- 04.06.2014, 15:33:45
- /
- OTS0241 OTW0241
FPÖ-Karlsböck: Annäherung bei Ärztearbeitszeiten längst fällig
FPÖ-Forderung bestätigt, Verzögerung Schande für Sozialstaat Österreich
Utl.: FPÖ-Forderung bestätigt, Verzögerung Schande für Sozialstaat
Österreich =
Wien (OTS) - FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg. Dr. Andreas F.
Karlsböck, sieht in der nun erfolgten Einigung zwischen
Sozialminister, Ländern und Ärztekammer auf eine Reduktion der
Ärztearbeitszeit die langjährigen freiheitlichen Forderungen nach
einer drastischen Verkürzung der Wochenarbeitszeit bestätigt.
Dass erst eine Klagsdrohung der EU die Senkung der Ärztearbeitszeit
auf 48 Wochenstunden bewirkt habe, sei "eine Schande und schallende
Ohrfeige für den Sozialstaat Österreich", so Karlsböck, der weder als
Arzt und Gesundheitspolitiker noch als Wissenschaftssprecher seiner
Partei verstehen könne, warum nun so getan werde, als sei die
Forderung nach dieser Anpassung überraschend gekommen. Es sei
vielmehr völlig unverständlich "wie Sozialminister Hundstorfer und
gestandene Gewerkschafter der jahrelangen Missachtung der
europäischen Arbeitszeitbestimmungen tatenlos zusehen konnten", so
Karlsböck.
Die FPÖ habe schon seit Jahren vor dem eklatanten Ärztemangel
gewarnt, der anlässlich der nun erfolgenden Senkung der Arbeitszeit
nur offensichtlich werde. So habe die FPÖ erst im Dezember 2013 einen
entsprechenden Entschließungsantrag (104 A/E) zur Begrenzung der
zulässigen durchgehenden Dienstzeit von Spitalsärzten auf maximal 25
Stunden eingebracht, der aber wieder abgeschmettert worden sei. Da
eine Reduktion auf 25 Stunden jedoch mit dem jetzigen Personal nicht
zumutbar sei, müßten sofort neue Ärzte angestellt werden, forderte
Karlsböck.
Karlsböck fordert erneut ein umfassendes Maßnahmenpaket, um das
Schlimmste abzuwenden. Einerseits seien gesetzliche Maßnahmen zur
Attraktivierung von Arztpraxen gefordert, um den "extramuralen"
Bereich zu stärken, um die Patientenversorgung im niedergelassenen
Bereich zu verbessern und die Spitäler zu entlasten. Man dürfe der
Abwanderung von Ärzten ins Ausland, wo weitaus attraktivere
Arbeitsbedingungen vorzufinden seien - angefangen vom Gehalt über die
Arbeitszeit bis hin zur Bereitstellung von Kindergartenplätzen -
nicht länger zusehen.
"Ein Crash-Kurs mit der Ärzteschaft, ob von Seiten Hundstorfers oder
Stögers, sei das letzte, was wir in dieser Phase gebrauchen können",
so Karlsböck abschließend.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






