• 27.05.2014, 17:51:46
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27 Schulklassen als Demokratiewerkstatt-Profis ausgezeichnet

Prammer erfreut über Interesse der Jugendlichen an Politik

Utl.: Prammer erfreut über Interesse der Jugendlichen an Politik =

Wien (PK) - Auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer
haben heute wieder Hunderte SchülerInnen im Alter von 8 bis 15 Jahren
den Plenarsaal des Nationalrats und die Säulenhalle des Parlaments
bevölkert und ihre Kür zum Demokratiewerkstatt-Profi gefeiert. Der
Profi-Titel bestätigt den SchülerInnen, dass sie vier verschiedene
Werkstätten in der Demokratiewerkstatt besucht und sich somit
umfassend mit den Themen Parlament, Partizipation oder Europa
auseinandergesetzt haben.

Prammer erfreut über Entwicklung der Demokratiewerkstatt

Von den insgesamt 27 Schulklassen, die mit dem Profi-Titel
ausgezeichnet wurden, konnten 15 im Parlament persönlich ihre
Urkunden und ihre Profi-Medaillen in Empfang nehmen. Die Präsidentin
hieß die 338 SchülerInnen - von insgesamt 609 Demokratiewerkstatt-
Profis - und deren LehrerInnen persönlich willkommen und freute sich
darüber, die Jugendlichen nach ihrem Besuch der Demokratiewerkstatt
wieder im Hohen Haus begrüßen zu dürfen. Sie zeigte sich zufrieden
über die positive Entwicklung der vor sieben Jahren eingerichteten
Demokratiewerkstatt, in der sich seither mehrere tausend SchülerInnen
mit dem Gesetzgebungsprozess in Österreich und in Europa befassen
konnten. Besonders dankte sie den jungen Gästen für deren Interesse
an der Politik und vor allem den Lehrkräften, die bereits im Vorfeld
der Demokratiewerkstatt wertvolle Arbeit leisten und die Klassen dazu
motivieren, ins Parlament zu kommen.

Schülerin: Mit 16 Jahren gut informiert zur Wahl

Nach der Begrüßung von Nationalratspräsidentin Prammer waren es die
SchülerInnen, die ans Rednerpult traten, um ihre Erfahrungen in der
Demokratiewerkstatt wiederzugeben. 15 VertreterInnen aller anwesenden
Klassen schilderten ihre - oft sehr kritische - Sicht der Dinge. So
sieht Lea Williwald vom GRG 23 in Alterlaa die Medienkompetenz als
zentrales Element einer gesunden Demokratie. "In der
Demokratiewerkstatt wurden uns Wege gezeigt, um uns umfassend und
kritisch zu informieren", so die Schülerin. Einer der Jüngsten,
Sebastian Freudl von der Volksschule Prandaugasse, bedankte sich in
charmanter Art und Weise beim Team der Demokratiewerkstatt und ist
nun froh, auch ein Demokratie-Profi zu sein. Dagegen kam die
Bundesregierung nicht gut weg und wurde von einigen SchülerInnen
wegen der Einsparungen im Bildungsbereich gerügt. Es sei nicht
verständlich, wieso man "für die Hypo Milliarden ausgibt und bei den
Schulen spart", so der Tenor. Trotzdem fand eine Schülerin schöne
Schlussworte: "Wir werden mit 16 Jahren gut informiert zur Wahl
gehen!"

Auch ParlamentarierInnen waren bei der Auszeichnung zugegen und
halfen bei der Verleihung der Orden an die vielen neuen
Demokratiewerkstatt-Profis mit. Unter ihnen waren der Dritte
Nationalratspräsident Norbert Hofer (F), die Nationalratsabgeordneten
Rainer Hable (N), Petra Steger (F), Rouven Ertlschweiger (T),
Wolfgang Gerstl (V), Katharina Kucharowits (S), Petra Bayr (S) und
Bundesrätin Elisabeth Reich (S).

Wie man ein Demokratiewerkstatt-Profi wird

Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 8 und 15 Jahren können in
der Demokratiewerkstatt sechs verschiedene Werkstätten besuchen.
Jeder absolvierte Workshop wird mit einem Stempel im
Demokratiewerkstatt-Pass bestätigt. Sind von vier verschiedenen
Workshops die Stempel im Pass, kann man sich zur Profi-Ehrung
anmelden. Insgesamt sind seit dem Start der Demokratiewerkstatt des
Parlaments im Jahr 2007 bis heute 167 Klassen mit rund 3.800
SchülerInnen Demokratiewerkstatt-Profis geworden.

Bisher haben rund 65.500 Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich
die Workshops im Palais Epstein besucht. Diesen Erfolg garantieren zu
einem guten Teil auch die engagierten Abgeordneten zum Nationalrat
und die BundesrätInnen aller Parlamentsparteien sowie EU-Abgeordnete
als Gäste in der ParlamentarierInnen-Werkstatt, die den SchülerInnen
ihren Arbeitsalltag, die damit verbundenen Aufgaben und die
parlamentarischen Prozesse wie Abläufe schildern. Beide Seiten -
SchülerInnen und ParlamentarierInnen - schätzen den persönlichen
Kontakt: "Politik zum Anfassen" wird von den SchülerInnen generell
als beeindruckend und spannend beschrieben.

Das inhaltliche Angebot der sechs Workshops umfasst folgende Gebiete:
Werkstatt mit ParlamentarierInnen zum Thema: "Sind Gesetze für alle
da?"; Politische Werkstatt - Thema: "Auf der Spur des Gesetzes";
Partizipationswerkstatt - Thema: "Meine Meinung zählt"; Medien-
Werkstatt - Thema: "Manipulation durch Information"; Zeitreise-
Werkstatt - Thema: "Republik erforschen im Parlament"; Europa-
Werkstatt - Thema: "Die Europäische Union kennen lernen". Aktuell
werden in den Werkstätten bis Ende dieses Schuljahres die
Schwerpunktthemen "Wahlen zum Europäischen Parlament" sowie
"Web2.0/Socialmedia" vertiefend behandelt.

Wer sich dafür interessiert, im kommenden Schuljahr 2014/2015 einen
Workshop in der Demokratiewerkstatt zu besuchen, kann sich seit dem
12. Mai bereits per E-Mail unter demokratiewerkstatt@parlament.gv.at
oder unter der Telefonnummer 01/40110-2930 anmelden. (Schluss) red

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