• 22.05.2014, 10:55:41
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Leichter Aufwärtstrend für Automotive Zulieferindustrie im laufenden Geschäftsjahr

Produktion unterliegt starken saisonalen Schwankungen, daher werden flexible Rahmenbedingungen gefordert, um sich Markt anpassen zu können

Utl.: Produktion unterliegt starken saisonalen Schwankungen, daher
werden flexible Rahmenbedingungen gefordert, um sich Markt
anpassen zu können =

Wien (OTS/PWK351) - Nach einer durchwachsenen Entwicklung 2013
steigt das Produktionsvolumen in der Automotiven Zulieferindustrie
seit Jahresbeginn wieder leicht an. "Wir haben die schlimmsten Zeiten
wohl hinter uns, von einem deutlichen Anziehen der Konjunktur sind
wir allerdings noch immer weit entfernt. Vielmehr bewegen wir uns bei
den meisten Kennzahlen in etwa beim langjährigen Mittelwert", erklärt
Dietmar Schäfer, Vorsitzender der ARGE Automotive, die derzeitige
Lage in der Automotiven Zulieferindustrie. Die Produktionserwartung
für die kommenden Monate liegt laut aktuellem Konjunkturtest bei
"verhalten optimistisch". Die Auftragslage ist zwar noch leicht
unterdurchschnittlich, allerdings ist dies vor allem mit dem
schwachen Inlandsmarkt zu begründen. Leicht positiv entwickelt sich
hingegeben die Nachfrage aus dem Ausland. Bei den Beschäftigten geht
man davon aus, dass sich 2014 die Zahl hier stabil entwickelt. "Wir
erwarten für das Gesamtjahr ein leichtes Produktionsplus",
prognostiziert Schäfer die zu erwartende Entwicklung. Pro Jahr werden
in der Automotiven Zulieferindustrie in Österreich rund 19 Mrd. Euro
an Produktionswert erwirtschaftet. Mit knapp 70.000 Beschäftigten
zählt der Sektor zu den größten heimischen Industriezweigen.

Internationale Abhängigkeit erfordert Flexibilität

Die aktuelle Konjunkturanalyse der Automotiven Zulieferindustrie
macht einmal mehr deutlich, dass die Produktion starken Schwankungen
unterliegt. Grund dafür ist die unmittelbare Abhängigkeit von den
europäischen Herstellerwerken in der just in time-Zulieferkette und
die zunehmende Auslagerung von Wertschöpfung von den Herstellern an
die Zulieferer. Der ARGE Vorsitzende fordert daher flexible
Produktionsbedingungen, um die Produktion kurzfristig an die Kunden-
und Markterfordernisse anzupassen. "Die Wirtschafts- und Finanzkrise
hat klar aufgezeigt, dass der Arbeitsmarkt möglichst flexibel
ausgerichtet werden muss, um die Anpassung an saisonale, zyklische
oder strukturelle Veränderungen der Volkswirtschaft erfolgreich zu
meistern und optimal auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können."
Gemeinsam mit dem Sozialpartner wolle man daher über innovative
Arbeits(zeit)modelle und Vorschläge für eine flexible und
leistungsorientierte Gestaltung der Lohnpolitik nachdenken.

Hohe Bedeutung für Wirtschaftsstandort Österreich

Die Automotive Zulieferindustrie gehört mit einem Produktionswert
von rund 19 Mrd. Euro und einer Wertschöpfung von 5,5 Mrd. Euro pro
Jahr zu den größten Industriezweigen Österreichs. Die indirekte
Bedeutung des Sektors für den Wirtschaftsstandort Österreich ist
besonders hoch. So hängen bis zu 164.000 Arbeitsplätze in Österreichs
Volkswirtschaft (3,9 % der Beschäftigungsverhältnisse) von der
Automotiven Zulieferindustrie ab. Der gesamtwirtschaftliche
Produktionswert beträgt rund 32 Mrd. Euro - das ist ein Anteil von 6
% an der Volkswirtschaft.

Über die ARGE Automotive

Die ARGE Automotive Zulieferindustrie ist die Interessenvertretung
bzw. Dienstleistungs- und Serviceorganisation für die rund 800 in der
WKO vertretenen Unternehmen aus dem automotiven Wertschöpfungsbereich
und vereinigt somit alle wesentlichen Player dieses Sektors unter
ihrem Dach. Trägerorganisationen sind die WKO, vertreten durch die
Bundessparte Industrie, und die AWO/Außenwirtschaft Österreich sowie
fünf IndustrieFachverbände, die Kraftfahrzeugzulieferbetriebe zu
ihren Mitgliedern zählen. Oberstes Ziel ist, eine verbesserte
öffentliche Wahrnehmung der Autozulieferbetriebe zu schaffen, um die
industriepolitischen Rahmenbedingungen zu optimieren. Durch die
Integration in die WKO ist auch für eine optimale Koordination
insbesondere mit dem Fachverband der Fahrzeugindustrie als
Interessenvertretung der Herstellerseite gesorgt. (KR)

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