• 27.05.2014, 12:32:55
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Kalliauer mit großer Mehrheit wieder zum AK-Präsidenten gewählt - Wahl der Gremien ohne Gegenstimme

1. und konstituierende Vollversammlung der XV. Funktionsperiode

Utl.: 1. und konstituierende Vollversammlung der XV.
Funktionsperiode =

Linz (OTS) - Die AK-Vollversammlung wählte in ihrer konstituierenden
Sitzung heute Dr. Johann Kalliauer (Fraktion Sozialdemokratischer
GewerkschafterInnen, FSG) mit großer Mehrheit wieder zum Präsidenten.
Er bekam die Stimmen von fünf der sechs wahlwerbenden Gruppen, das
sind 99 von 110 Kammerräten/-innen. Lediglich die Freiheitlichen
stimmten gegen ihn. Gewählt wurden auch die weiteren Organe der
Arbeiterkammer (Vizepräsidenten/-in, Vorstand und Kontrollausschuss).
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrätin Mag.a Gertraud Jahn,
Bürgermeister MMag. Klaus Luger und ProGe-Bundesvorsitzender NR
Rainer Wimmer gratulierten den Gewählten.

Dr. Johann Kalliauer ist seit 2003 Präsident der AK Oberösterreich
und wurde mittlerweile zum dritten Mal von der Vollversammlung
wiedergewählt: "Die weitgehende Geschlossenheit bei den Wahlen ist
für mich eine taugliche und gute Grundlage für die weitere gemeinsame
Arbeit."

Zusammen mit vier Vizepräsidenten/-innen bildet er das Präsidium.
Diese wurden gemäß dem Ergebnis der AK-Wahl Ende März nominiert:
Harald Dietinger, Christine Lengauer und Erich Schwarz (FSG) sowie
Helmut Feilmair vom Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und
Arbeitnehmerbund (ÖAAB). Ihre Wahl erfolgte einstimmig.

Neu verteilt wurden nach den AK-Wahlen auch die Sitze im
15-köpfigen Vorstand der AK: Neben dem Präsidenten und den vier
Vizepräsidenten/-innen verbleiben nach der Stärke der Fraktionen noch
acht (bisher sechs) FSG-Mitglieder, ein (bisher drei)
ÖAAB-Mitglied(er) und wie bisher ein Mitglied der Freiheitlichen
Arbeitnehmer (FA). Josef Affengruber, Manfred Fadl, Herta Gruber,
Walter Hofstadler, Sandra Saminger, Walter Schopf, Andreas Stangl,
Andreas Wansch (FSG) und Franz Bernroitner (ÖAAB) bekamen ebenfalls
die Stimmen aller Kammerräte/-innen. Manfred Pühringer (FA) wurde
mehrheitlich bei elf Gegenstimmen gewählt.

Zuletzt wurde noch der Kontrollausschuss gewählt, der gemäß
AK-Gesetz aus 15 Mitgliedern besteht. Jede Fraktion (FSG, ÖAAB, FA
und AUGE/Alternative und Grüne GewerkschafterInnen) erhält zunächst
einen Sitz, die verbleibenden elf Sitze verteilen sich gemäß dem
Ergebnis der AK-Wahl. Insgesamt besteht der Kontrollausschuss demnach
aus neun (bisher acht) FSG-Mitgliedern, drei (bisher vier)
ÖAAB-Mitgliedern und wie bisher zwei FA-Mitgliedern und einem
Vertreter der AUGE/UG. Die zur Wahl vorgeschlagenen Norbert
Brettbacher, Peter Dorn, Martha Fleschurz, Erich Kaiser, Josef Krump,
Erich Linner, Sylvia Luef, Josef Reichl, Helmut Woisetschläger (FSG),
Ernst Brandstetter, Klaus Schatzl, Alois Silmbroth (ÖAAB), Gottfried
Krenn, Siegfried Riedler (FA) und Gerhard Dober MSc (AUGE/UG) wurden
einstimmig gewählt. Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB) und Liste
Perspektive (LP) haben nach dem AK-Gesetz keinen Anspruch auf einen
Sitz im Kontrollausschuss, weil sie bei der AK-Wahl nicht
Fraktionsstärke erreicht haben.

Ehrengäste gratulierten und hoben Zusammenarbeit mit AK hervor

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer gratulierte Dr. Johann
Kalliauer sowie seinen Vizepräsidenten/-innen zur Wiederwahl und zum
großen Vertrauen bei der AK-Wahl. Pühringer legte vor der
Vollversammlung vier Bekenntnisse ab - zur aktiven
Sozialpartnerschaft ("lieferte wesentliche Beiträge zur
Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik"), zur Vollbeschäftigung ("wer
dem Menschen die Arbeit nimmt, nimmt ihm auch seine Würde"), zum
Wirtschafts- und insbesondere Industriestandort ("die Industrie darf
aus Europa und aus Österreich nicht wegziehen") und zu sozial fairen
Rahmenbedingungen ("bei der Kinderbetreuung und beim Ausbau der
ganztägigen Schulen sind wir ein gutes Stück weitergekommen").

Landesrätin Mag.a Gertraud Jahn würdigte ebenfalls die Verdienste
des Präsidenten ("Du hast großartige Arbeit geleistet") und
gratulierte ihm zur Wiederwahl. Die Menschen haben große Sorgen,
führte Jahn aus: Viele wissen nicht mehr, wie sie mit ihrem Einkommen
über die Runde kommen sollen. Es gibt die Angst vor dem Verlust des
Arbeitsplatzes. Der Arbeitsdruck steigt und viele machen sich Sorgen
um die Zukunft der Kinder. Jahn wörtlich: "Vollbeschäftigung muss
wieder zum Ziel dieser Gesellschaft werden. Es gilt alles zu tun, um
diesen Sozialstaat zu sichern. Es braucht gerechte Verteilung von
Vermögen und Steuern und es braucht wieder eine Kultur des Respekts
in den Betrieben."

Bürgermeister MMag. Klaus Luger beglückwünschte namens der Stadt
Linz den wiedergewählten Präsidenten ("Aufrechter Gang wird belohnt")
und hob hervor, dass die AK ein verlässlicher Partner ist, wenn es um
den Zusammenhalt in der Gesellschaft geht. Er ging auch auf die vor
einigen Wochen entfachte Standortdiskussion ein: "Wir haben um den
Industriestandort zu ringen." Die Standortdrohungen bezeichnete er
als "Spiel mit dem Feuer". Er forderte einen Industriefonds zur
strategischen Beteiligung an Betrieben, um den Standort abzusichern.
Als positives Beispiel, wie so etwas funktionieren kann, nannte er
das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Der Bundesvorsitzende der Produktionsgewerkschaft ProGe, NR Rainer
Wimmer, gratulierte dem neuen alten Präsidenten ("bei der
Wahlauseinandersetzung hat man gesehen, mit wie viel Herzblut du für
die Arbeitnehmer gekämpft hast") und hob die österreichweit
diskutierten Initiativen der AK Oberösterreich hervor. Er verwies
u.a. auf den neuen "Reichtumsticker" der AK OÖ. Dass die
Wirtschaftskammer vor der AK-Wahl eine Kampagne gegen den
AK-Präsidenten geführt hat, verwunderte ihn. Wimmer: "Die
Sozialpartnerschaft ist keine Einbahnstraße. Und es geht hier nicht
um Klassenkampf, wie die Wirtschaftskammer behauptet, sondern um
Verteilungsgerechtigkeit."

Schließlich gratulierte auch Direktor Dr. Josef Moser, MBA allen
gewählten Mandatarinnen und Mandataren und ersuchte um sachliche und
kooperative Zusammen- und Mitarbeit, denn es geht auch darum, das
hohe Vertrauen in die AK zu sichern und zu stärken.

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