• 21.05.2014, 13:38:44
  • /
  • OTS0228 OTW0228

Gemeinnützige kritisieren Kommissionspapier zu Mietwohnungsmarkt

Wien (OTS) - Als "höchst realitätsfremd" kritisierte Karl Wurm,
Obmann des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen
(GBV), das jüngst publik gewordene Expertenpapier der
Generaldirektion Finanzen der EU Kommission. Nicht der regulierte
Mietwohnungssektor destabilisiert, wie von den Studienautoren
angenommen, den Wohnungsmarkt, sondern die staatliche Förderung des
Wohnungseigentums in Verbindung mit einem liberalisierten und
deregulierten Kreditapparat. Das habe das Platzen der
Immobilienblasen in Spanien und Irland deutlich gezeigt, erklärte
Wurm unter Bezugnahme auf eine vom GBV-Verband in Auftrag gegebenen
Studie zu den stabilisierenden und destabilisierenden Faktoren auf
Wohnungsmärkten. Darin wird von Wirtschaftsforscher Robert Wieser
nachgewiesen, dass gerade ein hoher Anteil preisregulierter
Mietwohnungen stabilisierend auf den Wohnungsmarkt wirkt und auf
diese Weise auch breiten Bevölkerungsschichten mit weit in die
Mittelschicht erschwinglichen Wohnraum zur Verfügung stellen kann.

"Wenn nun die EU-Experten die Zukunft in einer Deregulierung des
Mietwohnungsmarktes sehen und den regulierten Mietwohnungssektor nur
für einkommensschwache Haushalte vorsehen, so steht das dem bewährten
System eines starken Mietwohnungssektors als zentraler Bestandteil
des erfolgreichen österreichischen Weges im Wohnbau diametral
entgegen", erklärte GBV-Obmann Wurm. Die gemeinnützige
Wohnungswirtschaft hält in diesem Zusammenhang die Initiative von
Wiens Bürgermeister Michael Häupl zum sozialen Wohnbau für
außerordentlich wichtig, um solchen tendenziösen Bestrebungen auf
EU-Ebene entschieden entgegenzutreten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel