Greenpeace: G7 ersetzen Energie-Abhängigkeit von Russland durch neue Abhängigkeiten

Atomkraft ist nicht Antwort auf Energiekrise

Brüssel/Wien (OTS) - Das Treffen der mächtigsten Industrienationen, der G7, endete heute in Brüssel. Die Ergebnisse des Gipfels stellen die Energieversorgung nicht sicher, sondern verfestigen die Abhängigkeit Europas von schmutziger Energie wie Atomkraft und fossilen Energieträgern, kritisiert Greenpeace. "Die G7 haben die Gelegenheit verpasst, Schritte für eine wirkliche Energieunabhängigkeit durch die Versorgung mit sauberer und verfügbarer Energie zu setzen. Statt den Atomkurs einzuschlagen und uns damit in eine schmutzige und hochriskante Energiezukunft zu führen, müssen Erneuerbare und Energieeffizienz forciert werden", fordert Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin von Greenpeace.

Ein Ergebnis des Gipfels, bei dem unter anderem Auswege aus der Energiekrise auf der Agenda standen, liegt darin, Energiequellen zukünftig stärker zu diversifizieren und so die Abhängigkeit von Russland abzubauen. "Die G7 Staaten schlagen vor, die Gasabhängigkeit zu reduzieren, indem sie die Abhängigkeit von hochriskanten Energien wie Atomkraft verfestigen. Diese Mächte dürfen sich nicht durchsetzen. Die progressiven Kräfte Europas müssen diesen Vorschlägen den Riegel vorschieben", fordert Kerschbaumsteiner.

Beim bevorstehenden Energieministerrat am 12. Juni sowie beim Europäischen Rat am 26. und 27. Juni müsse sich die österreichische Bundesregierung daher geschlossen für eine saubere Energiezukunft, den Ausbau der Erneuerbaren Energieträger und Energieeffizienz einsetzen.

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Julia Kerschbaumsteiner, Energiesprecherin Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 857 4596
Florian Schweitzer, Pressesprecher Greenpeace, Tel.: +43 (0)664 612 6718

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