• 14.05.2014, 10:44:21
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BM Kurz bei ÖIF-Magdalena Gespräch: "Integration von EU-Bürgern stärker fördern"

Podiumsdiskussion in Linz mit Integrationsminister Kurz, EU-Abgeordneten Weidenholzer und Rübig und Bundesrat Dönmez zum Thema "Freizügigkeit in der EU"

Utl.: Podiumsdiskussion in Linz mit Integrationsminister Kurz,
EU-Abgeordneten Weidenholzer und Rübig und Bundesrat Dönmez
zum Thema "Freizügigkeit in der EU" =

Wien (OTS) - Gestern, 13. Mai 2014, fand in Linz das ÖIF-Magdalena
Gespräch zum Thema "Freizügigkeit in der Europäischen Union - Chancen
und Risiken" statt. Am Podium diskutierten Europa- und
Integrationsminister Sebastian Kurz, die oberösterreichischen
EU-Abgeordneten Dr. Josef Weidenholzer und Dr. Paul Rübig sowie
Bundesrat Efgani Dönmez. Mehr als 250 Besucher/innen nahmen an der
Veranstaltung teil.

BM Kurz: Förderung für Deutschkurse auch für EU-Bürger/innen

Dass EU-Bürgerinnen und Bürger ihren Wohnort und ihren
Arbeitsplatz innerhalb der EU frei wählen können, sei eine zentrale
Errungenschaft der Union, betonte Europa- und Integrationsminister
Sebastian Kurz: "Die Integrationstöpfe der Union sind aktuell aber
nur für Drittstaatsangehörige reserviert. Damit die Freizügigkeit
innerhalb Europas langfristig erfolgreich sein kann, müssen wir auch
die Integration von EU-Bürgern stärker fördern." Als zentrales Thema
nannte Kurz hier den Deutscherwerb von EU-Migrant/innen: "Sprache ist
auch für Zuwanderer aus Ungarn, Frankreich oder Polen Schlüssel zu
Integration. Unser Ziel muss es also sein, EU-Förderungen für
Integrationsmaßnahmen wie Deutschkurse auch für sie verwenden zu
können und sie so bei ihrer Integration aktiver zu unterstützen."

Willkommenskultur fördern

EU-Abgeordneter Josef Weidenholzer: "Rund 14 Millionen
EU-Bürgerinnen und Bürger leben in einem anderen EU-Land. Verglichen
mit anderen großen Wirtschaftsräumen wie den USA ist die
Binnenwanderung innerhalb der EU damit sehr niedrig. Leider wird
Zuwanderung in der EU immer noch häufig als Problem statt als Chance
wahrgenommen. Das müssen wir ändern."

EU-Abgeordneter Paul Rübig: "506 Millionen Europäerinnen und
Europäer sind stolz auf das große Friedensprojekt der Europäischen
Union. Der Erfolg dieses Projekts zeigt, dass moderne Demokratie
Menschen und Unternehmen große Vorteile bringen kann. In Zukunft
müssen wir noch weiter daran arbeiten, bürokratische Hürden für die
Mobilität innerhalb der EU abzubauen."

Bundesrat Efgani Dönmez: "Österreich und Europa werden den
internationalen Wettkampf um die besten Köpfe nur dann gewinnen, wenn
wir eine Willkommenskultur entwickeln und rechtliche und soziale
Rahmenbedingungen für den Aufstieg von Migrantinnen und Migranten
schaffen."

Hohe Zuwanderung aus "neuen" EU-Mitgliedsstaaten

Im Jahr 2012 wanderten rund 140.000 Personen nach Österreich zu.
Mit 77.200 Personen stammt mehr als die Hälfte von ihnen aus der
EU/EWR und der Schweiz. Die hohen Zuwanderungszahlen aus der EU sind
auf den verstärkten Zuzug von Angehörigen aus den "neuen"
EU-Beitrittsländern zurückzuführen: 13.400 bzw. 13.100 Migrant/innen
kamen 2012 aus Rumänien und Ungarn nach Österreich, gefolgt von
Zuwander/innen aus Polen (7.100) und der Slowakei (6.000). Franz
Wolf-Maier, Geschäftsführer des ÖIF betont: "Zuwanderinnen und
Zuwanderer aus der EU sind oft sehr gut qualifiziert und bieten mit
ihren Fähigkeiten großes Potenzial für den Wirtschaftsstandort
Österreich. Es liegt an uns, dieses Potenzial zu nutzen, Barrieren
abzubauen und die Integration dieser Menschen zu fördern und zu
unterstützen."

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