- 02.06.2014, 10:20:44
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ÖBB: Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen hat Vorrang
* "International level crossing awareness day 2014" * Pilotprojekt "Rotlicht-Blitzer" wird österreichweit ausgebaut * Ab 30. Mai: ÖBB - Sicherheitsspot in Österreichs Kinos
Utl.: * "International level crossing awareness day 2014"
* Pilotprojekt "Rotlicht-Blitzer" wird österreichweit
ausgebaut
* Ab 30. Mai: ÖBB - Sicherheitsspot in Österreichs Kinos =
Wien (OTS) - Der 3. Juni ist der internationale "level crossing
awareness day" und steht europaweit im Zeichen von mehr Sicherheit an
Eisenbahnkreuzungen. Im Vorjahr kam es auf dem Schienennetz der ÖBB
zu 87 Zusammenprallen, dabei wurden 11 Menschen getötet, 22 schwer
und 26 leicht verletzt. Statistisch gesehen ereignet sich in
Österreich an jedem 10. Tag ein Unfall an einer Eisenbahnkreuzung,
die technisch gesichert ist. Das macht klar: Die Sicherung der
Eisenbahnkreuzungen ist nur eine Seite der Medaille - die andere
wichtige Seite ist das richtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer. In
Österreich treten das BMVIT und die ÖBB gemeinsam für mehr Sicherheit
an Eisenbahnkreuzungen ein.
Ing. Franz Seiser, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG: "Unachtsamkeit,
Unkenntnis oder Leichtsinn an Eisenbahnkreuzungen kann dramatische
Folgen haben. Mit unseren Präventionsmaßnahmen wollen wir das oft
riskante Verhalten der Straßenverkehrsteilnehmer ändern. So entsteht
mehr Sicherheit für alle."
ÖBB treiben Entwicklung für mehr Sicherheit weiter voran
Die Eisenbahnkreuzungen im Netz der ÖBB sind bereits mit
unterschiedlichen Maßnahmen gesichert und behördlich überprüft.
Trotzdem investieren die ÖBB jährlich rund 25 Mio. Euro, um die
Situation auf Eisenbahnkreuzungen weiter zu verbessern. Die Zahl der
Kollisionen konnte seit 2007 um 40 Prozent gesenkt werden. Aktuell
werden die ÖBB das Pilotprojekt mit Rotlicht-Überwachungskameras an
Eisenbahnkreuzungen von derzeit zehn auf 16 Standorte in ganz
Österreich erweitern. Zu den bestehenden Standorten in Allentsteig,
Eisenstadt, Pfarrwerfen, Klagenfurt, Purgstall, Kefermarkt,
Schützen/Gebirge kommen noch Rotlichtüberwachungen in
Scheiblingkirchen, Bockflies, Flöcking, Kitzbühel, Winzendorf und St.
Pölten dazu.
Zusätzlich werden Präventionsmaßnahmen gesetzt: Um die
Hochrisikogruppe der jungen Verkehrsteilnehmer zielgenau anzusprechen
und zu informieren, sind die ÖBB in den Sozialen Medien sehr aktiv
und investieren in bewusstseinsbildenen Maßnahmen. Ab Freitag 30. Mai
bringen die ÖBB einen Spot rund ums Sichere Verhalten an
Eisenbahnkreuzungen österreichweit in die Kinos. Dieser Spot wird
eine Woche lang laufen und etwa 250.000 Seher direkt in der
Risikozielgruppe junger Menschen erreichen.
ÖBB-Videos auf youtube machen dramatische Folgen sichtbar
Was bei einem Zusammenprall von einem Zug und einem Pkw passiert,
veranschaulicht ein Video auf dramatische Weise. Bei solch einer
Kollision haben Straßenverkehrsteilnehmer oft keine Chance. Die
Bilder sollen aufrütteln und das Problembewusstsein schärfen, denn
die Unfallursache liegt fast ausschließlich bei den
Straßenverkehrsteilnehmern.
Das Crash-Video steht auf dem Youtube-Kanal der ÖBB ("unsereOeBB")
zur Verfügung: https://www.youtube.com/watch?v=WJKz9EfqHx0 (Content
frei, c: ÖBB)
Dass der Bremsweg eines Zuges wesentlich länger ist als jener eines
Autos, macht folgendes ÖBB Video klar:
https://www.youtube.com/watch?v=Mg63-SWL9Ac (Content frei, c: ÖBB)
Mehr Sicherheitsvideos im ÖBB Channel unter www.youtube.com
"unsereOeBB".
Richtiges Verhalten vor und auf Eisenbahnkreuzungen
█ Grundsätzlich gilt bei Eisenbahnkreuzungen: Es gibt keine freie
Fahrt, man muss sich jeder Eisenbahnkreuzung bremsbereit nähern und
sich davon überzeugen, dass eine gefahrlose Überquerung möglich ist.
█ Oft sind gerade Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen queren
und den Fahrplan kennen, besonders sorglos und dadurch gefährdet.
█ Rotes oder gelbes Licht, sich in Bewegung befindliche
Schrankenbäume oder Läutwerk bedeuten ausnahmslos: HALT.
█ Vormerkdelikt: Das Nichtbeachten des Rotlichts bei Bahnübergängen
und Umfahren der bereits geschlossenen Schranken ist ein
Vormerkdelikt. Es wurde erweitert auf: "Nichtanhalten vor
beschrankten Eisenbahnübergängen, wenn das Schließen angekündigt
wird".
Eine Eisenbahnkreuzung darf nur übersetzt werden, wenn
█ kein Licht aufleuchtet,
█ die Schranken - so vorhanden - vollständig geöffnet sind und
█ sich kein Schienenfahrzeug nähert.
Eine nicht technisch gesicherte Eisenbahnkreuzung ist durch
Andreaskreuz und entweder Stopptafel, Geschwindigkeitseinschränkung
oder Stopptafel mit Zusatztafel "Auf Pfeifsignal achten" gesichert.
Die Verkehrsteilnehmer müssen sich mit besonderer Aufmerksamkeit
selbst davon überzeugen, dass sich kein Zug nähert. Vor einer
Stopptafel auf jeden Fall stehen bleiben.
Absolutes Überholverbot
Mehrspurige Fahrzeuge dürfen innerhalb von 80 Metern vor bis
unmittelbar nach der Eisenbahnkreuzung nicht überholt werden. Auf der
Eisenbahnkreuzung selbst gilt ein absolutes Überholverbot. Auch das
Parken, Halten und Umkehren auf der Eisenbahnkreuzung ist verboten.
Selbstverständlich ist auch das Umfahren der (Halb-) Schranken nicht
erlaubt.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern
jährlich 469 Millionen Fahrgäste und 109,3 Mio. Tonnen Güter
umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus
erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB
gehören mit 95,9 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen
Europas. Konzernweit sorgen 39.513 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus
(zusätzlich 1.761 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio.
Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
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