- 03.06.2014, 15:08:03
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Bundeskanzler Faymann: Für Österreich liegt die Zukunft der Energiepolitik in umweltfreundlichen Technologien
Tschechischer Premierminister Bohuslav Sobotka zu Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt
Utl.: Tschechischer Premierminister Bohuslav Sobotka zu
Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt =
Wien (OTS) - Beim heutigen Arbeitsgespräch von Bundeskanzler Werner
Faymann und seinem tschechischen Amtskollegen Bohuslav Sobotka
standen das künftige Arbeitsprogramm der EU, die Entwicklungen in der
Ukraine und bilaterale Fragen im Mittelpunkt. "Unsere beiden Länder
sind durch gute Beziehungen eng miteinander verbunden.
Premierminister Sobotka und mir ist es ein wichtiges Anliegen, diesen
guten Kontakt weiter zu pflegen und uns gerade auch in europäischen
Fragen laufend auszutauschen", so Faymann.
Daher sei der weitere Weg Europas nach den Wahlen zum Europäischen
Parlament ein zentraler Gesprächspunkt gewesen. "Was vor den Wahlen
versprochen wurde, sollte nach den Wahlen gehalten werden", so der
Kanzler. Er wünsche sich jetzt klare und rasche Entscheidungen auf
EU-Ebene, sowohl für die inhaltliche Ausrichtung, als auch in
Personalfragen. "Im Arbeitsprogramm der Union müssen soziale Fragen,
die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Stärkung des
Wirtschaftsaufschwungs ganz oben auf der Agenda stehen. Darin waren
Premierminister Sobotka und ich uns einig", sagte Faymann.
Beiden Regierungschefs sei es auch ein Anliegen, dass die Europäische
Union in der Ukraine-Krise eine starke Vermittlerrolle spielen solle.
"Es ist nun entscheidend, sowohl in der Ukraine als auch in der
gesamten Region ein Klima für Dialog und Versöhnung zu schaffen. Der
neue ukrainische Präsident steht vor der wichtigen und schwierigen
Aufgabe, das Land zu stabilisieren und Brücken zu den Regionen im
Osten und zu Moskau zu bauen", so der Bundeskanzler.
Im Bereich der bilateralen Beziehungen war die Klima- und
Energiepolitik ein zentrales Thema des Gesprächs. Bundeskanzler
Faymann hat erneut klargestellt, dass für Österreich die Atomenergie
keine Option darstelle und die Zukunft in umweltfreundlichen und
erneuerbaren Energien liege. Es sei erfreulich, dass der geplante
Ausbau des AKW Temelin aus Rentabilitätsgründen von den Betreibern
zurückgezogen worden sei. "Das ist eine positive Entwicklung und
bestätigt unsere Position, wonach Atomenergie weder sicher noch
nachhaltig ist, aber sich auch wirtschaftlich nicht rechnet."
Abschließend betonte der Bundeskanzler, dass er sich auf eine enge
Zusammenarbeit mit dem tschechischen Premierminister freue, sowohl in
zwischenstaatlichen Angelegenheiten, als auch auf europäischer Ebene.
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