- 22.05.2014, 12:58:02
- /
- OTS0183 OTW0183
Nachhaltige Bewirtschaftung schafft Artenreichtum und Naturschutz
Biodiversität - die Handschrift der familienbetriebenen Land- und Forstwirtschaft
Utl.: Biodiversität - die Handschrift der familienbetriebenen Land-
und Forstwirtschaft =
Wien (OTS) - Mit 22 Hektar Boden wird täglich die Fläche eines
durchschnittlichen Bauernhofes verbaut. Daher hat der heutige
"Internationale Tag der Biodiversität", der jährlich am 22. Mai
stattfindet, einen besonderen Stellenwert. Mit dem Flächenverbrauch
durch Verbauung und Versiegelung gehen wertvolle Lebensräume für
viele Pflanzen- und Tierarten verloren. Umso bedeutungsvoller ist es,
dass durch verantwortungsvolle und nachhaltige Bewirtschaftung die
vielfältige heimische Kulturlandschaft flächendeckend erhalten
bleibt. Artenvielfalt in der Kulturlandschaft ist keine
Selbstverständlichkeit - im Gegenteil dahinter stehen
Betriebskonzepte mit freiwilligen Naturschutzleistungen der
familienbetriebenen Land- und Forstwirtschaft.
Artenvielfalt durch Verstand, Wissen und Respekt
"Wir Österreicher können stolz sein auf unsere abwechslungsreiche
Landschaft, die in ihrer Vielseitigkeit einzigartig ist. Die
heimischen Landbewirtschafter tragen als land- und
forstwirtschaftliche Familienbetriebe bereits seit Generationen die
Hauptverantwortung für die Landschaft und deren Vielfalt. Unsere
Landbewirtschafter bekennen sich klar zum Naturschutz, haben aber
auch erkannt, dass ausschließlich "Käseglockennaturschutz"
langfristig in einer Sackgasse endet. Daher fördern die
Grundeigentümer mit Verstand, Herz, Respekt, Wissen und Weitblick
durch ihre Bewirtschaftung die Artenvielfalt. Dieser nachhaltige
Lebensstil setzt starke Impulse für generationenübergreifenden
Naturschutz. Zusätzlich schaffen die Familienbetriebe kompetent
wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten - sei es
durch Belassen von Altholzgruppen und Einrichten von
Naturwaldreservaten bzw. Kernzonen oder durch Förderung und Erhalt
von speziellen Baumarten. Die Bewirtschaftung land- und
forstwirtschaftlicher Flächen als Lebensgrundlage unserer
Gesellschaft und der Erhalt der Vielfalt von Fauna und Flora gehören
zusammen. Nur was genützt wird, hat Bestand und kann auch geschützt
werden", schafft Mag. Hermine Hackl, Präsidentin der
Naturschutzplattform BIOSA*), Bewusstsein dafür, dass es um
Naturschutz aus erster Hand geht.
Biodiversität ist keine Selbstverständlichkeit
"Familienbetriebe nutzen ihr Wissen von den Vorfahren, ihren Bezug
zur Natur und ihre Fachkompetenz, um natürliche Lebensräume zu
revitalisieren und neue Lebensräume zu schaffen. Sie sorgen nach dem
Prinzip "Natur nützen - Natur schützen", dass die gesamte Landschaft
den Ansprüchen der biologischen Artenvielfalt gerecht bleibt. Damit
leisten sie auf der gesamten Fläche einen besonders wertvollen
Beitrag zum Artenschutz. Als "Manager der Natur" bedienen sie sich
eines weitläufigen Spektrums, das bei standortangepasstem Saatgut und
gezieltem Einsatz der Naturverjüngung beginnt und bis zum Erhalt von
traditionellen Waldnutzungsformen, wie zum Beispiel die Lärchwiesen,
geht. Durch nachhaltige Betriebskonzepte, die auf eine
multifunktionale Bewirtschaftung abstellen, erfüllen Grundeigentümer
vielfältige und oft widersprüchliche Anforderungen. Damit schaffen
sie verantwortungsbewusst auf ihren Flächen den Spagat zwischen
Naturschutz, der sicheren Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln
sowie der Bereitstellung des Rohstoffes Holz und dem Bedürfnis der
Gesellschaft nach mehr Erholung und Freizeit. Außerdem gewährleisten
sie dadurch, dass uns der Wald vor Naturgefahren schützt, sauberes
Wasser und reine Luft liefert", verdeutlicht DI Felix Montecuccoli,
Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich**), dass Biodiversität
keine Selbstverständlichkeit ist, sondern die unverzichtbare
Handschrift der familienbetriebenen Land- und Forstwirtschaft.
Montecuccoli fordert schließlich von der Agrarpolitik, dass diese
wertvollen Umweltleistungen auf allen Flächen gleich abgegolten
werden müssen.
Nah am Leben
Die familienbetriebene Land- und Forstwirtschaft ist nah am Leben,
da sie mit nachwachsenden Rohstoffen im Kreislauf der Natur
wirtschaftet und damit die Lebensgrundlage "Grund und Boden" erhält.
Mit den Naturschutzleistungen und der Wertschöpfung wird ein
wesentlicher Einfluss auf Arbeitsplätze, Tourismus, Wirtschaft, reale
Investitionen, Regionalität und noch vieles mehr ausgeübt. Jeder
einzelne land- und forstwirtschaftliche Familienbetrieb ist durch
seine Individualität unverzichtbarer Teil des ländlichen Raumes, des
österreichischen Landschaftsbildes und somit unserer Umwelt. Die
Wichtigkeit der durch Landbewirtschaftung erbrachten Leistungen für
die Umwelt und die Gesellschaft wird durch das diesjährige
"Internationale Jahr der familienbetriebenen Land- und
Forstwirtschaft" unterstrichen.
*) BIOSA - Biosphäre Austria ist ein freiwilliger Zusammenschluss
von Eigentümern land- und forstwirtschaftlicher Flächen, die sich auf
privater Basis bereit erklären, ausgewählte Flächen für
Naturschutzprojekte zur Verfügung zu stellen. Derzeit betreut die
BIOSA mehr als 3.500 Hektar Vertragsnaturschutzflächen.
**) Die Land&Forst Betriebe Österreich sind die freiwillige
Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter mit der Zielsetzung,
Österreichs Wälder und Felder als betriebliche Grundlage und
gesellschaftlichen Mehrwert zu erhalten und Bewusstsein für die
Anliegen privater land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und deren
Tätigkeit und Verantwortung zu schaffen. Die Mitgliedsbetriebe der
Land&Forst Betriebe Österreich bewirtschaften zusammen ein Drittel
des österreichischen Waldes und produzieren jede fünfte Tonne
österreichisches Getreides.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LUF






