ÖGJ bei IGB-Kongress: Kein Sport auf Kosten von Menschenleben

Aktion für menschenwürdige Arbeit in Katar

Berlin (OTS/ÖGB) - Am Rande des 3. Weltkongresses des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) machten JugendvertreterInnen aus aller Welt auf die menschenunwürdigen Bedingungen aufmerksam, die bei sportlichen Großereignissen immer noch Gang und Gebe sind. "Weder die Sportlerinnen und Sportler, noch die Sportbegeisterten auf aller Welt dürfen diese Zustände hinnehmen", sagte ÖGJ-Vorsitzender Sascha Ernszt.++++
"Ob beim Bau der Fußballstadien in Brasilien für die Fußball-WM 2014, bei der Errichtung der Fußballstadien, Hotels und anderer Gebäude für die Fußball-WM in Katar 2022 oder bei vielen anderen größeren und kleineren Sportveranstaltungen - die Rechte der ArbeitnehmerInnen und der einheimischen Bevölkerungen werden im Namen des Profits, der aus diesen Ereignissen entsteht, nach wie vor mit Füßen getreten", kritisierte Ernszt. Der IGB hat daher unter dem Titel "rerun the vote" eine Kampagne gestartet, deren Ziel es vor allem ist, die unwürdigen Bedingungen in Katar, die de facto Sklaverei sind, zu beenden. "Wir wollen, dass die Arbeiter in Katar wie Menschen behandelt werden", sagte Ernszt.
In Katar, dem reichsten Staat der Erde, sind die hauptsächlich nepalesischen Gastarbeiter praktisch entrechtet und Leibeigene ihrer Arbeitgeber. Sie müssen ihre Pässe abgeben, bekommen den versprochenen Lohn nicht, dürfen ihre Quartiere nicht verlassen, können den Arbeitgeber nicht wechseln und das Land nicht verlassen. Mehr als 1400 Tote gab es bereits auf Katars Baustellen. Ernszt:
"Niemand kann in Stadien jubeln wenn Tore fallen oder Rekorde gebrochen werden, wenn diese Stadien auf Blut gebaut sind." www.rerunthevote.org

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