- 11.06.2014, 11:32:05
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Greenpeace-Erfolg: Adidas kickt Chemikalien aus Produktion
Sportfirmen wie Nike und Puma müssen jetzt nachziehen
Utl.: Sportfirmen wie Nike und Puma müssen jetzt nachziehen =
Wien (OTS) - Als Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace hat
sich Adidas im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft auf einen
glaubwürdigen Fahrplan zur Entgiftung der Produktion festgelegt. Der
Sportartikelhersteller veröffentlichte heute eine entsprechende
Erklärung. Adidas sicherte zu, dass 90 Prozent aller Produkte
weltweit frei von den besonders gefährlichen per- und polyfluorierten
Chemikalien sind. Bis Ende 2017 steigt die Anzahl der PFC-freien
Produkte auf 99 Prozent, bis 2020 sollen alle Produkte sauber sein.
PFC machen Kleidung und Schuhe schmutz- und wasserabweisend, können
aber das Immunsystem und das Fortpflanzungssystem schädigen.
"Rechtzeitig zur Weltmeisterschaft macht Adidas entscheidende
Schritte nach vorne und übernimmt eine Führungsrolle in der
Sportartikelbranche", freut sich Nunu Kaller, Konsumentensprecherin
von Greenpeace.
Auf die Forderung nach vollständiger Transparenz der
Produktionsbedingungen bis 2020 hat Adidas mit ehrgeizigen neuen
Zwischenzielen reagiert. Damit die betroffenen Menschen erfahren
können, aus welchen Fabriken welche Schadstoffe in die Gewässer
gelangen, wird Adidas bis Ende 2014 die Abwasserdaten von 99 Prozent
aller Lieferanten in China veröffentlichen. Bis Mitte 2016 sollen 80
Prozent aller Abwasserdaten weltweit publiziert werden. Insbesondere
China ringt mit einer gewaltigen Gewässerverschmutzung, an der auch
die Textilindustrie Schuld ist: Etwa die Hälfte der ländlichen
Bevölkerung hat keinen Zugang zu Trinkwasser, das internationale
Standards erfüllt. Auch für den Verbraucher wird die Entscheidung
zugunsten giftfreier Adidas-Produkte einfacher. Die Firma
verpflichtet sich, ab dem 1. Januar 2018 die restlichen PFC-haltigen
Produkte auf der Website zu veröffentlichen.
Adidas hatte sich bereits vor drei Jahren auf eine giftfreie
Produktion bis 2020 verpflichtet, bislang fehlten aber glaubwürdige
Schritte auf dem Weg dorthin. Mitte Mai wies ein Greenpeace-Report
Adidas, Nike und Puma eine ganze Palette von Schadstoffen in ihren
WM-Produkten nach. Ende Mai protestierten Greenpeace-AktivistInnen in
mehr als 30 Städten in Deutschland, Asien und Lateinamerika vor
Adidas-Geschäften. Mit einer Online-La-Ola-Welle
(https://vine.co/tags/DetoxWave) forderten zudem KonsumentInnen
weltweit von Adidas, endlich Sportartikel ohne Gift herzustellen.
"Globale Firmen wie Adidas haben die Macht und die Verantwortung,
gefährliche Gifte aus der Produktion zu kicken. Jetzt ist es Zeit für
Nike und Puma, nachzuziehen", so Kaller. Diese beiden Unternehmen
haben sich zwar zur Detox-Kampagne von Greenpeace bekannt, jedoch
bisher keine konkreten Etappenziele festgelegt.
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