- 30.05.2014, 10:30:44
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Zuwander/innen am Arbeitsmarkt: Mehr als ein Viertel unter ihren Qualifikationen beschäftigt
18% der Beschäftigten haben Migrationshintergrund; Potenzial wird vielfach nicht genutzt. Neue ÖIF-Statistikbroschüre liefert aktuelle Zahlen zu Arbeit, Bildung und Beruf
Utl.: 18% der Beschäftigten haben Migrationshintergrund; Potenzial
wird vielfach nicht genutzt. Neue ÖIF-Statistikbroschüre
liefert aktuelle Zahlen zu Arbeit, Bildung und Beruf =
Wien (OTS) - Mehr als ein Viertel der im Ausland geborenen
Beschäftigten gibt an, in Österreich nicht entsprechend ihrer
Ausbildung beschäftigt zu sein. Zum Vergleich: Bei den
Österreicher/innen liegt dieser Wert bei rund 10%. "Hier geht es um
Qualifikationen und Abschlüsse, die nicht nur Basis für die
erfolgreiche Integration der Zuwander/innen in den Arbeitsmarkt sind,
sondern auch für die österreichische Wirtschaft ein wertvolles
Potenzial darstellen", betont Franz Wolf-Maier, Geschäftsführer des
Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Die neue
ÖIF-Informationsbroschüre "migration & integration - Schwerpunkt:
Arbeit & Beruf" stellt die spezifischen Herausforderungen und Chancen
von Migrant/innen am österreichischen Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt
und liefert aktuelle Fakten und Zahlen.
Mehr als die Hälfte der Zugewanderten im Erwerbsalter aus EU
Rund 430.700 Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre)
wanderten zwischen 1996 und 2012 nach Österreich zu. Mehr als die
Hälfte von ihnen (52%) stammte aus EU/EWR oder der Schweiz. Die
größte Gruppe unter den EU-Migrant/innen stellten Deutsche (85.100)
gefolgt von Zuwander/innen aus Rumänien (34.300), Polen (22.100),
Ungarn (21.300) sowie der Slowakei (15.700). Anfang 2013 lebten 1,147
Millionen Personen im erwerbsfähigen Altern ausländischer Herkunft in
Österreich.
Meiste Migrant/innen in Produktion, Handel, Bau und Tourismus
2012 war die Arbeitslosenquote unter Ausländer/innen mit 9,7%
deutlich höher als unter Österreicher/innen (6,5%). Bei den
Ausländer/innen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügten,
lag sie 2012 bei 18%, bei Österreicher/innen bei 14%.
Arbeitnehmer/innen mit Migrationshintergrund sind am häufigsten in
den Brachen Sachgütererzeugung (16%), Handel (15%) sowie
Bauwirtschaft und Tourismus (je 12%) beschäftigt. Sie sind deshalb
auch häufiger von belastenden Faktoren wie Schicht-, Wechsel- oder
Turnusdienst betroffen. Im Vergleich zu Erwerbstätigen ohne
Migrationshintergrund sind Zuwander/innen in Österreich fast drei Mal
so häufig als Leiharbeiter/innen beschäftigt.
Berufsanerkennung derzeit oft langwierig
Auch höherqualifizierten Zuwander/innen fällt die Arbeitssuche in
Österreich schwer. ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf-Maier betont:
"Häufig fehlt gut qualifizierten Migrantinnen und Migranten die
Anerkennung ihrer Berufsausbildungen, um in Österreich in den
erlernten Beruf einsteigen zu können." Der Prozess der Anerkennung
dauere aber oft Jahre und sei gerade für Zuwander/innen sehr
unübersichtlich: "Wir begrüßen die Ankündigung eines neues
Anerkennungsgesetzes durch Integrationsminister Sebastian Kurz und
hoffen, dass es bald umgesetzt werden kann."
Objektive Zahlen zu Schwerpunkten Arbeit, Frauen, Jugend und
Bundesländer
In der Reihe "migration & integration" sind neben der
Statistikbroschüre zum Thema Arbeit & Beruf noch weitere
Publikationen zu den Schwerpunkten Frauen, Jugend sowie Bundesländer
erschienen. Ziel der Reihe ist es, mit objektiven Zahlen, Daten und
Fakten eine konstruktive und sachliche Diskussion rund um Chancen
und Herausforderungen im Bereich Migration und Integration zu
fördern.
Sämtliche Broschüren sind unter www.integrationsfonds.at als
PDF-Download verfügbar oder unter [email protected] als gratis
Printexemplare beziehungsweise druckfähige Grafiken zu bestellen.
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