Hochwasser: Hilfe braucht einen langen Atem

Caritas Auslandshilfe-Generalsekretär Christoph Schweifer: "Die Menschen haben alles verloren. Wir müssen ihnen jetzt und auch in Zukunft beistehen!"

Wien (OTS) - Zwei Tage lang war "Nachbar in Not" Vorstandsvorsitzender Christoph Schweifer in den vom Hochwasser so schwer betroffenen Gebieten rund um Belgrad unterwegs. "Wir haben den Menschen, die alles verloren haben, Lebensmittel und die wichtigsten Hygieneartikel gebracht. Momentan ist eine rasche und effiziente Nothilfe das Wichtigste!"

Druckfähige Bilder aus Serbien mit Christoph Schweifer sowie der Caritas-Helferin Birgit Ertl hier zum Download: http://bit.ly/1tsT6Rx Credit: Caritas.

Nach wie vor gibt es keine Entwarnung in den Flutgebieten in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien: Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Insgesamt kamen bislang in den drei Ländern mindestens 47 Menschen ums Leben, weitere werden vermisst.
In Serbien mussten insgesamt mehr als 32.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Tausende wurden in Notunterkünften in Belgrad untergebracht. Für viele wird es Wochen dauern, ehe sie in ihre Häuser zurückkehren können.
In Bosnien-Herzegowina mussten rund 500.000 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden. Etwa eine Million von insgesamt 3,8 Millionen Einwohnern ist von den schwersten Überschwemmungen seit Beginn der Aufzeichnungen betroffen.
Im Osten Kroatiens sind etwa 15.000 Menschen vom Hochwasser bedroht, viele von ihnen haben ihre Häuser verlassen müssen.

Die Hilfe
"Die Caritas wird in den kommenden drei Monaten 5.200 Familien mit dem Notwendigsten versorgen. Klar ist schon jetzt, unsere Hilfe wird einen langen Atem brauchen", beschreibt Christoph Schweifer die Hilfsmaßnahmen der Caritas. "Darüber hinaus wird dringend Futter für die Nutztiere der Bauern benötigt. Es gilt, die Lebensgrundlagen der Menschen wiederherzustellen."

Privathäuser, Straßen und Felder wurden vielerorts komplett zerstört. Daher wird es in einer zweiten Phase der Hilfe nötig sein, mit Rehabilitationsmaßnahmen wie Wiederaufbau und Saatgutverteilung die betroffene Bevölkerung zu unterstützen.
In den Städten Sabac und Valjevo stehen hunderte Freiwillige bereit, der Bevölkerung bei der Verteilung von Nahrungsmittel und den ersten Aufräumarbeiten zu helfen.
In der "Hala Pionieri", einer großen Sport- und Veranstaltungshalle in Belgrad, die zum Notquartier umfunktioniert wurde, sind über 500 Betroffene untergebracht. Am Eingang werden Lebensmittel und Kleidung verteilt. Viele Menschen wurden mitten in der Nacht von den Wassermassen überrascht und mussten fluchtartig ihre Häuser verlassen.

Christoph Schweifer: "Seit Beginn der Katastrophe erreichen uns unzählige Anrufe und Hilfsangebote zur Unterstützung unserer Hilfe. Die Österreicherinnen und Österreicher wollen ihre Nachbarn in Südosteuropa unterstützen und demonstrieren ihre Hilfsbereitschaft auf vielfältige Weise. Ich möchte mich schon jetzt dafür bedanken und gleichzeitig darum bitten, die Menschen in Not auch in Zukunft nicht im Stich zu lassen. Unsere Hilfe braucht einen langen Atem!"

Interviewpartner - Caritas Helfer vor Ort:
Andreas Zinggl (ab 25.5. in Belgrad)

Spenden Sie jetzt - helfen Sie uns helfen:
- Ein Hygienepaket für einen Monat für eine Familie kostet 15 Euro. (Seife, Zahnbürste, Zahnpasta usw.)
- Ein Lebensmittelpaket für eine Familie für eine Woche kostet 15 Euro. (Zucker, Salz, Reis, Bohnen usw.)
- Ein Babypaket kostet 40 Euro und versorgt eine Familie für einen Monat mit Windeln, Babynahrung und Hygieneartikel.
- Ein Putzpaket für die Reinigung der Häuser kostet für eine Familie 15 Euro. Dieses Paket enthält: Besen, Bürsten, Putzmittel, Schaufeln und Desinfektionsmittel.

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Ein Lebensmittelpaket für eine Woche bzw. ein Hygienepaket für einen Monat kostet jeweils 15 Euro. Schicken Sie dafür bitte den gewünschten Betrag und das Kennwort "Hochwasser" (z.B. "Hochwasser 15") an die 0664/ 660 33 33.

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Margit Draxl
Pressesprecherin
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