• 05.06.2014, 13:11:41
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ÖH: Milderung der Dropout-Quoten nur durch bessere Hochschulfinanzierung möglich

Bessere Rahmenbedingungen und Steigerung der Prüfungsaktivität durch Verbesserung von Beihilfen und echter Orientierungphase

Utl.: Bessere Rahmenbedingungen und Steigerung der Prüfungsaktivität
durch Verbesserung von Beihilfen und echter Orientierungphase =

Wien (OTS) - Die heute veröffentlichten Zahlen zu
Studienabbrecher_innen zeigen schwarz auf weiß: "Die fehlende soziale
Absicherung hindert zu viele Studierende am Abschluss des Studiums",
kommentiert Viktoria Spielmann vom ÖH-Vorsitzteam die neueste
IHS-Studie. Diese zeigt, dass die Prüfungsaktivität der Studierenden
durch Erwerbstätigkeit leidet. "Finanzieller Druck auf Studierende
erzwingt erhöhte Erwerbstätigkeit, die zu oft im Studienabbruch
mündet. Ein Studienwechsel heißt nach zwei Semestern den endgültigen
Verlust von Familienbeihilfe und Stipendium. Das jetzige System
zwingt Studierende, das Handtuch zu werfen und arbeiten zu gehen. Um
diesen Kreislauf entfliehen zu können, muss das System der
Studienbeihilfe reformiert und echte Orientierung geschaffen werden."

Vor allem die jetzigen Eingangsprüfungen und die fehlende
Orientierung für Studienanfänger_innen sieht die ÖH als Problem. "Es
braucht eine echte Orientierungsphase, statt weiterhin durch
Knock-Out-Prüfungen Studierende zum Abbruch zu bewegen", so
Spielmann. Die Studie bestätigt das Phänomen der "frühen Abgänge": So
verzeichnet die höchste Quote die Wirtschaftsuniversität mit 34
Prozent. "Das zeigt klar, dass die erschwerte Eingangsphase und der
hohe Druck an der WU Studierende aus dem Hochschulsystem befördert.
Wir haben bereits ein Konzept für echte Orienteriung geschaffen. Ziel
unserer Orientierungsphase ist es, Studierenden die Möglichkeit zu
bieten, verschiedene Studienrichtungen, alle Hochschulen und
wissenschaftliche Grundlagen kennenzulernen. Der Studienbeginn soll
für Neueinsteiger_innen wieder an Qualität gewinnen und die
Prüfungsaktivität steigern."

Die Studie der IHS zeigt klar, eine Verringerung der Dropout-Quote
kann nur mit der Erhöhung der finanziellen Mitteln für Hochschulen
einhergehen. "Bei einer so beschämend niedrigen Akademiker_innenquote
kann sich Österreich keine Verringerung mehr leisten. Studierende
rein an der Prüfungsaktivität zu messen und zu vergleichen spricht
gegen das Konzept der freien Bildung. Ein Bekenntnis der Regierung
zum freien Hochschulzugang ist notwendig", so Spielmann.

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