beliebt und beleben die
Einkaufsstraßen. Die kategorische Weigerung der Bezirksvorstehung in
Floridsdorf, auch vor der Schnellbahnstation am Floridsdorfer Spitz
einen Wochenmarkt vorzusehen, stoße daher auf Unverständnis. Die
stellvertretende Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes merkt an, dass
auch die Standumbauten einem langwierigen Freigabeprozess unterliegen
würden und dass die Investitions- und Nahversorgungsförderungen
erhöht anstatt gekürzt werden müssten. Schließlich sieht Gumprecht
Anpassungsbedarf bei den eingeschränkten Öffnungszeiten der
Gastrobetriebe. So dürften die Gastrobetriebe am Nasch-, Rochus- und
Brunnenmarkt bis 23 Uhr geöffnet haben, während auf anderen Märkten
die Sperrstunde oft bei 20 Uhr liegt. Für die
WB-Obfrau-Stellvertreterin mit Schwerpunkt Einkaufsstraßen und Märkte
gehöre eine funktionierende Gastronomie an einem Ort des Handels
einfach dazu.

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