GSK friert Impfstoffpreise in Entwicklungsländern ein

5-Jahre Preisgarantie ab Ende der Unterstützung durch GAVI - Preise für Entwicklungsländer unter 10 % von Industrieländern

Wien (OTS) - Wie am 18. Mai 2014 bekanntgegeben, wird GSK für Entwicklungsländer, die aus dem Programm von GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunisation) ausscheiden, die Impfstoffpreise fünf Jahre lang auf dem gleichen Niveau halten. Mit diesem Angebot für Impfstoffe gegen Pneumokokken, Rotaviren und Gebärmutterhalskrebs unterstützt GSK die Regierungen in Entwicklungsländern in der Übergangsphase zur Finanzierung ihrer lokalen Impfprogramme zu Vollkosten.

Seit der Gründung im Jahr 2000 hat die GAVI Allianz einen großen Beitrag zur Finanzierung der Immunisierung von 440 Millionen Kindern in einigen der ärmsten Länder der Welt geleistet. GSK ist ein langjähriger Partner der Allianz und behält gleichzeitig seine niedrigen Preise, die weniger als ein Zehntel der Preise in den Industrieländern ausmachen können, für jene Länder, die eine Vereinbarung mit GAVI haben, bei.

Während seiner Rede auf einer Veranstaltung der Europäischen Kommission und GAVI Alliance in Brüssel am 18. Mai 2014 hat Sir Andrew Witty, CEO von GSK, der GAVI Alliance Führung und deren Partnern seine Anerkennung ausgesprochen, darunter Regierungen, Spendengeber, Wohltätigkeitsorganisationen und Impfstoffhersteller. Gemeinsam haben sie Millionen von Kindern in den ärmsten Ländern der Welt den Zugang zu innovativen und lebensrettenden Impf-stoffen ermöglicht.

Sir Andrew Witty: "Die Erfolge der GAVI Allianz sind bemerkenswert. Seit der Gründung im Jahr 2000 konnten 6 Millionen Leben gerettet werden. Erfolgreiche Impfprogramme haben sicher auch zur Entwicklung der Länder in diesem Zeitraum beigetragen. Ich freue mich, dass wir den Regierungen in jenen Ländern, die sich gut entwickeln und die nicht länger von GAVI unterstützt werden, einen Preisstopp anbieten können. So können wir sicherstellen, dass Kinder weiterhin im Rahmen von nationalen Immunisierungsprogrammen geschützt werden können. Gleichzeitig unterstützen wir GAVI, den Zugang zu Impfstoffen zu erweitern und zu beschleunigen für Kinder in den Ländern, die immer noch die Unterstützung der Allianz benötigen."

Bis 2020 werden 22 Länder mit guter wirtschaftlicher Entwicklung an den Punkt kommen, wo sie die Unterstützung von GAVI nicht mehr brauchen, was GAVI wiederum einen Fokus auf die ärmsten Länder ermöglicht. In weiterer Folge können Regierungen, über die Zeit zunehmend selbst Verantwortung für ihre Impfprogramme übernehmen. GSK ist das erste Unternehmen, das sich zur Aufrechterhaltung der niedrigsten Preise für fünf Jahre verpflichtet, sobald Länder aus dem GAVI Schutzprogramm ausscheiden. Regierungen können dadurch die Finanzierung der vollen Kosten für Immunisierungsprogramme besser planen.

"Nachhaltigkeit ist eine zentrale Säule für den langfristigen Erfolg der von GAVI Allianz unter-stützten Impfstoff-Programme", so Dr. Seth Berkley, Geschäftsführer der GAVI Alliance. "GSK setzt starke Zeichen zur Unterstützung der Entwicklungsländer, die aufgrund ihrer guten Entwicklung nicht länger von GAVI unterstützt werden und ist führend bei längerfristiger Preissicherheit für Rotaviren-, Pneumokokken- und HPV-Impfstoffe für diese Länder."

GSK liefert als einer der größten Spender von GAVI innovative Impfstoffe, u.a. für Rotaviren, Pneumokokken und Gebärmutterhalskrebs, zu deutlich reduzierten Preisen, um den Zugang in Entwicklungsländern zu beschleunigen. GSK hat sich zur Bereitstellung von mehr als 850 Millionen Impfstoffdosen zum Schutz von bis zu 300 Millionen Kindern und jungen Mädchen in Ent-wicklungsländern verpflichtet. Über das Jahr gerechnet gehen mehr als 80 % der Impfstoffe von GSK an Entwicklungsländer, täglich sind es über 2 Millionen Impfstoffe.

Hinweise für Redakteure:

  • GSK-Impfstoffe sind Teil von Impfkampagnen in 170 Ländern weltweit. Im Jahr 2013 hat GSK 862 Millionen Impfstoffdosen geliefert, über 80 % davon an Entwicklungsländer
  • Im Juli 2013 hat sich GSK dazu verpflichtet, der GAVI-Allianz für den Einsatz in Entwicklungsländern über die nächsten 10 Jahre -zusätzlich zu den 480 Millionen Impfstoffdosenim Rahmen der Marktgarantie (Advance Market Commitments) - 240 Mil-lionen Dosen seines Pneumokokken-Impfstoffes zur Verfügung zu stellen und damit bis zu 80 Millionen weiteren Kindern zu helfen, sich vor Erkrankungen wie Meningitis und Lungenentzündung zu schützen.
  • GSK hat sich zu 132 Millionen Dosen Impfstoff gegen Rotaviren verpflichtet, womit 60 Millionen Kinder geschützt werden können. Schätzungen zufolge sterben mehr als eine halbe Million Kinder weltweit jedes Jahr an Rotavirus-Gastroenteritis, dies ist ein Kind pro Minute1.
  • GSK hat sich GAVI gegenüber dazu verpflichtet, seinen HPV-Impfstoff als Teil eines langfristigen Programms bereitzustellen, um Mädchen vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. In Entwicklungsländern ist diese Erkrankung ein bedeutendes Problem.
  • GSK beliefert UNICEF seit 50 Jahren mit oralen Polio-Impfstoffen. Seit der Gründung der Global Polio Eradication Initiative im Jahr 1988 waren es knapp 16 Milliarden Do-sen.

Referenzen:

1 World Health Organization. Weekly epidemiological record 2011; 86: 173-176.

Bildmaterial:

Andrew Witty:
https://www.flickr.com/photos/glaxosmithkline/8700920427/

Seth Berkley:
https://www.flickr.com/photos/gavialliance/10565642406/

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